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Ernste Sicherheitslücke in Intel-Prozessoren gefunden

Information

Computer mit Intel-Prozessoren in GefahrEine gewaltige Sicherheitslücke in Intel-Prozessoren, sorgen bei Prozessoren der Serie: 6./7./8. Intel-Core-Generation, Xeon-Server, Atom, Pentium, Celeron, für enorme Sicherheitslücken. Betroffen sind alle Rechner die mit diesen Prozessoren ausgestattet sind. Ein Update soll jedoch für schnelle Hilfe sorgen.

In nahezu allen Intel-Prozessoren der letzten Jahre ab der 6. Generation (Skylake) stecken mehrere ernste Sicherheitslücken, mit denen Angreifer fremde PCs kapern können. Betroffen sind also auch Kaby-Lake- und Coffee-Lake-CPUs. Besitzer von Intel-CPUs der 6., 7. und 8. Generation sollen ein Firmware-Update aufspielen.


Angreifer können Sicherheitslücken in aktuellen Intel-Prozessoren dazu ausnutzen, die Kontrolle über fremde PCs zu übernehmen. Intel informiert in diesem Security-Advisory über diese Schwachstellen. Die Lücken stecken in der Intel Management Engine (ME), der Trusted Execution Engine (TXE) und in den Server Platform Services (SPS) mit den ME-Firmware-Versionen 11.0/11.5/11.6/11.7/11.10/11.20, SPS Firmware Version 4.0 und TXE Version 3.0.

Konkret betroffen sind alle Intel-Core-Prozessoren der 6. Generation, der 7. Generation und der erst kürzlich vorgestellten 8. Generation. Auch diverse Xeon-Prozessoren und Intel Atom-Prozessoren sind betroffen, ebenso verschiedene Apollo-Lake-Prozessoren und Celeron-CPUs.

  • 6th, 7th & 8th Generation Intel Core Processor Family
    Intel Xeon Processor E3-1200 v5 & v6 Product Family
    Intel Xeon Processor Scalable Family
    Intel Xeon Processor W Family
    Intel Atom C3000 Processor Family
    Apollo Lake Intel Atom Processor E3900 Series
    Apollo Lake Intel Pentium
    Celeron N and J Series Processors

  • Weitere Details

Vereinfacht gesagt: Jeder Desktop-Rechner und jedes Notebook mit einem einigermaßen aktuellen Intel-Prozessor sowie viele Serversysteme sind für die Übernahme durch feindlich gesinnte Angreifer anfällig. Der Angreifer kann zum Beispiel auf dem fremden System seinen Code ausführen, ohne dass der PC-Besitzer das mitbekommt und den gekaperten Rechner auch abstürzen lassen. Mit diesem Gratis-Tool prüfen Sie Ihren Rechner Mit diesem kostenlosen englischsprachigen Intel-SA-00086 Detection Tool können Besitzer von Rechnern mit Windows 7, 8.1 und 10 sowie mit Linux ihre Rechner daraufhin prüfen, ob die Sicherheitslücke vorhanden ist. Die Windows-Version liegt als ZIP vor, die Linuxversion als tar.gz.

Windows-Nutzer: Entpacken Sie das ZIP, gehen Sie in den Ordner DiscoveryTool.GUI und doppelklicken Sie auf Intel-SA-00086-GUI. Der Screenshot zu dieser Meldung zeigt das Ergebnis für unseren Rechner.

Das DiscoveryTool

Wenn Sie betroffen sind:
Nun müssen Sie die auf Ihrem PC vorhandene Hauptplatine identifizieren. Beispielsweise mit diesem

Kommandozeilenbefehl: wmic baseboard get product,Manufacturer,version,serialnumber
Oder Sie verwenden ein Analyse-Tool wie das kostenlose Sisoftware Sandra Lite 2017 oder das kostenpflichtige Everest Ultimate Edition. Gehen Sie dann zum Download- oder Supportbereich des Hauptplatinenherstellers und laden Sie sich dort das Firmware-Update für das Motherboard herunter, sofern dieses schon bereitgestellt wurde. Dieses müssen Sie auf Ihrem Rechner installieren, um die Sicherheitslücken zu schließen.

Die Eingabeaufforderung

Quelle: Eskin

Ernste Sicherheitslücke in Intel-Prozessoren gefunden

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