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Artikel zur Kategorie: Kids


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Kinder: Worauf es bei Laufrädern ankommt (Kids)

Thema: Information

Der Knirps hat Tempo drauf. So ordentlich, dass seine Mutter hinter ihm herruft: "Pass auf, guck nach vorn!", was nur dazu führt, dass der Junge zu ihr schaut und mit seinem Laufrad zielstrebig auf einen Fußgänger zufährt. Dem bleibt nur, schnell zur Seite zu springen. Laufräder erobern die Städte: Immer mehr Kinder flitzen auf den Gefährten herum, die eine Mischung aus Roller und Fahrrad sind. Und mehr Hersteller als früher haben Laufräder im Programm. Die Optik reicht vom edel designten Alumodell bis zum Mini-Holz-Motorrad. Bei der Ausstattung gilt aber: Weniger ist mehr.

Holz oder Metall?

Wollen Eltern ein Laufrad kaufen, stehen sie zunächst vor der Frage: Holz oder Metall? Laufräder aus Stahl oder Aluminium können im Regen stehen, ohne dass viel passiert. Die Modelle aus Holz seien außerdem in der Regel etwas teurer, sagt Martin Hofmann von der Stiftung Warentest in Berlin, die Laufräder getestet hat. Bei der Stabilität gebe es dagegen keine großen Unterschiede. "Die Wahl ist Geschmacksache."

Für jeden Geschmack das passende Design

Metallräder gibt es in Rosa und Hellblau, mit Motiven von Ernie und Bert oder den Wilden Kerlen. Der Hersteller Hudora lässt die Kleinen bei seinem Laufrad "Ratzfratz" mit einer schwarzen Piratenflagge durch die Straßen flitzen. Klassische Holzräder kommen dagegen meist im schlichteren Design daher. Sie bestehen aus Birke oder Buche, einige haben farbige Räder oder einen bunten Sitz. Da auch ihre Hersteller wissen, dass Eltern ihren Nachwuchs gern auf schicken Gefährten sehen, bieten einige entprechende Sondermodelle an.

Kleine Motorräder und Rennwagen

Da schon kleine Jungs von großen Maschinen träumen - oder Väter das zumindest glauben -, gibt es auch Laufräder im Motorrad-Design. Beim britischen Hersteller Kiddimoto ähnelt das Laufrad einer Rennmaschine - Auspuff inklusive. Auch bei der Ausstattung setzen die Hersteller auf unterschiedliche Details. Kettler stattet seine Modelle zum Beispiel mit einem extralangen Sattel aus, weil Kinder darauf beim Fahren herumrutschen können. Puky legt Wert auf einen tieferen Einstieg: Ein Trittbrett soll beim Fahren zu Balanceübungen animieren.

Schadstoffarme Modelle

Nachdem die Stiftung Warentest 2008 bei einer Untersuchung von Laufrädern ("Test"-Ausgabe 7/2008) Schadstoffe in Reifen, Griffen und Sitzbezügen bemängelte, haben viele Hersteller reagiert. Die Tester kritisierten unter anderem polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in den Reifen, diese stehen in Verdacht, das Erbgut zu verändern, Krebs erzeugend zu sein und die Fortpflanzung zu beeinträchtigen. Deshalb können Eltern jetzt häufig schadstoffarme Vollgummireifen auswählen. Für Sitze gibt es spezielle Bezüge.

Auf Bremse verzichten

Manche Hersteller statten ihre Laufräder mit Bremsen aus. Davon sollten Eltern aber besser die Finger lassen, rät Reinhard Liebisch von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung in Wiesbaden. Die kleinen Fahranfänger seien mit der Bremse völlig überfordert. "Die stoppen mit den Füßen", weshalb der Sattel nur so hoch eingestellt werden sollte, dass die Kinder noch stehen können. Außerdem sollten sie beim Fahren Schuhe tragen. "Die Bremse suggeriert Eltern, dass ihre Kinder bremsen können. Das ist aber falsch", sagt auch Martin Hofmann. Er rät daher, ein Modell ohne Bremse zu kaufen - oder sie vom Händler abmontieren zu lassen. Wer nicht auf die Bremse verzichten möchte, sollte laut Liebisch zumindest darauf achten, dass sie am Hinterrad montiert ist.

