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Artikel zur Kategorie: Schule


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Tipps: Angst vor der Fahrschulprüfung (Schule)

Thema: Tipps

Was kann ich gegen Prüfungsangst tun?

"Herr Fahrlehrer ich sage Ihnen gleich ich bin kein Prüfungsmensch!" So oder ähnlich klingen die Worte eines aufgeregten Fahrschülers vor seiner praktischen Prüfung. Dies ist nur allzu verständlich in dieser Situation, denn die meisten Menschen sind keine Prüfungsmenschen. Was aber tun, wenn die Ängste so groß werden, daß plötzlich nur noch eine große Leere im Kopf ist? Dass man plötzlich Fehler macht, die man sonst noch nie in der Fahrausbildung gemacht hat?

Hier sei an den Spruch eines Fahrlehrers erinnert, der die Situation nur zu treffend beschreibt: "Der Fahrlehrer kennt seinen Fahrschüler sehr genau, aber nicht immer seinen Prüfling!"

Deshalb an dieser Stelle einige Tipps, wie der Druck vor oder während der Prüfung ein wenig vermindert werden kann:

•Sie und Ihr Fahrlehrer sollten vor der Prüfungsfahrt davon überzeugt sein, daß Sie es schaffen werden. Eine solide Vorbereitung vor der Prüfung ist das beste Ruhekissen. Sprüche, wie "Wir können es ja mal probieren, vielleicht klappts ja schon." bauen nur zusätzlichen Druck auf und sollten vermieden werden.

•Simulieren Sie in den letzten Fahrten Ihrer praktischen Ausbildung eine Prüfungsfahrt und werten Sie diese gemeinsam mit Ihrem Fahrlehrer aus.

•Legen Sie ihren Prüfungstermin nicht in Phasen anderer beruflicher oder persönlicher Höhepunkte, wie z.B. andere Prüfungen in Schule oder Beruf, allg. Streßsituationen auch privater Art.

•Erzählen Sie nicht überall herum, wann Ihr Prüfungstermin sein wird. Sie schleppen dann nur noch zusätzlich den Erwartungsdruck der Mitwisser mit sich herum. Wenn überhaupt, sprechen Sie nur mit Personen darüber, die Ihnen Mut machen und Sie bestärken können. Leuten, die nur zusätzliche Hektik verbreiten, sollten Sie von Ihrer Prüfung erst erzählen, wenn Sie sie bestanden haben.

•Hören Sie nicht auf die Horrorgeschichten von Leuten, die mal durchgefallen sind! Nur wenige werden bereitwillig zugeben, daß ihnen ein grober Fehler unterlaufen ist. Nicht selten wird von bösen Prüfern gesprochen und über deren Wiedererscheinen Angst und Schrecken verbreitet.

•Lenken Sie sich am Abend vor Ihrer Prüfung ein wenig ab. Durch vorheriges stundenlanges Studium des Lehrbuches werden Sie nichts Neues mehr entdecken. Sie können alles!

•Erscheinen Sie ausgeruht und pünktlich zur Prüfungsfahrt. Nehmen Sie möglichst vorher zum "Warmfahren" noch eine Fahrstunde. So können Sie sich in Ruhe bestens vorbereiten.

•Vermeiden Sie die Einnahme von Beruhigungsmitteln. Sie lindern nicht die "Prüfungsangst," sondern verringern nur Ihre Aufmerksamkeit und Konzentration bzw. Ihr Reaktionsvermögen.

•Denken Sie immer daran: Prüfer sind keine Götter. Sie wissen, daß Sie noch nicht alles wie ein alter Hase können. Es gibt keine fehlerfreien Prüfungsfahrten! Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche.

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Prüfungsangst, was tun? (Schule)

Thema: Information

Angst — sie ist ein Überbleibsel aus unserer Evolution. Innerhalb kürzester Zeit wird der Körper durch Stresshormone auf Flucht oder Kampf vorbereitet. Was für den Steinzeitjäger lebensnotwendig war, ist in der modernen Zeit scheinbar unnütz.

Wer hat Angst?
Jeder Mensch hat Angst. Ohne Angst wäre man täglich ein Stuntman. Kinder haben noch keine Angst, sofern sie noch keine schlechten Erfahrungen gemacht haben. Sie laufen einfach auf die vielbefahrene Straße, greifen auf heiße Herdplatten und versuchen bissige Hunde zu streicheln.
Drei von vier Erwachsenen sind Angstzustände geläufig. Jeder Fünfte hat schon mal in seinem Leben länger unter Angst gelitten. Bei 3 % der Bevölkerung treten Begleiterkrankungen aufgrund von Angstzuständen auf.

