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Gesundheit


Erwachsense infizieren Säuglinge mit Keuchhusten (Gesundheit)

Information Weil viele Menschen sich nicht gegen Keuchhusten impfen lassen, sind sie eine Gefahr für Säuglinge, denn bei ihnen ist die Impfung nicht möglich. Bei Babys kann der Infekt lebensbedrohlich verlaufen.

Viele Erwachsene in Deutschland sind ohne Keuchhusten-Impfschutz. Sie gefährden damit Säuglinge, die noch nicht geimpft werden können. Bei Babys kann der Infekt lebensbedrohlich verlaufen. Nur etwa einer von 20 Erwachsenen in Deutschland ist ausreichend gegen Keuchhusten (Pertussis) geimpft.

Nach einer aktuellen Umfrage sind auch viele Menschen unzureichend geschützt, die durch direkten Kontakt Säuglinge anstecken könnten. Der Keuchhusten kann über mehrere Wochen anhalten. Während dieser Zeit können Erwachsenen Säuglinge infizieren, die noch nicht geimpft sind.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut rät deshalb allen Erwachsenen, sich regelmäßig gegen Keuchhusten impfen zu lassen. Der Impfschutz muss alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Dies gelte insbesondere für Menschen, die Kontakt zu Säuglingen haben. Und es betreffe Frauen im gebärfähigen Alter, denn sie könnten nach der Geburt ihr Baby anstecken.

Geringe Impfquote

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin rät, sich mit der Impfung gegen Tetanus und Diphtherie auch gegen Keuchhusten impfen zu lassen. Dies geschieht nach den aktuellen Erkenntnissen des Robert-Koch-Instituts in Berlin aber kaum, wie die "Deutsche Medizinische Wochenschrift" schreibt.

In zwei Umfragen des Robert-Koch-Instituts an mehr als 40.000 Menschen gaben nur 5,9 Prozent der Erwachsenen an, in den letzten zehn Jahren gegen Keuchhusten geimpft worden zu sein. Auch in den Risikogruppen – Menschen mit Kontakt zu Kindern unter einem Jahr und zu gebärfähigen Frauen – waren es nur 10,7 Prozent.

Wenn der Husten ein Keuchen ist (Gesundheit)

Information Die Anzahl der Keuchhustenfälle hat in den USA drastisch zugenommen. Schuld daran soll der neue Impfstoff sein. Der ist zwar besser verträglich, aber auch weniger wirksam als sein Vorgänger.

Geimpft und trotzdem erkrankt – das ist zumindest bei Keuchhusten keine Ausnahme mehr. Besonders in den USA wird zurzeit gehustet und gekeucht, auch bei den Geimpften.

Das Center for Disease Control and Prevention (CDC) rechnet mit 50.000 Erkrankungsfällen für das vergangene Jahr, die endgültige Auswertung fehlt derzeit aber noch. Damit wäre die Verbreitung von Keuchhusten auf einem erneutem Rekordhoch. Mehr Fälle habe es zum letzten Mal im Jahr 1955 gegeben – und da waren noch weitaus weniger Menschen geimpft, heißt es.

Fieberhafte Suche

Fieberhaft versuchen Forscher nun, eine Erklärung für die Unzuverlässigkeit der Impfung zu finden. Als heiße Spur gilt der Wechsel des Impfstoffgemisches: Seit den 90er-Jahren wird ein neuer Impfstoff verwendet, bei dem Nebenwirkungen seltener Auftreten.

In einem aktuellen Artikel des US-amerikanischen Fachmagazins "Science" geht Impfexperte Arthur Allen der Kontroverse auf den Grund und erklärt, wieso weniger Nebenwirkungen ein höheres Erkrankungsrisiko bedeuten könnten.

Spezifische Immunantwort

Die aktuelle Keuchhusten-Impfung funktioniert vom Prinzip her wie viele andere Impfungen auch: Bruchstücke des Stäbchenbakteriums "Bordetella pertussis" werden via Injektionsnadel in den Muskel hineingespritzt.

Der Rest bleibt dem Körper selbst überlassen: Dessen Immunsystem muss die fremden Erregerreste erkennen und anschließend passende Waffen dagegen schmieden. Ähnlich wie ein Schlüssel nur in ein bestimmtes Schloss passt, können die dabei entstehenden Antikörper nur an die vorliegenden Bruchstücke andocken.

Sollte es der Erreger dann noch einmal wagen, in den Körper eines Geimpften einzudringen, stehen genau diese spezifischen Antikörper bereit: Sie docken an die bereits bekannten Stellen an, machen sie unschädlich und locken Fress- und Killerzellen an. Noch bevor sich die Bakterien vermehren können, werden sie so effektiv beseitigt. Der Geimpfte merkt davon nichts und bleibt gesund.

Bakteriengift aus der Zellwand

Der ursprüngliche Keuchhusten-Impfstoff funktionierte im Grunde nach demselben Prinzip. Doch statt Bruchstücke zu verwenden, spritzten Ärzte bis in die späten 90er-Jahre ganze, aber zuvor abgetötete Bakterien.

Die Erreger waren nicht mehr vermehrungsfähig, enthielten aber immer noch Krankheitspotenzial: Denn ein besonderer Bestandteil des Bakteriums, das sogenannte Endotoxin, versetzt das Immunsystem in Aufruhr.

Dieses Bakteriengift ist in der Zellwand des Erregers enthalten und löst die Freisetzung großer Mengen von Entzündungsstoffen aus. Das kann zu hohem Fieber oder Schmerzen an der Einstichstelle führen. Der alte Keuchhusten-Impfstoff galt deshalb schnell als schlecht verträglich. Zunehmend weniger Eltern waren bereit, ihre Kinder damit impfen zu lassen.

Keine Lappalie

Eine neue Lösung musste her. Denn Keuchhusten ist für Babys und Kleinkinder keine Lappalie. Besonders im ersten Lebensjahr schwächt die Infektion den kleinen Körper sehr, so dass dieser sich häufig eine gefährliche Zweitinfektion einfängt.

Die führt dann beispielsweise zu einer Lungen- oder Mittelohrentzündung, die häufig im Krankenhaus behandelt werden muss. Und manchmal kann der Keuchhusten sogar tödlich enden: Das CDC verzeichnet für das vergangene Jahr 18 Todesfälle infolge einer Infektion mit dem Stäbchenbakterium.

Impfstoff mit Bruchstücken

Die Lösung war ein Impfstoff mit Bakterienbruchstücken. Darin nicht enthalten: Das krank machende Endotoxin. Dafür packten die Entwickler eine Handvoll Antigene in den Impfstoff – also solche Strukturen, gegen die spezifische Antikörper gebildet werden können.

Gezielt wählten sie solche Bruchstücke aus, auf denen sich vielversprechende Ziel-Antigene befanden. Je nach Zusammensetzung enthält der neue Impfstoff ein bis vier unterschiedliche Zielstrukturen für das Immunsystem.

Tatsächlich schien das Problem damit gelöst. Auch der neue Impfstoff erzeugte zunächst eine zufriedenstellende Immunantwort. Der Bluttest zeigte: Nach der Impfung mit den Bakterienbruchteilen bildete der Körper mindestens genauso viele Antikörper wie nach der Impfung mit dem alten Impfstoff, manchmal sogar noch ein paar mehr. Gleichzeitig stieg die Verträglichkeit. Fieber und Schmerzen wurden nur noch selten beobachtet.

Wenig effektiv

Die Menge an Antikörpern sagt aber offensichtlich nichts über die Effektivität aus. Der Schutz der neuen Impfung nimmt schnell ab, das haben Wissenschaftler um Thomas Clark vom CDC im vergangenen Jahr wieder einmal zeigen können.

Genau aus diesem Grund wird die Keuchhustenimpfung bei Babys viermal verabreicht und im Kindesalter noch einmal aufgefrischt – so lauten auch die aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Deutschland.

Kein lebenslanger Impfschutz

Doch auch die fünf Pikse bieten noch keinen lebenslangen Impfschutz. Deswegen wird auch im Erwachsenenalter eine Auffrischimpfung fällig. "Seit 2009 empfiehlt die Stiko, auch bei Erwachsenen die Pertussis-Immunisierung zusammen mit der nächsten Tetanus- und Diphtherie-Impfung aufzufrischen", sagt der RKI-Impfexperte Gerhard Falkenhorst.

Warum die neue Impfung aber schlechter als die alte wirkt, konnte bisher noch nicht geklärt werden. Schließlich werden nachweislich bei beiden Immunisierungen Antikörper in eigentlich hinreichender Anzahl gebildet. Doch möglicherweise ist nicht nur die Anzahl, sondern auch die Art der Antikörper entscheidend.

Veränderte Strukturen

So lautet eine Theorie, dass die Pertussis-Bakterien ihre Oberflächenstrukturen so verändert haben, dass die via Impfung gelernte Immunantwort des Körpers nicht mehr effektiv ist: Der Schlüssel passt sozusagen nicht mehr in sein Schloss.

In den USA, Frankreich und Australien hat man bereits Bakterienstämme gefunden, die eine Zielstruktur für die Antikörper – das so genannte Pertactin – gar nicht mehr ausbilden. Die spezifisch dafür bereit stehenden Antikörper wären damit wirkungslos und die anderen reichen möglicherweise allein nicht aus, um den Erreger effektiv zu bekämpfen.

Gewappnet gegen Mutationen

Gegen solche Mutationen wäre derjenige, der mit dem alten Mittel geimpft worden ist, besser gewappnet. Ihm stehen nicht nur ein bis vier unterschiedliche Arten von Antikörpern zur Verfügung, sondern wahrscheinlich deutlich mehr. Denn das ganze Bakterium enthält mehr als ein Dutzend Antigene, gegen das Immunsystem Antikörper ausbilden kann. Fällt eine Antikörperklasse wegen einer Mutation des Bakteriums aus, fiele das weniger ins Gewicht.

Andere Theorien besagen, dass das Endotoxin möglicherweise zwei Seiten haben könnte: Demnach wäre es zwar für die höhere Wahrscheinlichkeit an Nebenwirkungen verantwortlich – würde aber gleichsam eine besonders effektive Immunantwort auslösen.

Indem man das Toxin aus dem Impfstoff entfernt, würde man so gleichsam dessen Wirksamkeit mindern. Bisher konnte aber weder die eine noch die andere Theorie endgültig bestätigt werden.

Häufigkeit noch unklar

Ebenso wenig weißt man bisher, inwieweit der neue Impfstoff die Krankheitsfälle auch in Deutschland in die Höhe treibt. Eine generelle Meldepflicht für Keuchhusten wurde hier erst in diesem Jahr eingeführt. Hinzu kommt, dass gerade bei Erwachsenen der Keuchhusten gar nicht erkannt wird.

"Die Erkrankung verläuft bei gesunden Erwachsenen oft milde, so dass diese gar nicht erst einen Arzt aufsuchen. Und auch der erkennt die Erkrankung nicht immer", sagt Falkenhorst. Zusätzlich hätten sich die diagnostischen Methoden in den vergangenen Jahren so verbessert, dass eine Infektion heutzutage besser als noch vor ein paar Jahren nachgewiesen werden könne. "Auch dies könnte eine Rolle spielen, wenn zunehmend mehr Krankheitsfälle registriert werden."

Weder der milde Verlauf im Erwachsenenalter noch die schwächere Wirksamkeit sollten aber dazu verleiten, die Nachimpfung zu unterlassen. Denn auch wer selbst kaum unter der Krankheit leidet, kann Kleinkinder infizieren. Und die sind infolge des neuen Impfstoffs vielleicht noch gefährdeter als zuvor.

Parasiten-Spritze bietet Schutz vor Malaria. (Gesundheit)

Information Jedes Jahr sterben 660.000 Menschen an Malaria. Nun soll der Impfstoff PfSPZ Schutz bieten. Dabei werden abgeschwächten Parasiten direkt ins Blut gespritzt. In Studien wirkte die Impfung effektiv.

Ein Impfstoff allein könnte jedes Jahr 219 Millionen Malaria-Erkrankungen und 660.000 -Todesfälle verhindern. Seine Einführung hätte damit nicht nur einen massiven Einfluss auf die Gesundheit der Weltbevölkerung, sondern auch auf die Wirtschaft.

Kein Wunder also, dass schon seit vielen Jahren intensiv an einer Impfung gegen Malaria geforscht wird. Doch bisher waren die Erfolge mau: Der sogenannte RTS'S-Impfstoff war weder bei jedem Geimpften wirksam, noch hielt sein Schutz besonders lange an. Eine bessere Wirksamkeit verspricht der neue Impfstoff PfSPZ.

