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Musik-StreamingHeute können mit Netflix und Co. nicht nur Filme und Serien geschaut werden. Auch der Markt für Musik-Streaming boomt. Immer mehr Anbieter etablieren sich und bieten zwischen 30 und 50 Millionen Songs sowie Podcasts und weitere Services an.

Nutzer können die Songs online anhören und auch herunterladen, um sie in der App auf dem Smartphone offline hören zu können. Doch welche Vor- und Nachteile bieten die einzelnen Anbieter und sind die Unterschiede wirklich so groß?

 

 

Spotify
Viele Menschen hören unterwegs mit ihrem Smartphone Musik. Die meisten nutzen dafür bekannte Streaming-Dienste.

Der Vorreiter: Spotify
Mit etwa 100 Millionen Nutzern im Monat ist Spotify aus Schweden der meist genutzte Dienst seiner Art. Nutzer können auf eine Datenbank mit etwa 40 Millionen Songs zugreifen, dazu auf Hörbücher, Podcasts sowie eigene Radiosender. Bei der Gratis-Nutzung bekommen die Hörer zuweilen, wie test.de berichtet, zwei bis drei Minuten Werbung pro Stunde zwischen die Songs geschaltet und die Streaming-Qualität erweist sich im Verhältnis zur Premium-Version als etwas schlechter. Das Premium-Abonnement kostet pro Monat 9,99 Euro. In diesem Preis ist das unbegrenzte Hören aller Songs inkludiert und es gibt keine Werbung mehr. Für Paare und Familien lohnt sich der Family-Tarif: Für 14,99 Euro monatlich können sechs Nutzer Spotify im Abonnement nutzen. Spotify bietet vorgefertigte Playlisten je nach Genre, Künstler oder Jahrzehnt. Nutzer haben auch die Möglichkeit, eigene Playlisten anzulegen und den Dienst in Verbindung mit iTunes oder dem Windows Media Player zu verbinden.

Der große Nachteil: Songs können ausschließlich über Spotify gehört werden. Beim Download einzelner Lieder sind diese zwar offline verfügbar, können aber nicht auf der Festplatte des Computers abgespeichert oder verschickt werden.

Deezer
Deezer ist nach Spotify einer der beliebtesten Streaming-Dienste, sowohl in Deutschland als auch im internationalen Ausland.

Immer im Flow mit Deezer
Kurz nach dem Streaming-Riesen Spotify nahm auch Deezer seinen Dienst auf. In Deutschland beginnt Deezer gerade damit, sich einen Namen zu machen, mit seinen „Originals“-Programmen sowie dem Flow. Der sogenannte Flow ist ein nicht enden wollender Musik-Strom, der sich an jenen Titeln, Künstlern und Alben orientiert, die der Nutzer bereits gehört oder als Lieblingsmusik gespeichert hat. Abgesehen davon bietet Deezer ähnliche Funktionen wie Spotify: 43 Millionen Songs, Podcasts, Hörbücher, Playlisten, eine werbefinanzierte und somit kostenlose Variante und verschiedene Abo-Modelle. Das Premium-Abo kostet den Nutzer 9,99 Euro monatlich, das Family-Abo 14,99 Euro. Auch hier sind wieder sechs Profile inkludiert. Allerdings Deezer hat ebenso den Nachteil, dass gespeicherte Songs lediglich in der App zu hören sind. Abhilfe will da ein neues Programm schaffen. Unter https://www.movavi.de/support/how-to/deezer-musik-downloader.html können Nutzer ein Tool herunterladen, mit dem sie die Songs, die auf Deezer abgespielt werden, mitschneiden und in mp3-Qualität auf der Festplatte abspeichern können. So wird der App-Zwang umgangen.

Je nach Smartphone: Apple Music oder Play Music
Natürlich bieten ebenfalls die bekannten AppStores der Smartphones eigene Musik-Streaming-Dienste an. iPhone-Nutzer können mit Apple Music auf eine große Musikdatenbank zugreifen, Samsung-Nutzer mit Play Music, dem Streaming-Dienst des Google Play Store. Im Gegensatz zu Spotify und Deezer gibt es hier keine kostenlose Version mit Werbung. Stattdessen müssen Nutzer nach einem kostenfreien Test-Abo sofort zur zahlenden Kundschaft werden. Auch hier gibt es die klassischen Abo-Modelle mit 9,99 Euro für Einzelnutzer sowie 14,99 Euro für Familien. Apple bietet seinen Nutzern hier den Vorteil, dass die Musik auch über die Apple Watch mit GPS + Cellular gehört werden kann, selbst wenn das Handy ausgeschaltet ist. Doch auch bei diesen Diensten entfällt die Möglichkeit, Musik komplett offline zu hören, also sie auf dem Computer abzuspeichern.

WLAN ohne Limit
Im heimischen WLAN lassen sich die Lieblingslieder herunterladen, um unterwegs das Datenvolumen zu schonen.

Beim Streaming das Datenvolumen schonen
Wie der Digitalverband bitkom.org berichtet, nutzen immer mehr Menschen Streaming-Dienste, um Musik zu hören. Was Nutzer dabei aber auf keinen Fall vergessen sollten, ist, dass alle Musik-Streaming-Dienste Datenvolumen verbrauchen, wenn das Handy nicht gerade im WLAN online ist. Deshalb sollten die liebsten Playlisten, Alben und Lieblingslieder unbedingt für den Offline-Modus gespeichert werden. So können Nutzer unterwegs Musik hören, ohne das Datenvolumen anzutasten. Für manche Nutzer lohnt sich vielleicht sogar eine zusätzliche Datenoption, die viele Tarife anbieten, um somit das Meiste aus ihrem Handytarif herauszuholen. So steht dem unbegrenzten Spaß beim Musikhören nichts mehr im Wege.

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