Welche Angststörungen gibt es?
Man unterscheidet Phobien und Angstneurosen.
Unter den verschiedenen Phobien (61 an der Zahl!) sind am bekanntesten die Angst vor Tieren, Höhenangst, Flugangst und Platzangst.
Unter den Angstneurosen versteht man Panikattacken und Zwangsstörungen (z.B. Putzzwang).

Wie funktioniert der Mechanismus der Angst?
•Zunächst nimmt man sie wahr
•dann kommt der Gedanke (oh Mann... ich schaff es nicht...)
Anmerkung dazu: Wenn ich wirklich überzeugt bin es nicht zu schaffen, warum tue ich mir die Prüfung überhaupt an? Ich schaffe es ja sowieso nicht... STOP! STOP! Dieser Gedanke mündet in die sogenannte selbsterfüllende Prophezeiung. Also, Gedanken: STOP!
•dann kommt die Angst (sichtbares Verhalten) durch Hormonausschüttung
•dann die physiologische Veränderung wie Herzrasen, hochroter Kopf
•dann die körperlichen Symptome wie Zitterfuß
Man kann übrigens an jedem Punkt diesen Kreislauf unterbrechen!

Wie gehe ich mit meiner Prüfungsangst um?
Die Prüfungsangst ist ganz normal und muss sein. Eine bestimmte Anspannung gehört zu jeder Prüfung, sonst kann es passieren, dass man die Sache zu leicht angeht. Wichtig ist nicht von außen zu viel Druck entstehen zu lassen.
- nur den Personen bescheid sagen, die dies unbedingt wissen müssen. Je weniger desto besser. Bei einem möglichen Misserfolg wird der Erklärungsbedarf geringer.
- Nicht zu wichtig nehmen. Es ist nur ein Teil unseres Lebens und entscheidet nicht über das Sein der Person oder das Leben.
- Das »nicht durchfallen dürfen«: Diese Einstellung ist kontraproduktiv. Welcher Steinzeitjäger lies sich schon gerne aufessen? Ich gebe mein bestes und mehr kann ich sowieso nicht tun. Wenn der Säbelzahntiger schneller war, Pech gehabt.
- Glück - gehört auch dazu, z.B. das berühmte Müllauto ...

Wie gehen Profis mit ihrer Versagensangst um?
»... immer weiter machen, immer weiter machen« (Oliver Kahn) ist ein sehr gutes Beispiel für die Orientierung nach vorne. Was schert mich der letzte Fehler ... es ist noch lange nicht vorbei ... kämpfen, kämpfen, kämpfen ....

Mit einem Formel-1-Fahrer wurde folgender Test durchgeführt: Er sollte eine beliebige Rennstrecke nur im Kopf abfahren. Er sollte angeben wann er über die Startlinie fährt und wann er über die Ziellinie fährt. Diese Zeit hat man gemessen und tatsächlich, sie stimmte bis auf die Sekunde genau mit den tatsächlichen Rundenzeiten überein. Unglaublich aber wahr.

Dieser Ansatz ist mein persönlicher Favorit für die Führerscheinprüfung. Der Prüfling muss jede Bedienung und jede Beobachtung kommentieren, d.h. sagen: »jetzt biege ich an der nächsten Ampel links ab, dazu schaue ich zunächst...«
Natürlich nicht laut, sondern leise.

Wie lange hält die Angst an?
Bei Panikstörung hat der Körper nach 10 - 20 Minuten alle zur Verfügung stehenden Hormone ausgeschüttet und kann nicht mehr »nachladen«. Dann lässt auch die Angst nach. Das deckt sich mit der Erfahrung, dass die stark Prüfungsnervösen meist in den ersten 15 Minuten nicht bestehen. In den ersten zwei Minuten der Prüfungsfahrt steigt der Puls von 80 (Ruhepuls) auf 130 ... 150 Schläge in der Minute. »Das Herz schlägt einem bis zum Hals«. Danach geht der Puls runter auf 90... 100 Schläge (eigene Messungen)

Diverse Mittelchen...
Medikamente beeinträchtigen die Reaktion und das visuelle Sehvermögen und sind natürlich verboten. Die Wirkung von Beruhigungsmitteln auf pflanzlicher Basis (Baldrian) ist so gering, dass sie von den Stresshormonen glatt an die Wand gedrückt werden. Jedoch tritt hier ein Placebo-Effekt auf. Man glaubt es geht einem besser. Der Glaube kann ja auch Berge versetzten. In der Medizin arbeitet man oft mit Placebos, wenn der Patient an die Wirkung glaubt, hilft es auch

Viel Glück, und toi toi toi.

Quelle: http://www.fahrtipps.de/

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Wie funktioniert ein Kernreaktor? (Schule)

Thema: Information

Der Kernreaktor

Die Spaltung

Trifft ein Neutron mit niedriger Geschwindigkeit auf einen Atomkern des Urans, so wird es absorbiert und der Kern spaltet sich in meist zwei Teile auf. Diese Spaltprodukte fliegen mit großer Geschwindigkeit auseinander. Werden sie abgebremst, so entsteht dabei Wärme. Eben diese Wärme wird in Kernkraftwerken zur Erzeugung von Elektrizität genutzt.

 

Spaltung von Uran235


Moderator

Bei jeder Kernspaltung entstehen außerdem zwei oder drei schnellfliegende Neutronen. Sollen sie weitere Atomkerne des Urans spalten, so müssen sie abgebremst werden. Als »Bremse« benutzt man in Kernreaktoren einen sogenannten Moderator. Das kann zum Beispiel normales Wasser oder auch Kohlenstoff sein. Der Zusammenstoß der schnellen Neutronen mit den Moderator-Atomen verringert ihre Geschwindigkeit. Um eine Kettenreaktion aufrecht zu erhalten, muß aus jeder Spaltung ein Neutron wiederum einen Atomkern spalten. Nun entstehen aber bei der Spaltung zwei oder drei Neutronen. Das heißt: die überflüssigen Neutronen müssen abgefangen werden. Dazu benutzt man in Kernreaktoren Neutronenfänger, die sogenannten Steuerstäbe.

Steuerung der Kettenreaktion

Mit den Steuerstäben läßt sich die Kettenreaktion regeln. Je nachdem, wie weit sie aus dem Reaktorkern, in dem die Kettenreaktion stattfindet, herausgezogen werden, stellt sich eine bestimmte Rate von Kernspaltungen ein. Ist diese Rate konstant, so ist der Reaktor »kritisch«: Verbrauch und Gewinn von Neutronen sind im Gleichgewicht. Mit Hilfe der Steuerstäbe kann man die Kettenreaktion auch ganz stoppen, also den Reaktor abschalten. Die Steuerstäbe brauchen nur ein kleines Stück in den Reaktorkern eingefahren zu werden, um die Kettenreaktion wieder zu unterbrechen. Zu einer explosionsartigen Kettenreaktion kann es aus grundsätzlichen physikalischen Bedingungen in einem Reaktor wie dem am HZB nicht kommen.

Ein Forschungsreaktor ist so aufgebaut, daß neben den Neutronen, die zur Aufrechterhaltung der Kettenreaktion benötigt werden, möglichst viele für physikalische und chemische Untersuchungen zur Verfügung stehen. Deshalb wird hier ein Teil der Neutronen durch Strahlrohre zu verschiedenen Experimentierplätzen geleitet. Die bei der Kettenreaktion entstehende Wärme ist bei einem Kernkraftwerk das erwünschte Produkt. Anders bei einem Forschungsreaktor: hier interessieren nur die Neutronen. Die Wärme ist ein Abfallprodukt. Die Kühlung des Forschungsreaktors am HZB erfolgt durch Wasser.
Zusammenfassend läßt sich sagen, daß jeder Kernreaktor fünf wesentliche Komponenten hat:

  • den Brennstoff, das Uran, das in der Regel in stab- oder plattenförmigen Brennelementen eingeschlossen ist,
  • den Moderator, der die Brennelemente umgibt,
  • die Steuerstäbe, welche je nach ihrer Stellung eine gewünschte Zahl von freien Neutronen einfangen und so die Intensität der Kettenreaktion regeln,
  • die Kühlung, die für den Abtransport der bei der Kernspaltung entstehenden Wärme sorgt,
  • die äußere Strahlenabschirmung, welche die entweichende Strahlung absorbiert.

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