Seine Besonderheit: Er enthält ganze Parasiten, die direkt in die Vene injiziert werden. Untersucht wurde diese ungewöhnliche Impfmethode von einem US-Forscherteam um Robert Seder.

Die Wissenschaftler vom National Institute of Health in Bethesda untersuchten die Wirksamkeit von PfSPZ an 57 Studienteilnehmer untersucht. In der heutigen Ausgabe des Fachjournals "Science" haben sie nun die Studienergebnisse veröffentlicht.

Sichelförmige Parasiten

Die etwas sperrige Bezeichnung des Impfstoffs verrät bereits viel über dessen Inhalt. PfSPZ steht für "Plasmodium falciparum sporozoites". Dabei handelt es sich um eine bestimmte Entwicklungsform des Malaria-Erregers Plasmodium falciparum, die für die initiale Infektion des Menschen verantwortlich ist.

Sporozoiten sind sichelförmige Einzeller, die im Speichel von Anopheles-Mücken, den Überträgern der Malaria, lauern können. Gelangen sie bei einem Biss des Insekts in das Blut des Menschen, wandern sie zur Leber, wachsen dort zu Mehrzellern heran und vermehren sich.

So entstehen viele kleine Tochterparasiten, die zurück ins Blut gelangen, Blutzellen infizieren und sich wiederum weitervermehren.

Stopp bei Infektionsbeginn

Der neue Impfstoff soll den verhängnisvollen Kreislauf nun an seinem Ursprung stoppen. Wenn das Immunsystem nämlich lernen könnte, die Sporozoiten von Beginn an zu erkennen und zu eliminieren, dann gäbe es keine Invasion der Leber, keine Infektion von Blutzellen und auch keine weitere Vermehrung des Parasiten.

Malaria-Mücken könnten dem Geimpften dann nichts mehr anhaben. Die bei der Blutmahlzeit injizierten Sporozoiten würden nicht mehr sehr weit kommen.

Nur wenig geholfen wäre den Risikopersonen natürlich mit dem unveränderten Erreger. Fitte Sporozoiten würden zwar das Immunsystem trainieren, aber gleichzeitig auch zur Erkrankung selbst führen. Da könnte man auch gleich auf eine Impfung verzichten und ungeschützt auf den Stich der Malaria-Mücke warten.

Riskant erworbene Teilimmunität

Ein sehr riskanter Weg, den die meisten Einwohner von Malaria-Risikogebieten zwangsweise gehen müssen. Mückenschutznetze sind hier rar, Medikamente teuer und die Malaria-Mücke allgegenwärtig.

In Malaria-Risikogebieten hat deshalb die Mehrheit der Einwohner bereits eine Malaria durchgemacht und eine Teilimmunität gegen Plasmodien erworben. An Malaria können sie so zwar später immer noch erkranken, meist jedoch nicht mehr so schwer.

Doch nicht jeder hat so viel Glück, die erste Malaria schadlos zu überstehen. Das Tropenfieber fordert gerade im Kleinkindesalter viele Todesopfer. Diese könnte man verhindern, wenn der Mensch eine Immunität erwerben könnte, ohne sich dabei dem Krankheitsrisiko aussetzen zu müssen. Genau das soll PfSPZ-Impfung nun ermöglichen.

Der Impfstoff enthält natürlich keine vermehrungsfähigen Plasmodien – sondern ihre abgeschwächte, wehrlose Variante. "Die Plasmodien werden in dieser Studie durch Strahlung so geschwächt, dass sie nach Infektion der Leberzellen nicht mehr ins Blut gelangen und keine Krankheitswirkung mehr haben", erklärt Peter Kremsner, Leiter des Instituts für Tropenmedizin, Reisemedizin und Humanparasitologie der Universität Tübingen. Lange überleben diese wehrlosen Parasiten nicht.

Ihre Überlebenszeit genügt aber, um dem Immunsystem zu zeigen, gegen was es in der Zukunft kämpfen soll. Die Abwehrzellen merken sich die spezifischen Merkmale der Plasmodien und schmieden dagegen Waffen.

Zwei Waffen gegen Plasmodien

Im Gegensatz zu anderen Impfungen gehören zu diesen Waffen aber wohl nicht nur Antikörper, sondern auch T-Zellen. "Es handelt sich hierbei um eine völlig neue Art von Impfung, die das Immunsystem auf zweierlei Weise trainiert. Wir nehmen an, dass der Impfschutz deshalb effektiver ist, weil er neben einer Antikörper- auch eine T-Zell-Komponente enthält", sagt Studienleiter Seder.

Sollte der Parasit also noch einmal einen Schritt in den Körper wagen, wird er von T-Zellen und Antikörpern zugleich attackiert.

Das zweifache Immuntraining funktionierte sehr gut: Nach vier Immunisierungen erkrankte nur noch ein Drittel der 40 geimpften Probanden an Malaria. Und wer von ihnen fünf Impfungen erhielt, erkrankte sogar gar nicht mehr.

Damit lieferte PfSPZ deutlich bessere Ergebnisse als RTS'S: Der alte Impfstoff verhinderte zwei Wochen nach der Impfung gerade einmal die Hälfte der Erkrankungen. Und bereits nach fünf Monaten sank die Erfolgsquote schon auf ein gutes Fünftel ab.

Damit war RTS'S bisher allenfalls ein Hoffnungsschimmer im Kampf gegen die Malaria, aber längst noch keine Lösung.

Verbesserung des Impfschemas

Eine definitive Lösung ist natürlich auch mit PfSPZ noch nicht gefunden. Schließlich stellt die aktuelle Studie gerade nur den ersten Abschnitt einer Reihe von Studien dar, die nun folgen werden. Eine dieser Folgestudien ist in Tübingen geplant.

Dabei geht es vor allem um die Verbesserung des Impfschemas, wie Kremsner erklärt: "Die bisherige Dosis ist sehr hoch und muss häufig verabreicht werden." Damit wäre der Impfstoff für reisemedizinische Zwecke relativ ungeeignet. "Kaum ein Urlauber wird sich kurz vor seiner Reise fünf Mal impfen lassen können", sagt er.

Ebenso wenig würde sich ein Tourist unnötig einer Gefahr aussetzen wollen. Mögliche Impfreaktionen müssen bei neuen Impfstoffen zuallererst ausgeschlossen werden.