Fragwürdige Einschlagbegrenzung

Einige Laufräder verfügen über eine Einschlagbegrenzung für den Lenker. Sie soll verhindern, dass das Kind den Lenker aus Versehen zu stark herumreißt und stürzt. Der Nachteil: Die Mädchen und Jungen können laut Stiftung Warentest damit keine engen Kurven fahren. Fällt das Laufrad auf den Boden - etwa bei einem Sturz -, steht der Lenker außerdem hoch, was zu Verletzungen führen kann. Gibt es eine Bremse, sollte laut den Testern aber nicht auf die Einschlagbegrenzung verzichtet werden. "Sonst könnte sich der Bautenzug um den Lenker wickeln", warnt Hofmann.

Gut für Koordination und Reaktion

Generell sind die Experten von Laufrädern überzeugt. "Für das Kind ist es ein großes Erlebnis: Es merkt, dass es auf einmal viel schneller vorankommt", erklärt Liebisch. Auch schulten Laufräder die Koordination und Reaktion, das Gleichgewichtsvermögen und die Wahrnehmung. "Vom Laufrad können Kinder meist problemlos auf ein Fahrrad umsteigen."

Erst laufen lernen und dann aufs Laufrad

Aber wann ist ein Kind so weit, dass es auf ein Laufrad kann? "Das Kind sollte sicher laufen können", sagt Liebisch. Wer so lange nicht warten möchte, ist bei Kokua richtig. Das RockaBike lässt sich auf eine Holzwippe montieren und ersetzt so das Schaukelpferd. Und das neuseeländische Design-Studio Wishbone bietet ein Laufrad für Kinder an, die noch Gleichgewichtsprobleme haben. Es lässt sich mit wenigen Handgriffen vom Laufdreirad in ein herkömmliches Laufzweirad umbauen.

Quelle: eltern.t-online.de

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10 Kinderspiele für drinnen und draußen (Kids)

Thema: Tipps

Nun wird's eng! 

Ein Tanzwettspiel auf Doppelseiten einer Tageszeitung, die immer kleiner gefaltet werden.

Material: eine Tageszeitung, Tanzmusik unterschiedlicher Stilrichtungen (von fetzig bis groovig)

Die Kinder finden sich zu Pärchen zusammen, bekommen eine Doppelseite der Tageszeitung und breiten diese auf dem Boden aus. Der Spielleiter macht die Musik an und die Kinder müssen miteinander tanzen, dürfen aber nicht über die Ränder der Zeitung treten. Wenn der Boden berührt wird, muss das Paar ausscheiden. Runde für Runde werden die Zeitungen kleiner gefaltet. Wer wird wohl als Sieger-Paar übrig bleiben?

(Quelle: Petra Kulbatzki: Das große Spielbuch für drinnen und draußen. Schwager & Steinlein)

Die Falle schnappt zu

Die Kinder fassen sich an den Händen und laufen in zwei Kreisen umeinander. Der Außenkreis muss etwas größer sein, als der innere. Auf das Kommando des Spielleiters: "Mäuschen tanzt!" heben die Kinder des Innenkreises die Hände hoch. Durch diese Tore tanzen die Kinder des Außenkreises munter hin und her, mal drinnen, mal draußen. Auf das Kommando: "Falle!" schließen sich die Tore, das heißt, die Kinder des Innenkreises lassen die Arme wieder sinken. Die Mäuschen, die sich noch in der Mitte des Kreises befinden, sind gefangen und müssen sich den Toren anschließen. Die neue Runde beginnt. Wenn sich die Kinder des Außenkreises nicht mehr bei den Händen fassen können, werden die Positionen getauscht - sie sind dann der Innenkreis und es kann von vorne losgehen.

(Quelle: Petra Kulbatzki: Das große Spielbuch für drinnen und draußen. Schwager & Steinlein)

Schnapp es dir!

Zwei Spieler versuchen, ein an einem Faden befestigtes Bonbon in ihren Mund zu ziehen.

Material: Bonbons oder andere Süßigkeiten (zum Beispiel ein Gummibärchen), dünner Faden (ca.1m lang)

Die Süßigkeit wird in die Mitte des Fadens geknotet. Die beiden Spieler stehen sich gegenüber. Jeder nimmt ein Ende des Fadens in den Mund. Auf ein Startsignal hin versuchen beide Kinder das Bonbon in den Mund zu ziehen. Nur Zunge, Lippen und Zähne sollen zum Sieg verhelfen. Anfeuern und witzige Bemerkungen der anderen Kinder sind erlaubt, wer lachen muss, kann keinen Zentimeter Faden mehr gewinnen!

(Quelle: Petra Kulbatzki: Das große Spielbuch für drinnen und draußen. Schwager & Steinlein)

Nicht locker lassen

Ein Pärchen klemmt einen Luftballon zwischen die Stirnen und trägt ihn so über eine festgelegte Strecke. 
Material: mehrere aufgeblasene Luftballons

Man muss sich bei diesem Spiel koordiniert mit dem Partner bewegen. Es gilt, einen Parcours möglichst schnell und fehlerlos zu bewältigen. Für Vierjährige ist eine Strecke von acht bis zehn Metern angemessen, die um einen gekennzeichneten Wendepunkt herumführt. Für ältere Kinder wird es spannend, wenn es einige Hindernisse zu bewältigen gibt. Verschiedene Möglichkeiten sind Stufen einbauen, über einen Stuhl klettern, vier Äpfel aufsammeln und an einem bestimmten Platz ablegen, über ein am Boden liegendes Seil balancieren, einmal hinknien und wieder aufstehen, durch ein Wasserbecken gehen, sich gegenseitig Eis füttern, usw. Ein Spielführer sollte die Zeit stoppen und Fehler notieren, damit am Ende ein Sieger festgestellt werden kann.

(Quelle: Petra Kulbatzki: Das große Spielbuch für drinnen und draußen. Schwager & Steinlein)

Ich versteh' überhaupt nichts mehr!

Die einzelnen Silben eines zusammengesetzten Wortes werden von entsprechend vielen Gruppen durcheinander gesprochen. Ein Kandidat soll erraten, um welches Wort es sich handelt.

Ein Kandidat wird vor die Tür geschickt. Die Mitspieler einigen sich auf ein mehrsilbiges Wort, zum Beispiel: "Warenlager" und teilen sich in vier Gruppen ein. Jeder Gruppe wird eine Silbe zugeteilt ("Wa", "ren", "la", "ger") und wenn der Kandidat das Zimmer wieder betritt, wird er mit lautstarkem Silben-Kauderwelsch begrüßt. Jede Gruppe wiederholt gleichzeitig und ohne Pause ihre zugeteilte Silbe, solange, bis das Wort erraten wurde.

(Quelle: Petra Kulbatzki: Das große Spielbuch für drinnen und draußen. Schwager & Steinlein)

Bloß nicht anfassen!

Ein Ball soll mit Hilfe einer Kartoffel, die am Gürtel baumelnd befestigt wurde, über eine Rennstrecke in ein Tor getrieben werden.

Material: feste Schnur, Kartoffeln, ein großer aufblasbarer Ball (Schwimmball)

Eine Strecke von ca. zehn Metern Länge wird gekennzeichnet oder abgesteckt. Am Ende stellt man ein Tor auf. Das kann je nach Größe des Balles ein Stuhl, eine Kiste oder Ähnliches sein. Die Kartoffeln sollte man am besten wie ein Geschenkpaket über Kreuz in die Schnur einknoten, damit sie schön fest sitzen. Die Schnur muss so lang sein, dass die Kinder den Ball in der Mitte treffen können. In diesem Spiel ist ein lockerer Hüftschwung gefordert, Hände und Füße dürfen nicht benutzt werden.

(Quelle: Petra Kulbatzki: Das große Spielbuch für drinnen und draußen. Schwager & Steinlein)

Und eins hol ich mir!

Fangen mit "Vorspiel". Der Fänger erzählt eine spannende Geschichte und fügt darin geschickt das Kommando zum Loslaufen ein.

Die Kinder stecken ein nicht zu großes Spielfeld ab und zählen einen "Fänger" unter sich aus. Dieser muss eine bunte, spannende Geschichte erzählen. Irgendwann muss das erzählende Kind oder der Erwachsene den Satz: "Und eins hol ich mir!" in die Geschichte einbauen, vielleicht in einem Nebensatz oder als Ausspruch einer Figur in der Geschichte. Daraufhin rennen alle Kinder los. Wer von dem Fänger berührt wurde, ist gefangen. Nicht mehr gefangen werden dürfen die Kinder, die sich außerhalb des Spielfeldes in die sichere Zone retten konnten.

(Quelle: Petra Kulbatzki: Das große Spielbuch für drinnen und draußen. Schwager & Steinlein)

Neckfragen

1. Welcher Wurm sieht aus wie ein Mensch? (Der Bücherwurm.)

2. Welche Kaufleute sollten nicht zu viel auf ihre Waren draufschlagen? (Glaser und Porzellanverkäufer.)

3. Was macht der Schornsteinfeger in der Sonne? (Schatten.)

4. Wann steht das Pferd ohne Kopf im Stall? (Wenn es zum Fenster hinausschaut.)

5. Welche Hähne krähen nicht? (Wasserhähne.)

6. Wann hat der reichste Mensch gelebt? (Von seiner Geburt bis zu seinem Tod)

(Quelle: Petra Kulbatzki: Das große Spielbuch für drinnen und draußen. Schwager & Steinlein)

Tüfteleien

1. Eine Frau hat fünf Töchter, von denen jede Anders wie die Mutter heißt. Wie ist das möglich? (Antwort: Der Familienname ist "Anders".)

2. Wenn man 1000 Gramm und 100 Zentimeter zusammenzählt, was gibt das? (Antwort: Einen Kilo-Meter!)

3. Ich kenne ein Ding aus Fleisch und Blut, das hat nur ein Bein. Es hat Flügel, aber kann nicht fliegen. Jeder Mensch besitzt es. Oft trägt es eine Brille, obwohl es überhaupt nicht sehen kann. Und manchmal läuft es, bewegt sich dabei aber keinen Zentimeter weiter. Was ist das? (Antwort: Die Nase!)

(Quelle: Petra Kulbatzki: Das große Spielbuch für drinnen und draußen. Schwager & Steinlein)

Potzblitz: der fette Vampir

Ein Sprechspiel für fixe Rechner und Schnellmerker, die das Einmaleins beherrschen.

Dieses Spiel ist sowohl für zuhause als auch für unterwegs, am Strand, am Skilift und Sonst-noch-wo zu gebrauchen.

Die Mitspieler beginnen der Reihe nach zu zählen, beginnen bei 1. Bei Zahlen die durch 3, 4 und 5 zu teilen sind, wird anstelle dieser Zahlen ein Wort eingesetzt. "Potz" für alle Zahlen aus dem 1x3, "blitz" für die aus dem 1x4 und "der fette Vampir" für alle Zahlen aus dem 1x5. Aufgepasst: Einige Zahlen sind ja sowohl durch 3 und 4 , 3 und 5 oder durch 4 und 5 teilbar. In solchen Fällen sind die betreffenden Worte nacheinander zu setzen.1, 2, potz, blitz, der fette Vampir, potz, 7, blitz, potz, der fette Vampir, 11, potzblitz, 13, 14, potz der fette Vampir, blitz, 17..."

(Quelle: Petra Kulbatzki: Das große Spielbuch für drinnen und draußen. Schwager & Steinlein)

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Was Verbraucher beim Spielzeugkauf für Kinder wissen sollten. (Kids)

Thema: InformationKinder haben heutzutage immer mehr Spielsachen. Doch in regelmäßigen Abständen werden bedenkliche Schadstoffe oder andere Gefahrensquellen in den Spielwaren entdeckt. Wie also finden Eltern sicheres Spielzeug für ihre Kinder. Wir klären die wichtigsten Fragen.

Welche Voraussetzungen muss Spielzeug laut Gesetz erfüllen?

Spielzeuge dürfen unter anderem keine scharfen Kanten oder verschluckbaren Teile haben. Elektrische Spielzeuge dürfen nur mit einer bestimmten Spannung betrieben werden, zahlreiche Schadstoffe sind verboten. Die Regelungen sind aber uneinheitlich und lückenhaft - viele Schadstoffe etwa sind weiter erlaubt.

Hier finden Sie die wichtigsten EU-Richtlinien.

Erfüllt das Spielzeug wenigstens die gesetzlichen Vorgaben?

Wichtig ist hier vor allem das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. Es wird von unabhängigen Stellen, etwa dem TÜV, für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben vergeben. Wichtig ist, dass neben dem Zeichen die Prüfinstitution angegeben ist. Fehlt diese, kann es sich auch um ein gefälschtes Siegel handeln. Darüber hinaus gibt es private Prüfzeichen wie das TÜV Rheinland Proof-Siegel mit dem Teddybär als Erkennungszeichen. Diese Zeichen garantieren die Kontrolle durch Dritte. Laut Stiftung Warentest ist auf die Prüfzeichen allerdings nicht 100-prozentig Verlass - so enthielten zahlreiche gekennzeichnete Spielzeuge im Test trotzdem Schadstoffe.

Gibt es noch andere vertrauenswürdige Sicherheits-Siegel?

Neben dem GS-Zeichen gibt es nur hilfreiche Spezialsiegel etwa für Textilqualität (ÖkoTex Standard 100), elektrische Sicherheit (VDE) oder pädagogische Eignung (Spiel gut). Das CE-Siegel der EU dagegen, das auf vielen Spielzeugen prangt, hilft wenig, weil es der Hersteller selbst anbringt und es nicht kontrolliert wird.

Was ist speziell bei Kunststoff-Spielzeug zu beachten?

Plastik-Spielzeug sollte frei von PVC und Weichmachern (Phtalaten) sein. Diese Stoffe können schädlich für das Kind sein, wenn es sie verschluckt oder das Spielzeug in den Mund nimmt. Besser sind PP (Poly-Propylen) oder PE (Poly-Ethylen). Oft ist die Kunststoffart mit Zahlen von 1 bis 7 in einem Dreieck auf dem Produkt verschlüsselt. Hier steht die 3 für PVC. Die Kunststoffe der anderen Zahlen gelten als kaum bedenklich. Vorsicht gilt vor allem bei Billig-Spielzeug: Dort werden immer wieder hohe Konzentrationen giftiger Weichmacher entdeckt.

Ist Holzspielzeug generell unbedenklich?

Auch Holzspielzeug kann Schadstoffe enthalten. Verbraucher sollten zu unlackiertem, gewachstem Holz greifen. Vollholz ist besser als geklebtes Holz aus Pressspan oder Sperrholz, das ebenfalls Schadstoffe enthalten kann.

Wie sehe ich, woher das Spielzeug kommt?

Mehr als die Hälfte der Spielwaren in Deutschland stammt aus China. Hersteller müssen nicht angeben, wo ein Spielzeug produziert wurde. Vertrauenswürdige Firmen aber geben meist neben ihrer Adresse auch das Ursprungsland auf der Verpackung an. Produkte ohne Herstellerangabe sollten nicht gekauft werden.

Was kann ich im Laden sonst noch tun?

Verbraucherschützer empfehlen, auch auf eigene Faust zu testen. So könnten Käufer überprüfen, ob ein Spielzeug auf der Haut abfärbt oder ob es unangenehm riecht. Beides kann ein Hinweis auf Schadstoffbelastung sein. Die Qualität kann auch durch andere einfache Tests wie Zupfen an einem Plüschtier getestet werden. Auch sollte geprüft werden, ob sich Kleinteile leicht ablösen.

Was tun, wenn ich gefährliche Mängel feststelle?

Wer einen Defekt feststellt, sollte zum betreffenden Händler gehen. Bei Spielzeugen, die gegen die rechtlichen Regelungen verstoßen, so wie es beim aktuellen Test sieben Mal der Fall war, können Kunden nach Angaben der Stiftung Warentest den Kaufpreis zurückverlangen. Wer glaubt, von einem Spielzeug gehe ganz generell eine Gefahr aus, kann dies bei den Gewerbeaufsichtsämtern melden.

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Kleinkinder sind Affen sozial überlegen (Kids)

Thema: Information
Schon Kleinkinder sind den Menschenaffen sozial überlegen. Das ist das Ergebnis einer Studie mit 105 zweieinhalb Jahre alten Kindern, 106 Schimpansen und 32 Orang-Utans, die deutsche Forscher jetzt im US-Blatt "Science" veröffentlicht haben. "Was sie von den Affen unterscheidet ist, dass sie imitieren und dadurch viel schneller lernen können", sagte Esther Herrmann vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig.
 

Menschen haben ein etwa dreimal grösseres Gehirn als Menschenaffen. In einem Test etwa demonstrierte ein Forscher, wie man ein Rohr öffnet, um darin steckende Nahrung oder Spielzeug herauszuholen. Die Kinder beobachteten dies und ahmten es nach. Die Schimpansen und Orang- Utans imitierten den Wissenschaftler nicht, sondern versuchten, das Rohr zu zerstören oder den Inhalt mit den Zähnen herauszuholen.

Kinder können nonverbale Kommunikation deuten

In anderen Versuchen wiesen die Forscher nach, dass die Kinder im Gegensatz zu den Menschenaffen auch nonverbale Kommunikation - etwa per Gesten - deuten können. Die Wissenschafter versteckten etwas unter einem von zwei Bechern und zeigten auf diesen mit der Hand. Nur die Kinder erkannten dieses Zeichen und fanden das versteckte Spielzeug.

Tiere beim Gebrauch von Werkzeug überlegen

Genauso gut oder sogar überlegen waren hingegen die Schimpansen und Orang- Utans, wenn es um physische Fähigkeiten ging - etwa den Gebrauch von Werkzeugen. Den Affen gelang es zum Beispiel besser, mit einem Stock an weit weg liegendes Futter zu gelangen. Die Kinder hingegen hatten Probleme, mit dem Hilfsmittel Spielzeug zu beschaffen, dass ausserhalb ihrer Reichweite lag.

"Affen besitzen eine Knobelnatur"

Auch bei einem weiteren Versuch unterlagen die Menschenkinder: Die Wissenschafter versteckten Leckereien unter einem von drei Bechern und bewegten diese wie bei einem Hütchenspiel hin und her. Bei dem Spiel fanden die Schimpansen das Futter oft eher. "Das hatten wir so nicht erwartet", sagte Herrmann. "Sie haben verstecktes Futter schneller gefunden, kleine Summen besser addiert und Werkzeuge öfters benutzt. Affen besitzen eine Knobelnatur."

Kinder lernen vor allem durch Imitation

Allerdings können die Menschen diese Rückstände durch Lernen aufholen. "Weil wir von anderen lernen, Verhalten abschauen und es imitieren, können wir so schnell so viel klüger sein als Affen", sagte Projektleiter Michael Tomasello. Ein Mensch auf einer einsamen Insel ohne Mitmenschen und Kultur würde dagegen immer auf Affen- Niveau bleiben, da er von keinem lernen könne, vermutet er.

Und Herrmann erläuterte: "Durch das soziale Lernen können sich die Kleinkinder viel einfacher neue Fähigkeiten aneignen, indem sie angeleitet werden und imitieren. Ohne diese Fähigkeiten würden sie sich nicht viel weiter entwickeln als die Affen." Die Tests sollen nun mit den anderen Menschenaffen - Bonobos und Gorillas - wiederholt werden.



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