
openSUSE 12.1 ist da
Verfügbar in den Versionen 32Bit & 64Bit
Artikel-Update 18.11.2011
OpenSUSE ist in Deutschland die beliebteste Linux-Distribution, auch wenn international das Betriebssystem Ubuntu mehr Anhänger hat. Die Zeit bis zur kommenden Version 12.1 haben die Entwickler vor allem dazu genutzt, Gnome und KDE auf den aktuellen Stand zu bringen. Netzwelt wirft vorab einen Blick auf die Distribution.
OpenSUSE ist traditionell sehr beliebt in Deutschland, selbst die Übernahme der Firma Suse aus Nürnberg durch den IT-Konzern Novell hat dem Linux-Betriebssystem kaum geschadet. Trotzdem hat OpenSUSE mit dem gleichen Problem wie Ubuntu zu kämpfen: Immer mehr Geräte müssen gleichzeitig bedient werden.
Nächste Version
Ubuntu begegnet dieser Herausforderung mit der Desktop-Oberfläche Unity, während OpenSUSE - wie auch die meisten Konkurrenten - weiterhin den Fokus auf GNOME und KDE legt. Insbesondere GNOME 3 hat es bereits in viele andere Distributionen geschafft, sodass OpenSUSE mit der kommenden Ausgabe Nr. 12.1 endlich nachziehen muss. Die Veröffentlichung des Betriebssystems ist für den 16. November 2011 angesetzt, schon jetzt können Nutzer aber den zweiten Release Candidate ausprobieren - bis zur finalen Fassung wird sich nicht mehr viel ändern, es sei denn die Entwickler entdecken noch schwere Fehler in OpenSUSE.
Konfiguration
OpenSUSE 12.1 RC ist wie gewohnt in mehreren Versionen erhältlich: Neben der fünf Gigabyte großen DVD für die Installation des Systems, die als 32- und 64-Bit-Variante angeboten wird, existieren noch Live-Medien mit GNOME- und KDE-Umgebung, die auf eine normale CD oder einen handelsüblichen USB-Stick passen. Die Netzwerk-Medien sind nur für Experten geeignet, die alle Pakete unbedingt aus dem Internet installieren möchten, um ein möglichst aktuelles System zu erhalten. Apropos Pakete: Bestehende Installationen von OpenSUSE können durch Änderung der Paketquellen in Yast auf die neue Version aktualisiert werden.

Mit Firefox 7 bringt OpenSUSE 12.1 einen topaktuellen Browser mit. (Bild: Screenshot)
GNOME 3.2
Die wichtigste Neuerung von OpenSUSE 12.1 stellt GNOME 3.2 dar: Mit der Desktop-Umgebung wird das angestaubte GNOME 2.6 endgültig in Rente geschickt, das noch in OpenSUSE 11.3 enthalten war. GNOME 3.2 besticht durch eine angenehme Oberfläche, deren Kinderkrankheiten mittlerweile größtenteils ausgeräumt sind. Wer ein System ohne Grafikkarte mit 3D-Fähigkeiten besitzt, kann durch das Boot-Argument "gnome.fallback=1" dafür sorgen, dass die alternative 2D-Umgebung gestartet wird. Die automatische Erkennung von GNOME, ob 3D-Effekte nutzbar sind, sowie das Umschalten auf 2D klappt nicht auf jedem PC ganz reibungslos.
KDE 4.7
Das darf aber nicht OpenSUSE selbst angelastet werden, die Entwickler haben nur begrenzten Einfluss auf das GNOME-Projekt. Gibt es mit dem GNOME-Desktop dauerhaft Probleme, können Nutzer wie gewohnt zu KDE wechseln. OpenSUSE ist auch hier auf dem aktuellen Stand und bringt die Version 4.7 mit, die deutlich an Geschwindigkeit zugelegt hat. Grund dafür ist die Überarbeitung des Fenstermanagers KWin, der nun mit OpenGL 2 und OpenGL ES 2 zurechtkommt, auf die viele Grafikchips in Notebooks optimiert sind. KDE 4.7 hat außerdem die beliebte Bildverwaltung DigiKam 2.0 und zahlreiche weitere Neuerungen im Angebot.

LibreOffice erledigt weiterhin die Büroarbeit von OpenSUSE. (Bild: Screenshot)
Fazit
OpenSUSE 12.1 wirkt im Vergleich zur letzten Version deutlich frischer, was vor allem durch das neue KDE und GNOME hervorgerufen wird. Mit Kernel 3.1, dem neuem Kernel-Mode-Setting für zahlreiche Grafiktreiber und einem erweiterten systemd wurden auch die technischen Grundlagen im Hintergrund überarbeitet.
(Pics: netzwelt.de)
DOWNLOADS
DOWNLOAD VON OPENSUSE 12.1 -> hier (neue version) NEU!
DOWNLOAD VON OPENSUSE 11.4 -> hier (Vorige version)
QUELLE -> opensuse.org
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