Und das ist bei einem neuartigen Impfstoff natürlich besonders schwierig. Nicht nur die Harmlosigkeit der abgeschwächten Erreger musste nachgewiesen werden, sondern auch die Harmlosigkeit der Verabreichungsform: Denn normalerweise werden Impfungen nicht direkt in die Blutbahn, sondern in oder unter die Haut gespritzt.

Nur hat PfSPZ in dieser Form kaum Erfolg bei der Immunisierung. Der Schutz von dieser Art von PfSPZ-Impfungen blieb auf einem niedrigen Level.

Fünf unterschiedliche Parasiten

In die Vene gespritzt war der Impferfolg dagegen wesentlich höher. Die Forscher vermuten, dass eine systemische Immunantwort für die Wirksamkeit der Impfung entscheidend ist: "Durch die Injektion in den Blutkreislauf kann gleich an mehreren Stellen des Körpers eine Immunantwort generiert werden", erklärt Seder.

Mit höheren Risiken bezahlt man diese Impfmethode aber wohl nicht. Innerhalb der Studie wurden weder schwerwiegende Reaktionen noch Malaria-Erkrankungen infolge der Impfung beobachtet.

Zu klären gilt es aber noch, inwieweit die Impfung auch vor anderen Plasmodienarten schützt. Denn die Malaria wird nicht nur durch Plasmodium falciparum allein ausgelöst. Insgesamt gibt es fünf Plasmodienarten, die Malaria beim Menschen verursachen.

Diese fünf Arten unterscheiden sich in Teilen von ihrer Struktur, sodass die Immunantwort, die gegen eine Art gebaut worden sind, nicht zwangsweise auch gegen die anderen wirken muss. Da sich aber viele Merkmale zumindest ähneln, könnte die Immunantwort auch gegen mehrere Plasmodienarten wirksam sein. "Möglicherweise besteht ein Teilschutz, der muss in den Folgestudien aber zunächst noch bewiesen werden", sagt Kremsner.

Vertrauen in die Impfmethode

Auch wenn viele Einzelheiten noch geklärt werden müssen, sei die Studie aus Bethesda wegweisend. "Der Impfansatz ist ein echter Fortschritt. Er schafft Vertrauen für eine Behandlungsmethode, bei der vorher noch sehr viel Skepsis herrschte", sagt Kremsner.

Vertrauen allein wird zwar wohl nicht reichen, um eine der schwersten und weitreichendsten Infektionskrankheiten weltweit zu besiegen. Aber nach jahrelanger Forschung mit nur mäßigen Ergebnissen erscheint der lang erhoffte Sieg jetzt zumindest nicht mehr ganz so fern.

Meditation – die schärfste Waffe gegen Stress (Gesundheit)

Information Ob gegen Stress, Angst, Bluthochdruck oder Schmerzen: Meditation gilt als mächtiges Werkzeug zur Bekämpfung vieler Leiden. Der Blick ins Innere soll sogar die soziale Kompetenz erhöhe

Innerer Frieden, Gelassenheit – vielleicht sogar ein bisschen Erleuchtung: Seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts – dem "Jahrzehnt des Gehirns" – haben Neurowissenschaftler die Auswirkungen von Meditationstechniken eingehend unter die Lupe genommen.

Forscher konnten nachweisen: Immunsystem, Herz und Kreislauf werden gestärkt, Angstzustände gemildert. Immer mehr Mediziner sind sich sicher, dass geistige Zustände und körperliches Wohlbefinden eng zusammenhängen.

"Durch Übung können Sie Einfluss auf Ihre mentalen Prozesse nehmen – so, als würden Sie ins Fitnesscenter gehen, um sich körperlich in Form zu bringen", wirbt die britische Religionswissenschaftlerin und frühere Nonne Karen Armstrong.

"Meditation ist tatsächlich eine Einweisung in den eigenen Geist", erklärt der Neuropsychologe und Autor Richard Davidson von der Universität von Wisconsin. Mit dieser uralten Technik könnten auch störende emotionale Muster verändert werden, etwa wenn sich jemand nur schwer von Schicksalsschlägen oder negativen Erlebnissen im Alltag erholt.

Wie also meditiert man? Meditieren sei zwar "einfach, aber nicht leicht", formuliert der US-amerikanische Verhaltensmediziner Jon-Kabat Zinn ("Gesund durch Meditation"). Alle Schulen verweisen auf die Beobachtung des Atems als zentralen Einstieg.

Der Atem als Fokus und Anker

"Verglichen damit, im Internet zu surfen oder im Action-Kanal einen Film zu sehen, mag das Beobachten des Atems wie ein langweiliger Zeitvertreib erscheinen", räumt Stephan Bodian in der Ratgeber-Reihe "Meditation für Dummies" ein. Doch der Atem gilt als Fokus und Anker der Meditation.

Eine gleichmäßige, vertiefte Atmung ist eine effektive Methode, innere Ruhe und Entspannung herbeizuführen", urteilt der Gießener Psychologe und Meditations-Experte Ulrich Ott ("Meditation für Skeptiker").

Jeder Meditierende merkt allerdings, dass Gedanken und Gefühle die Konzentration immer wieder stören, "auch nach jahrelanger Übung", weiß der Psychiatrieprofessor und Autor Daniel J. Siegel (Los Angeles).

Wichtig sei darum, während der Meditation eine Form von "beobachtender Distanz" zu seinen Gedanken, Emotionen und Wahrnehmungen einzunehmen: "Wenn wir nicht von Gedanken und Gefühlen übermannt werden, wird uns die eigene Innenwelt klarer, und wir werden zugleich aufnahmefähiger für die Innenwelt anderer."

Das ist wichtig für das soziale Miteinander, urteilt auch Autor Daniel Goleman ("EQ. Emotionale Intelligenz"). Selbstwahrnehmung und Empathie sind aus seiner Sicht wesentlich für ein erfolgreiches und geglücktes Leben: "Wenn wir nicht auf unsere eigene Erfahrungswelt eingestimmt sind, fällt es uns umso schwerer, uns bei anderen darauf einzustimmen".

Nicht jede Technik ist hilfreich

Nicht alles auf dem inzwischen unüberschaubaren Markt der unterschiedlichen Meditationstechniken ist allerdings auch hilfreich, warnt die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin.

Es fehle ein übergreifender Fachverband, der Qualitätskriterien beschreibt und überprüft. Manche Techniken könnten psychische Prozesse in Gang setzen, die fachkundige Begleitung erforderten.

Wenn zum Beispiel eine psychisch labile Person "in einer Krisenphase ihres Lebens Hilfe durch bewusstseinserweiternde Meditationsformen sucht, sind Schädigungen nicht auszuschließen", warnt die Zentralstelle. Jeder, der mit Meditation anfange, solle sich daher fragen: "Vermag die Methode das zu leisten, was ich benötige?"

Für die Vermittlung von Meditationskompetenzen bereits in der Schule plädiert der Mainzer Philosophieprofessor und Bewusstseinsforscher Thomas Metzinger. Jedes Kind habe das Recht, einen entsprechenden "Werkzeugkasten" zu erhalten.

Metzinger: "Die Mindestausstattung sollte aus zwei Meditationstechniken bestehen." Schließlich ist Meditieren nach einem Wortspiel "besser als rumsitzen und gar nichts tun".

Mit Eiweißshakes abnehmen - Wenn die Pfunde purzeln (Gesundheit)

Information
Einfach mehr als gesund, wenn Eiweißshakes für Körper und Geist echte Wunder vollbringen.
Bei Sportlern sind Eiweißshakes schon lange beliebt, da Proteine für den Muskelaufbau nützlich sind. Aber auch in anderen Bereichen befinden sie sich auf dem Vormarsch und sollen zu Fitness und gesunder Lebensweise beitragen.

Doch kann man mit Eiweißshakes abnehmen? Und wenn ja, worauf sollte man achten, wie oft darf ich eine Mahlzeit durch einen Proteindrink ersetzen und wie gut sind Billigprodukte aus dem Supermarkt? Alle Antworten sowie Hinweise, wann Sie auf Eiweißshakes verzichten sollten, in diesem Beitrag.

Abnehmen mit Eiweißdrinks
Proteinshakes enthalten konzentrierte Nährstoffe und haben einen sättigenden Effekt. Neben einem erfrischenden bis herben Geschmack kann dies helfen, Mahlzeiten leichter zu ersetzen als bei anderen Diätdrinks. Das ist auch die Basis fast aller Eiweißdiäten. Normale Mahlzeiten werden durch je einen Proteinshake ersetzt. So nimmt man Nährstoffe zu sich, reduziert die Kalorienzahl und kann beim Wiederaufbau der Kost gleich auf eine gesündere Ernährung umsteigen.

Eine Mahlzeit ersetzen genügt

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Eiweißshakes zum Abnehmen beitragen können. Das liegt schon allein daran, dass sie die kontrollierte Kalorienzufuhr erleichtern. Auf der Packung eines jeden Proteinshakes finden Sie konkrete Angaben zum Nährwert. So können Sie sehen und bestimmen, wie viele Kalorien Sie zu sich nehmen. Meist sind die Portionierungen schon so gestaltet, dass sich eine sinnvolle Kalorienmenge ergibt bzw. ein reduzierter Gehalt realisiert wird. Durch Ersetzen nur einer Mahlzeit ist bereits gewährleistet, dass Sie weniger Kalorien zu sich nehmen.

Mehr Muskeln – weniger Fett

Manche Produkte enthalten auch sogenannte Fatburner. Das sind Stoffe, welche zur aktiven Fettverbrennung beitragen sollen, wie Aminosäuren oder L-Carnitin, das als essenziell für die Fettverbrennung gilt. Indirekt sind damit auch Substanzen zur Unterstützung des Muskelaufbaus gemeint. Da Eiweißshakes diesen fördern, tragen sie auf lange Sicht auch zum Gewichtsverlust bei. Denn Muskeln verbrauchen mehr Energie als Fett. Wenn Sie also Sport treiben und mit Hilfe der richtigen Ernährung mehr Muskeln aufbauen, dann werden Sie dauerhaft leichter abnehmen.

Rasche Erfolge, aber nur mit Disziplin

Durch die Ernährungsumstellung auf Eiweißshakes zu Beginn einer Eiweißdiät wird auch das Volumen an dem, was Sie zu sich nehmen, reduziert. Hierdurch gewöhnt sich der Magen an kleinere Mengen. Dieser Effekt ist mit Grund für die meist rasche Wirkung einer Eiweißdiät. Der persönliche Erfolg hängt jedoch vor allem von Ihrer Disziplin, vor allem in der Anfangsphase, ab.

Worauf müssen Sie beim Kauf von Eiweißshakes achten?
Wichtig ist, dass Sie den Drink finden, der zu Ihren Lebensgewohnheiten passt. Eiweißpräparate, die gezielt mit einer Abnehmkur werben, geben oft einen Ernährungsplan vor, bei dem zu Beginn alle Mahlzeiten durch Shakes ersetzt werden. Bei solchen Produkten sollten Sie sich fragen, ob Sie dies in Ihrem Alltag umsetzen können.

Eiweißshakes und deren Inhaltsstoffe:

Vermeiden Sie Produkte mit auffällig vielen Zuckeraustauschstoffen. Diese können den Insulinstoffwechsel beeinträchtigen und zu Heißhungerattacken führen.
Achten Sie auf hochwertige Inhaltsstoffe, also darauf, woher die Zutaten stammen und wie sie verarbeitet werden. Gibt der Hersteller Auskünfte über Produktion und Auswahl der Zutaten, ist dies ein guter Hinweis auf die Qualität des Produktes. Vorsichtig sollten Sie hingegen bei stark beworbenen Wortneuschöpfungen scheinbarer Wundermittel sein.
Weiterhin ist wichtig, dass bei Shakes, die eine oder mehrere Mahlzeiten am Tag ersetzen, Fette enthalten sind oder zugesetzt werden können (z.B. durch Zugabe von Öl). Fette sind von großer Bedeutung für die Verdauung. Ist eine Diät extrem fettreduziert, ist dies nicht nur eine einseitige Ernährung, sondern kann auch zu Verdauungsproblemen führen.

Sind Eiweißshakes aus Drogerie und Supermarkt genauso gut?
Auf der Suche nach dem passenden Produkt werden Sie auch zu der Frage gelangen, wo es die beste Qualität gibt. Neben Apothekenbieten heute auch viele Drogeriemarktketten und Supermärkte Nahrungsergänzungsmittel an. Dies ist möglich, da als solche ausgewiesene Produkte nicht als Medikamente oder Medizinprodukte gelten. Somit ist ihr Vertrieb nicht auf Apotheken beschränkt. Das heißt aber auch, dass die Beratung beim Kauf entfällt. Ein Apotheker kann Ihnen gezielt helfen, das richtige Produkt für Ihren Abnehmplan zu finden, Sie über Nebenwirkungen aufklären und bei der Vermeidung einer Mangelernährung helfen.

Sind Sie sich also unsicher, was das Richtige ist, sollten Sie sich überlegen, ob Sie nicht auf dieses Fachwissen zurückgreifen möchten. Lassen Sie sich ggf. über Inhaltsstoffe beraten und vergleichen Sie die Angebote im Preis. Online geht das besonders gut. Durch Gutscheinportale können Sie viele Produkte sogar besonders günstig kaufen (weitere Hinweise).

Ein Drink aus dem Einzelhandel muss nicht aber nicht von minderer Qualität sein. Hersteller bieten diese dort nur günstiger an, weil sie so die Kosten für Beratung und Apothekenverkauf als Medizinprodukt sparen.
Vorsicht ist lediglich bei extrem preisgünstigen Produkten geboten. Achten Sie hier besonders auf die Zusammensetzung und sehen Sie sich im Vergleich andere Präparate an.

Wann sollte man keine Eiweißshakes trinken?
Bei jeglicher Art von körperlichen Beeinträchtigungen sollten Sie vor einer längeren Diät den Arzt konsultieren. Denn eine Diät stellt eine erhöhte Belastung des Körpers dar. Bei gesundheitlichen Problemen sind daher eine Voruntersuchung und Zwischenchecks sinnvoll. Der Arzt oder Apotheker kann hierzu ausführlicher Auskunft geben. Grundsätzlich ist aber davon auszugehen, dass bei Nierenerkrankungen sowie bei Herz- und Leberproblemen von einer eiweißreichen Ernährung gänzlich abzusehen ist. Ebenso ist sie in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen!

Vorsicht ist auch bei Problemen mit dem Elektrolythaushalt, Nierensteinen, Bluthochdruck und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten geboten.

Wie lange darf eine Diät mit Proteinshakes dauern?
Das Abnehmen mit Eiweißshakes ist effektiv und motivierend, kann jedoch langfristig schädlich sein - denn kein Nahrungsergänzungsmittel, und sei es noch so hochwertig, kann auf Dauer eine gesunde und ausgewogene Ernährung ersetzen. Frische Nahrungsmittel enthalten für den Körper wichtige Ballaststoffe und Spurenelemente und können nicht durch Tabletten oder Shakes substituiert werden. Die meisten Hersteller weisen daher auf der Packung darauf hin, dass die Produkte nicht länger als einige Wochen verwendet werden dürfen – daran sollten Sie sich halten!

Fazit
Eiweißshakes sind zum Abnehmen geeignet. Es sind jedoch gesundheitliche Faktoren zu berücksichtigen. Sprechen Sie vor einer Diät mit dem Arzt oder Apotheker und lassen Sie sich beraten. Vergleichen Sie und überlegen Sie, ob und wie Sie die Diät in Ihrem Alltag umsetzen können. Dann steht der Ernährungsumstellung und dem Wunschgewicht nichts mehr im Wege.

Kräutergarten: Schön anzuschauen und gesund bestückt (Gesundheit)

Information
Für mich gibt es ja nichts Schöneres, als selbst gemachte Speisen pfiffig abzurunden. Hierfür können Gewürze infrage kommen. Gerade in den warmen Monaten des Jahres geht das allerdings auch mit Kräutern wie Petersilie, Dill oder Schnittlauch. Selbst exotische Gräser lassen sich in unseren Gefilden anbauen. Am besten gelingt das in einem Kräutergarten.

Kräutergarten – nicht immer pflegeleicht
Ein solcher Kräutergarten gedeiht eigentlich auf vielen Untergründen, die locker und nährstoffreich sind. Die kleinen Gewächse können darauf meist problemlos wachsen. Dennoch kommt es häufig zu vermeidbaren Problemen. Etwa in der Form, dass sich einige Kräuter sehr schwertun, die volle Reife zu erreichen oder starke Stängel zu entwickeln. Oft liegt das an dem Verhältnis zwischen Wasser, Luft und Licht. Der Kräutergarten benötigt Sonne und Wärme, sollte aber stets geschützt angebaut werden. Gerne im sicheren Terrain größerer Pflanzen, die ein Übermaß an Feuchtigkeit regulieren sowie Sicherheit vor Wind bieten. Ist das gegeben, können die Gräser meist ordentlich gedeihen.

Wo bekommt man die Setzlinge für den Kräutergarten?
Im Prinzip lässt sich ein Kräutergarten alleine mit den im Supermarkt erhältlichen Samen aufziehen. Doch deren Qualität ist nicht immer gut – die Pflanzen schmecken fade oder sind nicht allzu widerstandsfähig. Besser ist es daher, gezielt in der Gärtnerei zu fragen. In vielen Fällen wächst das begehrte Grün übrigens auf Wiesen oder in Wäldern. Gerne nehme ich mir an einem sonnigen Tag die Zeit für einen Ausflug und suche nach allem, was ich finden kann. Behutsam ausgegraben lässt es sich in den heimischen Kräutergarten einsetzen. Wichtig ist es jedoch, stets nur ein bis zwei Pflanzen zu nehmen, um die natürliche Herkunft nicht zu zerstören.

Keine besondere Form notwendig
Es kommt gegenwärtig immer mehr in Mode, den Kräutergarten in Form einer schneckenförmigen Erhebung zu bauen, wo von oben bis unten kleine Gewächse grünen. Das mag schön aussehen, verbessert das Wachstum jedoch nicht. Idealerweise werden die Kräuter ohnehin auf bestehenden Beeten mit anderen Pflanzen kombiniert. In deren Schatten entwickeln sie sich meist am besten. Wer eine einzelne Fläche zum Kräutergarten umfunktionieren will, sollte allerdings darauf achten, die größten Gewächse mittig anzusetzen und nach außen zu den Rändern hin immer kleiner zu werden. Licht, Luft und Wasser können sich hier am besten verteilen.

Lesen Sie auf: http://www.annas-wohnideen.de/2012/06/kraeutergarten noch viel mehr zu diesem Thema.

Haarpflege aus dem Kräutergarten - Tipps die was bringen (Gesundheit)

Information
Schönheit gibt es auch aus dem Kräutergarten, da hilft schon mal Zinnkraut, Kastanie & Co etwas nach.
Sie sind der schöne Rahmen für unser Gesicht und sagen jede Menge über uns aus: unsere Haare. Wer aber auf Kosmetika mit jeder Menge Chemie verzichten möchte, kann sich jetzt Hilfe aus dem Kräutergarten holen, um seinen Haaren mehr Kraft und Fülle oder auch eine dezente, neue Farbe zu verleihen.

Jeder wünscht sich eine glänzende, gesunde und dichte Haarpracht. Die Erfahrung, dass Haarpflege aus dem Drogeriemarkt nur wenige Wochen wirkt und die Haare danach stumpf und spröde werden, hat wohl jeder schon einmal gemacht. Dass man mit einfachen Hausmitteln den Haarwuchs sichtbar kräftigen und sogar etwas gegen lichter werdende Schöpfe tun kann, ist ein weiterer Pluspunkt für die Helfer aus dem Pflanzenreich.

Rosmarin-Massageöl
Je einen Teil Rosmarinöl (in der Apotheke erhältlich) und 25 Teile Oliven-, Weizenkeim- oder Avocadoöl mischen. In den Haarboden einmassiert, regt es den Haarwuchs an und verhindert Schuppenbildung. Als Massageöl hilft es bei Muskel- und Gliederschmerzen, bei Kopfweh reibt man Stirn und Schläfen dünn ein.

Zinnkraut
Eine Handvoll Zinnkraut mit einem Viertelliter kochendem Wasser überbrühen und anschließend abkühlen lassen. Dieser Absud des Krautes ergibt ein gutes Nachspülmittel beim Kopfwaschen, verhindert Haarausfall und macht schönes, lockeres Haar.

Kastanie
Die Blätterabkochung ergibt ein stärkendes Haarbad für Kopfhaut und Haar, es ist als letzte Spülung und zum Einmassieren geeignet. Auch die Gesichts- und Körperhaut profitiert davon, der Tee ist hautstraffend und beruhigt von Umwelteinflüssen gereizte Haut.

Wundklee
Der Pflanzenabsud wirkt wie ein natürliches Haartonikum, verstärkt die Haarfarbe, versiegelt die Haaroberfläche bei Spliss und gibt dadurch schönen Glanz.
Säurehaltige Spülungen helfen, den Kalk aus dem Leitungswasser aus den Haaren auszuwaschen und lassen das Haar toll glänzen. Außerdem versorgen die Pflanzenauszüge den Haarboden mit wertvollen Wirkstoffen, die den Haarfolikel vitalisieren:

Zitronen-Haarkur
Fünf ungespritzte Zitronen zuerst abreiben und dann entsaften. Die Zitronenschale mit einem Viertelliter Wasser aufkochen, zur Seite stellen und mindestens 10 Minuten ziehen lassen. Dann den Zitronensaft zugeben. Durch ein Sieb gießen und in eine Flasche füllen. Diese Mischung täglich in Haare und Kopfhaut einmassieren. Eine irritierte Kopfhaut wird stabilisiert, die Haare glänzen.

Salbeiessig
Zwei nicht verholzte Zweige Salbei und die Schale einer ungespritzten Zitrone in einem Liter Weißweinessig ansetzen, gut durchschütteln und verschließen. An einen kühlen Ort stellen und vor Gebrauch drei Wochen stehen lassen. Salbeiessig schmeckt in Salaten, ist aber auch als Kosmetikum einzusetzen. Verdünnt als Gesichtslotion und als Haarspülung, um die Haare zu kräftigen.

Eisenkraut-Festiger
Zwei gehäufte Teelöffel Eisenkraut mit einem Viertelliter heißem Wasser übergießen und nach fünf Minuten abseihen. Der starke Tee ist ein guter Haarfestiger, den man einfach ins Haar einmassiert. Als Mundspülung oder Gurgelwasser kann er außerdem bei schlechtem Atem helfen.

Hibiskus
Die zermahlenen Blüten wirken einerseits als Farbverstärker, andererseits als Glanzgeber, sie passen in jede selbst gemachte Haarpackung und auch in Masken fürs Gesicht.

Kamillen-Haarfärbung
Eine Handvoll Blüten mit einem halben Liter kochendem Wasser übergießen, abkühlen lassen, abseihen und als Haarspülung verwenden, die vor dem Trocknen nicht ausgespült wird. Macht blondes Haar gesund und glänzend. Für die Färbung zerreibt man getrocknete Blüten zu Pulver, gibt dieselbe Menge Kaolinpulver dazu, vermengt mit lauwarmem Wasser, bis eine dünne Paste entsteht. Diese massiert man in die Haare ein und lässt eine halbe Stunde einwirken. Anschließend auswaschen. Blonde Haare erhalten einen schönen Goldton.

Walnuss
Die grünen Schalen ergeben ein gutes Haarfärbemittel. Man setzt etwa 2 Esslöffel Schalen in 100 ml Wasser und 2 Teelöffel Alkohol an, lässt das Ganze einen Tag stehen und reibt das Haar nach der Wäsche damit ein. Es wird intensiv braun. Genauso gut, wenn auch etwas weniger intensiv ist die starke Abkochung von Blättern und grünen Schalen, die einfach als letztes Spülwasser über die Haare kommen. Braunes Haar wird danach intensiv glänzen und einen schönen Schimmer haben.

Johanniskraut-Haarfärbemittel
Eine Handvoll getrocknete Blätter wird zu Pulver zerrieben und mit so viel heißem Wasser verrührt, dass eine Paste entsteht. Man reibt die Paste in die Haare ein und lässt sie etwa 30 Minuten einwirken. Gespült wird mit warmem Wasser und einem Schuss Zitronensaft. Jedes nicht gefärbte Haar wird durch diese Behandlung intensiver in den Farben und erhält einen Rotstich.

Melisse
Äußerlich ist der Melissenabsud ein Haarspülmittel und verzögert das Grauwerden der Haare. Als Gesichtspflege oder Gesichtswasser macht der starke Tee eine schöne, klare Haut. Ein Vollbad wirkt ausgleichend und ist übernervösen Menschen zu empfehlen.

Ringelblume
Ein Gesichtswasser aus den Blüten macht die Haut klar und frisch. Der Tee ist aber auch ein gutes letztes Spülwasser nach einer Haarwäsche, besonders dann, wenn man unter schuppigem oder zu trockenem Haarboden leidet.

Hamamelis-Haarwasser
Zwei Handvoll zerkleinerte frische Zweige und Blätter in einen großen Topf geben. Mit so viel Wasser übergießen, dass das Pflanzenmaterial bedeckt ist. Auf den Herd stellen und zum Sieden erhitzen. Nun auf kleinster Flamme abgedeckt eine halbe bis eine Stunde schmoren lassen (eventuell auch im Rohr). Das Wasser soll dabei durchaus verdunsten. Nach dem Erkalten abseihen. In eine Flasche füllen. Für die Haltbarmachung etwa fünf Prozent der Menge hochprozentigen Alkohol zufügen und gut vermischen. Als Haarwasser hilft es nicht nur gegen Schuppen, sondern auch gegen fettiges Haar.

Hilfe bei Haarausfall bieten außerdem Kresse, Lavendel und Majoran.

Coxalgie - Hüftgelenksschmerzen... (Gesundheit)

Information
Coxalgie - Hüftgelenksschmerzen... 

Das Wort „Coxalgie“ beschreibt Hüftgelenksschmerzen.Im Hüftgelenk bewegen sich Rumpf/ Becken und Oberschenkel gegeneinander. Das Hüftgelenk ist ein sog. Napfgelenk, zuständig für Beuge-, Streck- und Kreiselbewegungen, und natürlich auch für die Bewegungen, die seitwärts von der Körperachse wegführen - die sog. Abduktion - und natürlich das Heranführen an die Körperachse - genannt Adduktion. 

Die Gelenkkapsel ist durch kräftige Bänder verstärkt.Die Coxalgie kann viele Ursachen haben.Die häufigste ist jedoch die Arthrose (  Informationen: Arthrose ) , eine durch Abnutzung bedingte, also degenerative Gelenkerkrankung. Sie tritt überwiegend erst im Alter auf. Bei der Coxarthrosis deformans (Arthropathia deformans) bestehen schmerzhafte Gelenkveränderungen, die zunehmend die Funktion des Gelenkes aufgrund eines Mißverhältnisses zwischen Belastung und Belastbarkeit stören. 

Betroffen ist primär das Hüft- und Kniegelenk. Die Entstehung einer Arthrose und einer daraus folgenden Coxalgie kann durch mehrere Faktoren begünstigt werden. Z. B durch: 
• Vorschädigung infolge eines Unfalls
• eigenständige Gelenksentzündung
• permanente Fehlbelastungen, z. B Fehlstellung der Beine, genannt X- oder O-BeineUm einer Arthrose vorzubeugen, ist es ratsam, diese Fehlbildungen zu erkennen und zu beseitigen. 

Eher selten können auch Tumore die Ursache sein. Meistens gehen diese von der Innenhaut der Gelenkkapsel (Membrana synovialis) oder von der Gelenkkapsel selbst aus. 

Gutartige Tumore sind: 
• Fibrome (Bindegewebsgeschwülste) 
• Lipome (Fettgewebsgeschwülste) 
• Hämangiome (Wucherungen von Blutgefäßen) 

Ein bösartiger Tumor ist: 
• malignes Synovialom 

Hüftgelenksschmerzen entstehen auch bei einer Gelenkentzündung (Eitrige Gelenkentzündung) infolge einer Systemerkrankung, meistens sind dann aber mehrere Gelenke betroffen. Als Ursache gelten hauptsächlich rheumatische bzw. rheumatoide (rheumaähnliche) Erkrankungen. Bei Jugendlichen kann eine Coxalgie auch im Rahmen einer systemischen juvenilen chronischen Arthritis (Still Syndrom) auftauchen. 

Das Still Syndrom ist eine meist symmetrisch verteilte Polyarthritis (Entzündung in mehreren Gelenken). Begleitende Symptome sind Fieber, geschwollene Lymphknoten, sowie eine Milz- und Lebervergrößerung. Des Weiteren können Hüftgelenkschmerzen auch Folge einer Infektionskrankheit sein, z. B. nach Masern, Mumps, Röteln oder Windpocken. Diese werden dann auch als sog. parainfektiösen reaktiven Arthritiden (Gelenkentzündungen) bezeichnet. Therapie: Coxalgie Hüftgelenksschmerzen Die Therapie einer Coxalgie bzw. von Hüftgelenkschmerzen richtet sich einerseits nach Ursache (kausale Therapie) und andererseits nach dem Symptom, also dem Schmerz (symptomatische Therapie).

Je nach Ursache wird eine entsprechende Therapie gewählt, z. B. wird man bei bestehenden parainfektiösen reaktiven Arthritiden diese entsprechend medikamentös behandeln. Ein wichtiges Thema im Zusammenhang mit der Coxalgie ist eine ursächliche Arthrose. Häufig wird hier zu einer Operation geraten (Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks,…). Hier muß allerdings klar gesagt werden, daß dieser Schritt gut überlegt sein sollte, denn oft wird er einfach auch viel zu früh empfohlen. Die spezielle Schmerztherapie z. B. verfügt bei Hüftgelenkschmerzen mit diesem Hintergrund über sehr gute Möglichkeiten bestehende Leiden zu lindern. 

Häufig kann so eine Operation vermieden bzw. sehr lang hinausgeschoben werden. Ansonsten gilt bei chronischen Hüftgelenkschmerzen bzw. einer Coxalgie generell, daß dies, wie bei jeder anderer chronischer Schmerzkrankheit auch, zu einer Art Überreizung der Schmerznerven führt. Dies führt zu Dauerschmerzen, was wiederum eine Überreizung beinhaltet, und ein Teufelskreis beginnt. Spätestens hier sind (ergänzend) gezielte schmerztherapeutische Behandlungsmethoden gefragt. Diese sind oft bei verschiedenen Grundkrankheiten die gleichen, da sie sich nach dem Schmerz und nicht mehr nach seiner Ursache richten. 
Chronische Hüftgelenksschmerzen erfordern dabei praktisch immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren und eine optimale Hilfe kann im Prinzip nur durch tägliche Therapien im Rahmen einer stationären Behandlung in einer Schmerzklinik erreicht werden. 1. Möglichkeiten die Schmerzen symptomatisch (auch ambulant) zu behandeln: - Medikamentöse Schmerztherapie. Die Mittel erster Wahl sind peripher wirkende Analgetika (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken), spez. sog. nicht steroidale Antirheumatika (Rheumamittel), hierbei möglichst lang wirkende und magenschonende, z. B. Mobec®. 

Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkenden Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch bei Coxalgie wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen. - Physikalische Therapie (Krankengymnastik, T.E.N.S. …)- Akupunktur.

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