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Gesundheit


Der Sexuelle Missbrauch (Gesundheit)

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Mit sexuellem Missbrauch bezeichnen wir Handlungen, die einen anderen Menschen in seiner sexuellen Integrität verletzen und gegen oder ohne seinen Willen erfolgen. Hierzu gehören z.B. die Vergewaltigung, die sexuelle Nötigung und der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen.

Sexueller Missbrach umfasst beispielweise anzügliche Äußerungen, das Zeigen pornographischer Bilder, Entblößen, Zärtlichkeiten, Küsse, Berührungen an den Geschlechtsteilen bis hin zum Vollzug des oralen, analen oder vaginalen Geschlechtsverkehrs. Sexueller Missbrauch ist in der BRD ein Straftatbestand.

Opfer sexuellen Missbrauchs leiden manchmal ihr Leben lang unter dessen Folgen. Ihr Vertrauen in andere Menschen geht verloren, sie fühlen sich hilflos und isoliert. Geht der sexuelle Missbrauch von einem Angehörigen oder Freund aus, werden möglicherweise alle engen Beziehungen in Frage gestellt und die Betroffenen können zukünftig keine Nähe zu anderen Menschen mehr zulassen. Sie haben Angst vor einem Kontrollverlust. Werden Kinder unter Druck gesetzt, das Geschehen zu verheimlichen, zweifeln sie möglicherweise an ihrer Wahrnehmung und an ihren Gefühlen. Sie zweifeln auch an ihrem Selbstwert und hassen ihren Körper. Um die Familie zusammenzuhalten erzählen sie niemandem etwas. Sehr oft kommt es auch vor, dass den Kindern nicht geglaubt wird, wenn sie einem Erwachsenen von den sexuellen Übergriffen erzählen. Häufig kommen auch Schuldgefühle hinzu, zu dem Missbrauch beigetragen oder ihn zugelassen zu haben.

Ängste, Depressionen, