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Zauber der Weihnacht 2010 - Stadthalle Graz (Info)

Veranstaltungen Veranstaltung  Veranstaltung
Termindatum: Samstag, 18. Dezember 2010  Startzeit: 20:00h
Enddatum: Samstag, 18. Dezember 2010  Ende: 22:00h

Zauber der Weihnacht 2010

Eine hochkarätige Starbesetzung, ein Moderator der das Publikum in seinen Bann zieht und eine fröhliche, vorweihnachtliche Stimmung: Mit diesem Erfolgsrezept wurde 2006 der Grundstein für eine der erfolgreichsten Konzerttourneen gelegt. „Zauber der Weihnacht“ hat sich in den letzten Jahren zu einem fixen Bestandteil für alle Volksmusik- und Schlager-Fans entwickelt. Pünktlich zur stillen Zeit werden die beliebten Interpreten ab Dezember wieder durch Österreich touren. Dieses Jahr werden: Monika Martin, Die Ladiner, Das Nockalm Quintett, Sigrid & Marina, Die Jungen Tenöre und Udo Wenders ihr Publikum auf nicht alltägliche Weise begeistern. Neben gefühlvollen weihnachtlichen Titeln werden sie auch wieder einige aktuelle und erfolgreiche Hits zum Besten geben.

Moderation: Markus Wolfahrt

Gruppenermässigungen ab 20 Personen erhalten Sie in unserer B2B Abteilung unter: b2b@oeticket.com


Stadthalle Graz

Lage & Anfahrt:
Öffentliche Verkehrsmittel Strassenbahnlinie 4 / Station Messeplatz

Anreise mit dem PKW Autobahn-Abfahrt Graz-Ost (1,5 km)

Parkmöglichkeiten: Je nach Veranstaltung stehen folgende Parkplätze zur Verfügung: P1 Fröhlichgasse (1200 PKW) P3 Messegelände (400 PKW)

Hotels in der Nähe:
Amedia Hotel Conrad-von-Hötzendorf-Strasse 60 8020 Graz Email: graz@amediahotels.com

Hotel Mercure Waltendorfergürtel 8-10 8010 Graz Email: H2212@accor.com

Augartenhotel Graz Schönaugasse 53 8010 Graz Email: customer.service@venere.com


Weitere Hotels in Graz:

Hotel Das Weitzer, Grieskai 12-16, 8020 Graz. Email: reservations@weitzer.com oder Tel. +43 (0)316 703-400 oder www.hotelweitzer.com

Hotel Wiesler, Grieskai 4-8, 8020 Graz. Email: reservations@hotelwiesler.com oder 
Tel. +43 (0)316 703-400 oder www.hotelwiesler.com

hotel daniel, Europaplatz 1, 8020 Graz. Email: reservations@hoteldaniel.com oder 
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Sehenswürdigkeiten in der Nähe: Zu Fuss ca. 20 Minuten in die Altstadt mit Schlossberg, Kunsthaus, Landeszeughaus, Murinsel uvm. Die Strassenbahnlinie 4 bringt Sie direkt auf den Hauptplatz.

Info zur Veranstaltungsstätte

Stadthalle Graz
Messeplatz 1, 8010 Graz
Österreich

Das Thema Gastritis (Gesundheit)

Information (Entzündung der Magenschleimhaut)

Unter einer Gastritis versteht man eine Entzündung der Magenschleimhaut. Diese kleidet den Magen an seiner Innenseite aus und schützt die tiefer liegenden Schichten der Magenwand vor dem aggressiven Magensaft, der wiederum von spezialisierten Zellen der Magenschleimhaut produziert wird. Die entzündlichen Veränderungen der Schleimhaut können sowohl den gesamten Magen betreffen als auch isoliert in einzelnen Abschnitten des Verdauungsorgans auftreten.

Insgesamt handelt es sich bei der Gastritis um ein vielgestaltiges (heterogenes) Krankheitsbild, das in verschiedenen Formen auftreten und diverse Ursachen haben kann. Grundsätzlich unterschieden werden akute Magenschleimhautentzündungen, die rasch auftreten und nach kurzer Zeit wieder abklingen, und chronische Gastritiden, bei denen die Entzündung über einen langen Zeitraum anhält und ohne Behandlung Jahre oder sogar lebenslang bestehen kann.

Die chronische Gastritis zählt bei Menschen höheren Alters zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Es wird angenommen, dass in den westlichen Industrienationen beinahe die Hälfte der über 50-Jährigen von einer chronischen Gastritis betroffen ist. Allerdings sind viele dieser Patientinnen und Patienten vollkommen beschwerdefrei. Die Magenschleimhautentzündung wird dann häufig nur durch Zufall entdeckt.




Welche Ursachen haben akute und chronische Gastritiden?

Akute Gastritis

Eine akute, also kurzzeitige Gastritis kann durch zahlreiche Faktoren ausgelöst werden. Häufige Ursache ist etwa der (übermässige) Konsum von Substanzen, die die Magenschleimhaut reizen. Dazu gehören beispielsweise Nikotin und Alkohol. Darüber hinaus können bestimmte Medikamente die schützende Schleimhautbarriere des Magens angreifen und so eine akute Gastritis hervorrufen. An erster Stelle zu nennen sind hier Schmerzmittel aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR), deren bekanntester Vertreter die Acetylsalicylsäure (ASS) ist. Weitere mögliche Auslöser der akuten Erkrankungsform sind massive Stress- und Schocksituationen - also etwa schwere Verletzungen und Verbrennungen oder grosse Operationen.

Chronische Gastritis

Bei der chronischen Gastritis werden in Abhängigkeit von den Ursachen die folgenden drei Hauptformen unterschieden:
Typ-A-Gastritis (Autoimmungastritis)

Diese Form der Magenschleimhautentzündung gehört zu den sogenannten Autoimmunerkrankungen. Das bedeutet, dass das Immunsystem fälschlicherweise Abwehrsubstanzen gegen körpereigenes Gewebe bildet. Bei der Typ-A-Gastritis richten sich diese Autoantikörper gegen jene Drüsenzellen der Magenschleimhaut, die den Magensaft produzieren (Belegzellen).

Zudem finden sich häufig auch Antikörper gegen den ebenfalls von den Belegzellen hergestellten Intrinsic-Factor, der zur Aufnahme von Vitamin B12 benötigt wird. Infolgedessen kann bei den Betroffenen ein Vitamin-B12-Mangel auftreten, der sich durch Störungen der Blutbildung (perniziöse Anämie), aber auch durch neurologische Symptome äussern kann.

Die Typ-A-Gastritis bleibt in aller Regel auf den oberen Teil des Organs beschränkt. Mit einem Anteil an den Erkrankungsfällen von rund fünf Prozent gehört die Autoimmungastritis zu den vergleichsweise seltenen Formen der chronischen Magenschleimhautentzündung.
Typ-B-Gastritis (Helicobacter-Gastritis)

Mit einem Anteil von über 80 Prozent ist die Typ-B-Gastritis die mit Abstand häufigste chronische Magenschleimhautentzündung. Verursacht wird sie durch eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori. Dieser Keim wird durch fäkal-orale Ãœbertragung von Mensch zu Mensch übertragen - also etwa durch den Verzehr von Lebensmitteln, die mit Kot kontaminiert sind, oder durch solcherart verunreinigtes Trinkwasser. Im Magen besiedelt Helicobacter pylori zunächst den unteren Abschnitt vor dem Magenpförtner, das sogenannte Antrum. Von dort können sich die Bakterien im Lauf der Zeit ausbreiten und letztlich im gesamten Magen zur Entzündung der Schleimhaut führen (Pangastritis).

Erhebungen zufolge sind in den westlichen Industrienationen zwischen 20 und 50 Prozent aller Einwohner mit diesem Magenkeim infiziert, wobei die Wahrscheinlichkeit mit dem Lebensalter zunimmt. In manchen Entwicklungsländern liegt die Rate bei über 80 Prozent, was auf schlechtere hygienische Verhältnisse zurückzuführen sein dürfte, die eine Ansteckung über Essen und Trinken begünstigen. Allerdings entwickeln nicht alle Menschen, die Helicobacter pylori in sich tragen, eine Magenschleimhautentzündung.

Problematisch ist, dass die Helicobacter-Gastritis zu einer Reihe von teils schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen kann. So ist etwa das Magengeschwür (Ulcus ventriculi) sehr oft mit einer Helicobacter-Infektion assoziiert. Darüber hinaus gilt der Keim als Risikofaktor für eine Erkrankung an Magenkrebs.
Typ-C-Gastritis (chemisch-toxische Gastritis)

Diese auch chemisch-toxische Gastritis genannte Form wird durch Substanzen hervorgerufen, die schädigend auf die Magenschleimhaut einwirken. Dazu gehört beispielsweise Gallenflüssigkeit, wenn diese aus dem Zwölffingerdarm (Duodenum) in den Magen zurückfliesst.

Häufigste Ursache einer C-Gastritis ist die (dauerhafte) Einnahme nicht-steroidaler Antirheumatika (NSAR). Aber auch andere magenreizende Medikamente sowie übermässiger Alkoholkonsum können die Erkrankung bedingen. Die Typ-C-Gastritis macht rund zehn Prozent aller chronischen Magenschleimhautentzündungen aus.

Neben diesen drei Haupttypen chronischer Gastritiden gibt es noch einige seltene Formen der Erkrankung, wie etwa die Crohn-Gastritis oder die Riesenfaltengastritis.


Wie äussert sich eine Gastritis?

Bei einer akuten Gastritis setzen die Beschwerden in der Regel plötzlich ein und stehen in engem zeitlichem Zusammenhang mit dem Auslöser - sie treten also beispielsweise nach übermässigem Alkoholkonsum am Vorabend auf. Typische Symptome sind ein Druckgefühl und teilweise starke Schmerzen im Oberbauch, Ãœbelkeit, Appetitlosigkeit, Aufstossen und ein unangenehmer Geschmack im Mund. Oft werden die Beschwerden nach dem Essen kurzzeitig besser, um dann mit voriger Heftigkeit zurückzukehren.

Eine chronische Magenschleimhautentzündung entwickelt sich hingegen langsam. Bei vielen Patienten verursacht sie keinerlei Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, sind diese oft unspezifisch und können auch andere Ursachen haben. Zu diesen uncharakteristischen Beschwerden gehören Völlegefühl, Ãœbelkeit, Appetitlosigkeit, eine Abneigung gegen bestimmte Nahrungsmittel, Druckgefühl und Schmerzen im Oberbauch, Blähungen und Durchfall.


Wie wird die Erkrankung diagnostiziert?

Die einzige Methode, mit der eine Gastritis zweifelsfrei festgestellt werden kann, ist die Magenspiegelung (Gastroskopie). Bei dieser Untersuchung wird ein schlauchförmiges, mit einer speziellen optischen Vorrichtung versehenes Instrument über den Mund und die Speiseröhre in den Magen vorgeschoben.

Mithilfe dieses sogenannten Endoskops ist es dem Arzt oder der Ärztin möglich, die Magenschleimhaut zu begutachten bzw. die Lokalisation und Ausdehnung einer allfälligen Entzündung festzustellen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Gewebeproben zu entnehmen, die in weiterer Folge im Labor untersucht werden. Eine solche Gewebeentnahme oder Biopsie dient wie die Magenspiegelung selbst nicht zuletzt dazu, andere Erkrankungen als Ursache für die Beschwerden auszuschliessen (z.B. ein Magengeschwür oder Magenkrebs).

Darüber hinaus lässt sich mittels Gewebeprobe auch prüfen, ob bei der betreffenden Person eine Infektion mit Helicobacter pylori vorliegt. Der Keim kann aber auch anhand eines einfach durchzuführenden Atemtests nachgewiesen werden. Ergänzend wird bei Personen mit Magenbeschwerden meist noch eine Laboruntersuchung des Blutes durchgeführt. Andere diagnostische Verfahren wie eine Röntgenuntersuchung sind nur in Ausnahmefällen notwendig.


Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Therapie der Magenschleimhautentzündung richtet sich nach den Ursachen, die es nach Möglichkeit zu beseitigen gilt. So wird man beispielsweise bei einer durch NSAR-Einnahme bedingten Typ-C-Gastritis versuchen, auf nicht-steroidale Antirheumatika zu verzichten bzw. die NSAR durch andere Schmerzmittel zu ersetzen.

Das wichtigste Behandlungsverfahren bei einer Typ-B-Gastritis ist die sogenannte Eradikationstherapie. Dabei nehmen die Patienten über einen gewissen Zeitraum eine Kombination aus zwei verschiedenen Antibiotika (z.B. Clarithromycin und Amoxicillin bzw. Metronidazol) und einem Protonenpumpenhemmer (z.B. Omeprazol, Pantoprazol oder Esomeprazol) ein. Mithilfe dieser Triple-Therapie lässt sich die Infektion mit Helicobacter pylori in mehr als 90 Prozent der Fälle beseitigen. Ob die Behandlung erfolgreich war, kann einige Wochen später anhand einer Gastroskopie oder eines Atemtests überprüft werden.

Unbedingt durchführen sollte man diese Behandlung, wenn die B-Gastritis Beschwerden verursacht oder bereits zu Folgeerkrankungen wie einem Magengeschwür geführt hat. Bei einer nur geringgradig ausgeprägten Helicobacter-induzierten Magenschleimhautentzündung ist der Wert der Eradikationstherapie hingegen noch nicht eindeutig geklärt. Arzt und Patient sollten Nutzen und Risiken gemeinsam abwägen. Zu den möglichen Nebenwirkungen der Behandlung zählen Ãœbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Völlegefühl und Sodbrennen.

Eine Gastritis vom Typ A hingegen lässt sich nicht ursächlich behandeln. Hier ist es von Bedeutung, bei krankheitsbedingtem Mangel eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12 zu gewährleisten. Je nach Schweregrad der Entzündung erhalten die Patienten Medikamente, welche die Magensäureproduktion reduzieren. Am effektivsten sind hier die bereits erwähnten Protonenpumpenhemmer (auch: Protonenpumpeninhibitoren, PPI).

Alternativ können sogenannte H2-Rezeptoren-Blocker (z.B. Cimetidin, Ranitidin) eingesetzt werden. Sie blockieren die H2-Rezeptoren der Belegzellen und sorgen auf diese Weise dafür, dass weniger die Magenschleimhaut schädigende Magensäure hergestellt wird. Unter Einnahme von Medikamenten dieser Wirkstoffgruppe wurden etwa Kopfschmerzen, Ãœbelkeit, Durchfall, Gynäkomastie oder verminderte Libido beobachtet. PPI oder H2-Blocker werden zur Linderung der Beschwerden auch oft bei akuter Magenschleimhautentzündung eingesetzt.

Unabhängig vom Typ gilt bei einer Gastritis immer: Alles, was die Magenschleimhaut reizt, sollte gemieden werden. Dazu gehören das Rauchen und übermässiger Alkoholkonsum, aber auch sehr scharfes oder sehr heisses Essen. Bei einer stressbedingten Entzündung der Magenschleim können Entspannungstechniken hilfreich sein.

KINGS OF LEON - Wiener Stadthalle (Info)

Veranstaltungen Konzerte  Konzerte
Termindatum: Samstag, 04. Dezember 2010  Startzeit: 19:30h
Enddatum: Samstag, 04. Dezember 2010  Ende: 21:30h

KINGS OF LEON
Samstag, 4.Dezember 2010, 19:30 Uhr
» wiener stadthalle - Halle D

Preiskategorien: (Preise inkl. Entgelte)
A - 56,80 EUR
B - 53,50 EUR
C - 51,30 EUR
D - 45,80 EUR
R - 23,90 EUR
R = Rollstuhl

Die Könige sind zurück!
KINGS OF LEON live am Samstag, 4. Dezember, in der Stadthalle Wien.

Das unglaubliche Phänomen Kings Of Leon ging mit Only By The Night in die nächste Runde. In zehn Ländern katapultierte sich das vierte Album des Quartetts aus Nashville in die Top 10 der Charts, räumte Grammys und Brit Awards ab und wurde acht Mal mit Platin ausgezeichnet. Sex On Fire oder Use Somebody kennt heute jedes Kind. Das Mojo Magazin nannte den musizierenden Familienbetrieb The Biggest Band in The World, der Rolling Stone erklärte die Jungs aus Tennessee zu America's Hottest Band, Spin nannte sie Rock Könige und als vitalste Gruppe der Welt gelten Kings Of Leon auch noch. Nicht, dass die Brüder Nathan, Caled und Jared wie ihr Cousin Matthew den Alternative Rock neu erfinden, aber die vier Männer mit dem selben Nachnamen Followill setzen alle bekannten Erfolgsrezepte konsequent um. Dass sie mit ihren leidenschaftlichen Rock-Dramen, dem Pathos, der Fähigkeit im Stadion zu bestehen und den hymnischen Melodien nirgends so gross wie in England sind, verdeutlicht auch das neue, bereits fünfte Album Come Around Sundown auf ganzer Linie. Neben den typischen Grunge-Elementen dominieren britische 80er-Klänge und das Quartett zieht mit ihrem wuchtigen Sound, der voluminösen Produktion in Kathedralen ein, die sich eigentlich im Besitz von U2 befinden. Schon Only By The Night markierte den deutlichsten Bruch, den es je von Platte zu Platte bei ihnen gab. Kings Of Leon legen aber nocheinmal nach, fahren die Southern Rock-Einflüsse erneut merklich zurück. Mit ihrem epischen Wide-Screen-Sound verabschieden sich die Jungs aus den Hallen und sind endgültig in den Arenen angekommen. So wie Radiohead, Oasis, Elton John, Pearl Jam oder U2, allesamt bekennende Fans einer unprätentiösen Gruppe, die ein ganzes Jahrzehnt mitdominieren könnte.
Kategorie: Konzerte, Konzerte (Pop / Rock)
Veranstalter:
SKALAR ENTERTAINMENT GMBH
Alserstrasse 23/30, 1080 Wien

Das Thema Syphilis (Gesundheit)

Information






Syphilis ist eine sexuell übertragbare Krankheit, die durch das Bakterium Treponema pallidum verursacht wird. Die Geschlechtskrankheit, die auch unter den Bezeichnungen "Lues" oder "harter Schanker" bekannt ist, macht sich anfangs durch gerötete Geschwüre im Genital- oder Mundbereich sowie Lymphknotenschwellungen bemerkbar. Unbehandelt verläuft Syphilis in mehreren Stadien, wobei im ersten und zweiten Stadium eine Spontanheilung möglich ist. Bleibt eine Therapie aus, kann die Erkrankung chronisch werden und schliesslich sogar tödlich verlaufen.


Weltweit kommt es jährlich zu etwa zwölf Millionen Neuerkrankungen. In Westeuropa ging die Zahl der Syphilisfälle gegen Ende der 1980er-Jahre infolge intensiver HIV-Aufklärungskampagnen zurück, steigt jedoch seit 2001 wieder an. Wurden in Österreich im Jahr 1993 noch 124 Syphilisfälle gemeldet, waren es 2006 mit 267 mehr als doppelt so viele. Seitdem sind die Zahlen der erfassten Neuerkrankungen weiter gestiegen: 2007 auf 441 und 2008 auf 551 Fälle. Am häufigsten betroffen sind Menschen im Alter von 30 bis 40 Jahren, wobei Männer häufiger erkranken als Frauen.


Wie kann man sich mit Syphilis anstecken?

Syphilis wird hauptsächlich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen, und zwar auch durch Sexualpraktiken wie Oral- und Analverkehr. Die Verwendung von Kondomen ist daher die effektivste Möglichkeit, sich vor Syphilis zu schützen. Ãœbertragungen durch Bluttransfusionen oder verunreinigte Nadeln sind möglich, aber extrem selten. Auch eine Ansteckung des ungeborenen Kindes im Mutterleib ist möglich.


Wie verläuft Syphilis?

Syphilis verläuft unbehandelt in vier Stadien, wobei auch eine Spontanheilung möglich ist. Ohne Therapie werden also nicht notwendiger Weise alle vier Stadien durchlaufen. Während die Syphilis in den Stadien I und II zum Teil hochansteckend ist, ist die Infektiosität danach wesentlich geringer. Das dritte und das vierte Stadium treten aufgrund der guten therapeutischen Möglichkeiten jedoch heute nur noch sehr selten auf. Die Zeit von der Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch (Inkubationszeit) beträgt mindestens zehn, längstens 90 Tage und liegt im Durchschnitt bei zwei bis drei Wochen.
Primärstadium
Die ersten Symptome der Syphilis treten vorwiegend nahe der Eintrittsstelle der krankheiterregenden Bakterien auf, also an Penis, Schamlippen oder Gebärmutterhals. Durch Oral- und Analverkehr können sich die Geschwüre auch an den Lippen, in der Mundhöhle, im Rachen sowie am After und im Rektum manifestieren. Zu Beginn entsteht ein dunkelroter Fleck, der sich in ein gerötetes Geschwür mit verhärteten Rändern entwickelt. Dieses Geschwür sondert eine farblose Flüssigkeit ab, die Krankheitserreger in grosser Menge enthält. Das Geschwür, das aufgrund der harten Ränder auch als "harter Schanker" bezeichnet wird, ist zumeist schmerzlos. Im Verlauf der folgenden Wochen entstehen im Bereich des Geschwürs Lymphknotenschwellungen, die ebenfalls schmerzlos sind.

Das Geschwür kann auch ohne Behandlung nach vier bis sechs Wochen von selbst abheilen. Bei 60 bis 70 Prozent der Betroffenen ist das Geschwür das einzige Krankheitszeichen.
Sekundärstadium
Im zweiten Stadium, etwa acht Wochen nach der Ansteckung, breitet sich die Syphilis über die Blut- und Lymphbahnen im Körper aus. In diesem Stadium sind fast alle Organsysteme betroffen. Zu Beginn können Fieber, Müdigkeit, Kopf-, Gelenks- oder Muskelschmerzen auftreten. Gleichzeitig besteht fast immer eine harte Schwellung der Lymphknoten. Die meisten Erkrankten entwickeln zehn Wochen nach der Ansteckung einen nicht-juckenden, masernähnlichen Hautausschlag (Syphilid). Nach einigen Tagen entstehen aus den Flecken Knötchen mit rotbräunlicher Farbe, die zum Teil auch Schuppen bilden. Dieser Hautausschlag kann am gesamten Körper auftreten, charakteristisch ist er jedoch an den Handflächen und Fusssohlen. Weitere mögliche Symptome sind mottenfrassartiger Haarausfall, himbeerförmige, gutartige Tumore auf der Kopfhaut, Plaques in den Mundhöhlen und derbe Hautknoten in den Achselfalten. All diese Symptome verschwinden nach ca. vier Monaten wieder, können unbehandelt aber immer wieder auftreten.

Nach dem Sekundärstadium sind die Betroffenen für gewöhnlich ein bis drei Jahre beschwerdefrei. Dieser Ruhezustand wird als Lues latens bezeichnet. In manchen Fällen dauert die Lues latens einige Jahrzehnte, eventuell sogar lebenslang. Während dieser Latenzzeit befinden sich die Krankheitserreger unverändert im Körper. Somit sind die Betroffenen immer noch ansteckend, wobei die Ansteckungsgefahr zurückgeht, je länger die Latenzzeit anhält. Eine Ausnahme bilden HIV-Patienten, bei denen ein direkter Ãœbergang vom Sekundär- ins Tertiärstadium ohne Latenzzeit möglich ist.
Tertiärstadium
Bei Ausbleiben der Behandlung kann es zum dritten Stadium der Krankheit kommen. Es bilden sich gummiartige, verhärtete Knötchen, die zu grossen Hautgeschwüren zusammenwachsen. Diese für das Tertiärstadium der Syphilis typischen Hautveränderungen werden in der Fachsprache auch als "Gummen" bezeichnet.

Bei etwa zehn Prozent aller Unbehandelten entstehen circa 30 Jahre nach der Infektion Knoten an der Hauptschlagader. Diese Spätkomplikation der Syphilis ist besonders gefährlich, weil es zu einer Erweiterung der Hauptschlagader (Aortenaneurysma) kommen kann. Reisst das Aortenaneurysma, verblutet der Betroffene innerlich.
Neurolues
Im vierten Stadium steht die Erkrankung des zentralen Nervensystems (Neurolues) im Vordergrund. Etwa 25 Prozent der unbehandelten Personen erkranken an chronischer Gehirnentzündung, die zu geistigem Abbau und Demenz führt. Das Rückenmark und seine austretenden Nerven werden so stark geschädigt, dass es zu Schmerzen in Armen und Beinen, Gangschwierigkeiten bis hin zur Lähmung sowie zu Störungen der Blasen- und Darmentleerung kommt. Da die Syphilisbakterien in diesem Stadium vorwiegend das Grosshirn befallen, können auch kurzfristige Persönlichkeitsveränderungen, Krämpfe und Koma auftreten.

Eine mittlerweile selten gewordene Form der Syphilis ist die angeborene Syphilis, im Fachjargon Lues connata. Da im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen ein Syphilis-Screening stattfindet, wird die Krankheit zumeist rechtzeitig erkannt und therapiert. Prinzipiell ist die Plazenta etwa ab der 12. Schwangerschaftswoche für die Treponema-pallidum-Bakterien durchgängig. Je kürzer die Infektion der Mutter zurückliegt, umso höher die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung des Fötus. Infiziert sich die Mutter während der Schwangerschaft, beträgt die Ãœbertragungsrate bis zu 100 Prozent.

Wird die Schwangere keiner Therapie zugeführt, kommt es bei 30 bis 40 Prozent der Schwangerschaften zu Fehl- oder Frühgeburten. Ein wesentlicher Anteil der Kinder ist bei der Geburt unauffällig, erkrankt aber innerhalb der ersten acht Monate.


Wie wird die Diagnose gestellt?

Am Anfang erhebt der Arzt oder die Ärztin die Krankengeschichte (Anamnese). Bereits die Schilderung der typischen Krankheitszeichen kann einen entscheidenden Hinweis auf die Erkrankung geben. Anschliessend folgt eine körperliche Untersuchung.

Im ersten Stadium der Syphilis können die Treponema-pallidum-Bakterien anhand eines Abstrichs vom Geschwür nachgewiesen werden. Bei Verdacht auf Syphilis bringt eine Blutuntersuchung Sicherheit. Befürchtet man, dass sich die Erreger auf das zentrale Nervensystem ausgebreitet haben, wird auch eine Probe der Rückenmarksflüssigkeit entnommen.


Wie wird Syphilis behandelt?

Seit der Entdeckung des Penicillins 1928 ist Syphilis behandelbar und heilbar. Bei einer Penicillin-Allergie werden andere Antibiotika (z.B. Cephalosporine, Tetrazykline, Makrolide) verwendet. Erkrankungen, die sich im Primär- und Sekundärstadium befinden, werden zwei Wochen lang mit Antibiotika bekämpft. Dabei wird ein- oder zweimal ein lange wirksames Penicillin gespritzt. Die späten Formen der Syphilis werden mindestens drei Wochen lang behandelt, die Neurolues zudem mit wesentlich höheren Dosen. Als häufigste Nebenwirkungen der Therapie treten grippeähnliche Symptome (Schüttelfrost, Fieber, Kopfschmerzen) auf. Im Anschluss an die Therapie wird nach jeweils drei, sechs, neun und zwölf Monaten eine Nachuntersuchung (körperliche Untersuchung und Blutabnahme) durchgeführt.

Da bis zu 60 Prozent aller Sexualpartner von Betroffenen ebenfalls infiziert sind, ist eine Untersuchung des Partners bzw. der Partner unbedingt notwendig. Ist man im ersten Stadium erkrankt, sollte man alle Sexualpartner der vergangenen drei Monate informieren. Befindet man sich bereits im zweiten Stadium, müssen alle Sexualpartner der letzten zwei Jahre informiert werden.


Prognose

Unbehandelt kommt es bei 33 bis 50 Prozent der Betroffenen zu einer Heilung. Demgegenüber steht jedoch ein Anteil von etwa zehn Prozent, die ohne Behandlung versterben. Die Prognose ist im Allgemeinen umso besser, je früher die Therapie erfolgt. Wird die Syphilis bereits im ersten oder zweiten Stadium mit Antibiotika behandelt, heilt sie fast immer folgenlos aus. Auch im tertiären Stadium ist die Behandlung in der Regel wirksam, bereits eingetretene Organschäden sind jedoch meist nicht mehr rückgängig zu machen. Im vierten Stadium ist die Prognose schlecht.

M.I.A. – Live im Gasometer (Info)

Veranstaltungen Konzerte  Konzerte
Termindatum: Dienstag, 30. November 2010  Startzeit: 20:00h
Enddatum: Dienstag, 30. November 2010  Ende: 22:00h

M.I.A. – Live im Gasometer! zurück


Nein, M.I.A. hat nichts mit der deutschen Band „MIA“ zu tun. M.I.A. ist der Künstlername der jungen Musikerin Maya Arulpragasam und ist derzeit auf den Bühnen der Welt zu Hause. Am 30. November macht die Ausnahmekünstlerin Station in Wien und gibt ein Konzert im Wiener Gasometer. Raiffeisen Club-Mitglieder sind günstiger dabei!

In London geboren, auf Sri Lanka die Kindheit verbracht, in den Londoner Clubszene erwachsen geworden und bereits mit Anfang zwanzig ein unstreitbares Talent, auf das die weltweite Musikszene sämtliche Augen geworfen hat: Das ist kein Märchen, sondern die Geschichte der Maya Arulpragasam.

Ihr einzigartiger Stil ist eine wilde Mischung aus Dancehall und Elektro, sowie HipHop und asiatischen Bhangra-Elementen prägen ihre Musik. Nach ihrem zweiten Album verkündet Maya bei einem Auftritt im Juni 2008 auf einem Festival in Tennessee ihren Rücktritt vom Bühnendasein: "Thanks for coming to my last gig." Aus ihren anfänglichen Plänen, die neugewonnene Freizeit in eine Filmkarriere zu investieren, wird jedoch nichts. Der Song "Paper Planes" wird zum Riesenhit, weshalb die Britin beschliesst, ihren unbefristeten Urlaub vom Musikbusiness abzubrechen und sich ans Songwriting für ihr drittes Album "Maya" zu machen das im Juli 2010 erschienen ist.

Dieses Highlight im heurigen Konzertkalender sollte man sich nicht entgehen lassen! Für Raiffeisen Club-Mitglieder gibt es eine exklusive Ermässigung auf die Tickets und ein Gewinnspiel!

Wann geht’s los?
30. November 2010
Einlass 19:00
Beginn 20:00

Wo musst du hin?
Guglgasse 8, Gasometer B,
1110 Wien


Wie kommst du zu Tickets?
Karten erhältst du in allen Filialen der Raiffeisen Banken Wien und Niederösterreich und online auf www.ticketbox.at! Club-Mitglieder erhalten eine Ermässigung auf ihre Tickets!

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) (Gesundheit)

Information






Bei einer Hypothyreose werden die von der Schilddrüse produzierten Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) in zu geringem Ausmass hergestellt. Als Folge dieser Mangelversorgung des Körpers mit Schilddrüsenhormon laufen verschiedene Stoffwechselprozesse verlangsamt ab. Körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zeigen sich vermindert.


Schilddrüsenerkrankungen gehören zu den häufigsten hormonellen Erkrankungen: Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge leiden 0,5 bis 1,2 Prozent der Bevölkerung an Erkrankungen, die zu einer Hypothyreose führen, und dabei Frauen sehr viel öfter als Männer. Mit zunehmendem Lebensalter steigt die Erkrankungsrate an.

Die Schilddrüse (Pfeile) ist im unteren Teil des Halses, direkt unter dem Schildknorpel lokalisiert.




Wo liegt die Schilddrüse, und welche Funktion hat sie?


Die in der medizinischen Fachsprache auch als Glandula thyroidea bezeichnete Hormondrüse liegt unterhalb des Kehlkopfs direkt vor und an den Seitenflächen der Luftröhre. Die Form der bei Erwachsenen rund zehn Zentimeter breiten Schilddrüse wird gerne mit der eines Schmetterlings verglichen oder als "H-förmig" beschrieben.

Hauptaufgabe der Schilddrüse ist die Produktion der Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3). Diese Botenstoffe haben Einfluss auf zahlreiche Stoffwechselprozesse sowie auf Wachstum und Entwicklung. Bestimmte Zellen in der Schilddrüse bilden vor allem das Hormon T4 und lagern es in kleinen Bläschen in der Schilddrüse, den Schilddrüsenfollikeln. Später wird T4 ins Blut abgegeben, wo es ein Depot bildet. Von dort wird das stoffwechselaktive Hormon T3 in verschiedene Gewebe und Organe wie Leber, Niere oder Gehirn abspaltet.

Am besten wird der Bedarf an Schilddrüsenhormonen durch die Bestimmung des Steuerungshormons TSH (Thyreoidea stimulierendes Hormon) widergegeben. Die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) reguliert durch das TSH die Ausschüttung der Schilddrüsenhormone ins Blut. Ein Anstieg des TSH-Wertes im Blut ist das erste Zeichen einer Schilddrüsenunterfunktion.

So funktioniert dieser komplizierte Regulationsmechanismus im Detail:
Registriert das Gehirn, dass vermehrt Bedarf an Schilddrüsenhormon besteht, produziert der im Zwischenhirn liegende Hypothalamus den Botenstoff TRH (Thyreotropin Releasing Hormone).
Dieses Hormon gelangt über das Blut in die Hirnanhangsdrüse und regt die Hypophysenzellen zur Bildung und Ausschüttung des Hormons TSH an.
In weiterer Folge gelangt TSH über die Blutbahn zu den Zellen der Schilddrüse, fördert das Wachstum der Schilddrüsenzellen und regt diese Zellen an, T3 und T4 zu produzieren und ins Blut abzugeben.
Ist der vermehrte Bedarf an Schilddrüsenhormon wieder ausgeglichen, wird die weitere Ausschüttung von TSH wieder gedrosselt.

Bei gesunden Menschen hält dieser "thyreotrope Regelkreis" den Blutspiegel von T3 und T4 innerhalb eines bestimmten Normbereichs. Medizinerinnen und Mediziner sprechen dann von einer "euthyreoten Stoffwechsellage", was "regelrechte Schilddrüsenfunktion" bedeutet.

Produziert die Schilddrüse allerdings weniger T4 und T3, als der Körper benötigt, liegt eine Schilddrüsenunterfunktion oder Hypothyreose vor. Eine Ãœberversorgung des Körpers mit T3 und T4 wird als Schilddrüsenüberfunktion oder Hyperthyreose bezeichnet.


Subklinische (latente) und manifeste Hypothyreose

Das von der Hirnanhangdrüse ausgeschüttete Hormon TSH ist der empfindlichste Parameter zur Beurteilung der Schilddrüsenfunktion. Als erstes Zeichen einer Schilddrüsenunterfunktion steigt der TSH-Spiegel im Blut an - man bezeichnet dies als "subklinische" oder "latente" Unterfunktion. Kann die Schilddrüse trotzdem nicht genügend Hormon produzieren, kommt es in der Folge zu einem Abfall des T4 und später auch des T3 - man spricht dann von einer "manifesten Schilddrüsenunterfunktion".

Der obere Grenzwert des TSH wird in den letzten Jahren vermehrt diskutiert. Insbesondere bei Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollte der TSH Wert unter 2.5 µU/ml liegen, da eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Schilddrüsenhormon wichtig für den Verlauf einer eventuellen Schwangerschaft ist.


Was sind die Ursachen einer Hypothyreose?

Eine Hypothyreose kann unterschiedliche Erkrankungen als Ursache haben. Grundsätzlich werden die seltenen angeborenen von den wesentlich häufigeren erworbenen Formen der Unterfunktion unterschieden.

Angeborene Unterfunktion der Schilddrüse

Rund eines von 3.000 bis 5.000 Kindern kommt mit einer Schilddrüsenunterfunktion zur Welt. In diesem Fall ist die Schilddrüse beim Baby meist gar nicht oder nur verkümmert angelegt. Seltener sind genetisch bedingte Störungen der Schilddrüsenhormonsynthese die ursächliche Erkrankung, die zur Schilddrüsenunterfunktion führt. Zu den häufigen Anzeichen einer angeborenen Unterfunktion zählen eine verminderte Aktivität des Neugeborenen, eine vergrösserte Zunge, hohes Geburtsgewicht oder Trinkschwäche.

Um Störungen der körperlichen und geistigen Entwicklung zu vermeiden, muss die Unterfunktion bei diesen jungen Patienten umgehend behandelt werden. Deshalb werden in Österreich alle Kinder bereits in den ersten Lebenstagen im Rahmen des sogenannten "Fersenstiches" auf eine mögliche Schilddrüsenunterfunktion getestet. Bei rechtzeitiger Diagnose und sofortigem Behandlungsbeginn ist die geistige und körperliche Entwicklung des Babys meist nicht beeinträchtigt.

Erworbene Unterfunktion der Schilddrüse

Wie die Bezeichnung schon verrät, können verschiedene Erkrankungen im Laufe des Lebens zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen. Fast immer handelt es sich dabei um Erkrankungen der Schilddrüse selbst:
Entzündungen der Schilddrüse

Chronische Immunthyreoiditis
Die vom japanischen Arzt Hakaru Hashimoto erstmals beschriebene Autoimmunerkrankung ist der häufigste Grund für eine Hypothyreose. Das Immunsystem erkennt die Schilddrüse "irrtümlicherweise" als fremd und produziert Antikörper gegen das Schilddrüsengewebe: sogenannte TPO-Antikörper (Antikörper gegen Thyreoperoxidase) und Tg-Antikörper (Antikörper gegen Thyreoglobulin). Durch den Gewebszerfall kommt es anfangs zu einer Schilddrüsenüberfunktion. Monate später normalisiert sich die Schilddrüsenfunktion aber wieder und führt längerfristig zu einer Unterfunktion. Die Entzündung ist meist schmerzlos und wird oft erst bemerkt, wenn schon eine Unterfunktion vorliegt. Betroffen sind vor allem Frauen.
Eine Sonderform der chronischen Immunthyreoiditis ist die "Post-Partum-Thyreoiditis", die mehrere Monate nach einer Geburt auftreten kann. Diese heilt oft innerhalb von ein bis zwei Jahren wieder aus.

Andere Schilddrüsenentzündungen
Die subakute "Thyreoiditis de Quervain" ist eine schmerzhafte Viruserkrankung mit grippeähnlichen Beschwerden, bei der es nach einer anfänglichen Phase des Zellzerfalles zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommt. Verschiedene andere Entzündungen der Schilddrüse wie zum Beispiel die "Silent Thyroiditis" oder durch Medikamente hervorgerufene Entzündungen können ebenfalls zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen.

Medizinische Massnahmen als Ursache

Nicht selten entwickelt sich eine Hypothyreose nach medizinischen Interventionen. So etwa nach einer vollständigen oder teilweisen chirurgischen Entfernung der Schilddrüse, nach einer Radiojodtherapie oder durch zu hohe Dosierungen von Medikamenten, die die Hormonproduktion hemmen (z.B. Thyreostatika). Medizinerinnen und Mediziner sprechen in diesem Fall von einer iatrogenen oder medizinisch induzierten Hypothyreose.

Jodmangel

Lange Zeit war mangelnde Zufuhr von Jod über die Nahrung einer der Hauptgründe für Hypothyreosen, denn Jod ist ein wichtiger Baustein von T3 und T4. In Jodmangelgebieten, wie z.B. der Steiermark, war die Vergrösserung der Schilddrüse aufgrund dieser Unterversorgung in der Bevölkerung so häufig anzutreffen, dass sie sogar sprichwörtlich wurde (Kropf). Seit Speisesalz mit Jod versehen wird, hat mangelnde Jodzufuhr als Ursache für Hypothyreosen hierzulande jedoch an Bedeutung verloren.

Paradoxerweise kann die Zufuhr von höheren Mengen Jod eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse gerade in der Anfangsphase verschlechtern. Bei Vorliegen einer Immunthyreoiditis sollten grössere Mengen Jod, wie sie beispielsweise in manchen Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sind, eher gemieden werden.

Störungen der Hirnanhangdrüse

Andere Ursachen für eine Schilddrüsen-Unterfunktion können Störungen der Hypophyse bzw. des Hypothalamus sein. Dabei handelt es sich jedoch um ausgesprochen seltene Krankheitsbilder.


Wie äussert sich die Schilddrüsenunterfunktion?

Bei einer Hypothyreose laufen zahlreiche Organfunktionen und Stoffwechselprozesse, die von Schilddrüsenhormonen beeinflusst werden, verlangsamt ab. Welche der zahlreichen möglichen Beschwerden die Betroffenen entwickeln, ist individuell unterschiedlich und hängt nicht nur von der Ausprägung des Hormonmangels, sondern auch von der genetischen Prädisposition ab.

Zu den möglichen Symptomen einer Hypothyreose gehören:

allgemeines Schwächegefühl, verminderte Leistungsfähigkeit, Antriebslosigkeit und rasche Ermüdbarkeit
Konzentrationsprobleme, Gedächtnisstörungen
depressive Stimmungslage
Herz-Kreislauf-Probleme wie verlangsamte Herzfrequenz (Bradykardie) und niedriger Blutdruck (Hypotonie)
häufiges Frieren, vermehrte Empfindlichkeit gegenüber Kälte, fehlendes Vermögen zu schwitzen
Gewichtszunahme ohne Veränderung der Ernährungsgewohnheiten
Verstopfung durch herabgesetzte Darmtätigkeit
kühle, trockene, raue, schuppige Haut mit gelblichen Verfärbungen
glanzloses, brüchiges Haar mit Haarausfall, auch der Achsel- und Schambehaarung
tiefe, raue, heisere Stimme, langsame Sprache
Schwellung der Augenlider durch Flüssigkeitseinlagerungen (Lidödeme)
erhöhter Cholesterinspiegel im Blut
Zyklusstörungen, Fruchtbarkeitsprobleme, fehlende oder verminderte Lust

Gerade bei älteren Menschen sind uncharakteristische Beschwerden wie verminderte Leistungsfähigkeit, Gedächtnisstörungen und Empfindlichkeit gegenüber Kälte oftmals die einzigen Anzeichen einer Unterfunktion. Weil diese Beschwerden häufig als "Alterserscheinungen" abgetan werden, wird die Altershypothyreose vielfach nicht erkannt.


Wie wird die Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert?

1. Beurteilung der Schilddrüsenfunktion

In erster Instanz geben die Schilderung der Beschwerden und eine anschliessende körperliche Untersuchung erste Hinweise auf eine Unterfunktion der Schilddrüse. Die Schilddrüsenfunktion wird infolge durch eine Blutuntersuchung beurteilt. Wichtigster Parameter ist dabei die Konzentration des TSH. Wenn der Spiegel dieses Botenstoffs im Normbereich liegt, kann eine Hypothyreose praktisch ausgeschlossen werden.

Ist der TSH-Wert hingegen erhöht, spricht dies für das Vorliegen einer Schilddrüsenunterfunktion. Durch die Bestimmung des freien T4 können seltene Störungen der Hypophyse ausgeschlossen werden. In diagnostischen Spezialfällen ist auch der sogenannte TRH-Test hilfreich: Nach Bestimmung des basalen TSH Werts wird die Hypophyse mit TRH stimuliert (Injektion oder Nasenspray), 20-30 Minuten später wird der stimulierte TSH Wert gemessen.

2. Beurteilung der Schilddrüsen-Struktur

Durch eine Ultraschalluntersuchung wird der Aufbau des Schilddrüsengewebes beurteilt. So kann zum Beispiel festgestellt werden, ob die Schilddrüse von Entzündungszellen durchsetzt oder das Schilddrüsengewebe verkümmert ist.

3. Diagnose der zugrundeliegenden Erkrankung

Basierend auf der Beurteilung der Schilddrüsenfunktion und der Schilddrüsenstruktur wird die zugrundeliegende Krankheit diagnostiziert, die einer adäquaten Behandlung zugeführt wird.


Wie wird eine Hypothyreose behandelt?

Die Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion hängt von der zugrundeliegenden Erkrankung ab. Bei der weitaus überwiegenden Zahl der Betroffenen ist eine ursächliche Heilung nicht möglich. Diese Patientinnen und Patienten benötigen eine sogenannte Substitutionstherapie, bei der die fehlenden Schilddrüsenhormone in Tablettenform von aussen zugeführt werden. Mittel der Wahl ist dabei meist Levothyroxin (L-Thyroxin, Tetraiodthyronin). Dieses wirkt im Organismus wie das körpereigene T4 und kann das Ungleichgewicht der Schilddrüsenfunktionslage wieder völlig in Ordnung bringen. Nur bei wenigen Betroffenen, bei denen Schwierigkeiten bestehen, T4 im Körper in T3 umzuwandeln, ist eine Kombinationstherapie mit T4 und T3 sinnvoll.

Die Einnahme des Schilddrüsenhormons muss morgens auf nüchternen Magen erfolgen. Anschliessend muss mindestens 30 Minuten gewartet werden, bis gefrühstückt wird. Sonst werden die Tabletten im Verdauungstrakt nur eingeschränkt aufgenommen.

Eine Kontrolle der Schilddrüsenfunktion erfolgt meist zwei bis drei Monate nach Therapiebeginn. Der TSH-Wert hat nämlich erst dann eine verlässliche Aussagekraft, wenn mindestens sechs Wochen lang die gleiche Dosierung eingenommen wird. So lange dauert es, bis sich die Hirnanhangdrüse an die neue Stoffwechsellage anpasst.

Oft muss nach der ersten Blutkontrolle die Dosierung noch weiter angepasst werden. Da sich der Bedarf an Schilddrüsenhormon im Zeitverlauf ändern kann, muss die Dosierung während der Einnahme regelmässig kontrolliert werden. Sind Patienten mit Hypothyreose einmal gut auf das Medikament eingestellt, nehmen sie es regelmässig ein und lassen sie regelmässig Kontrollen durchführen, so steht einem beschwerdefreien Leben nichts entgegen.


Gibt es Nebenwirkungen der Therapie?

Nebenwirkungen treten bei einer Schilddrüsenhormontherapie dann auf, wenn eine zu hohe Dosierung eingenommen wird: Es kommt zu einer "künstlichen" Schilddrüsenüberfunktion. Diese erkennt man an einem verminderten TSH-Wert. Betroffene spüren dann oft auch die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion - Herzrasen, Schwitzen, innere Unruhe oder Durchfall. Nach der Verringerung der Dosis bzw. nach Absetzen des Medikaments in Absprache mit Arzt oder Ärztin verschwinden diese Beschwerden im Normalfall wieder.

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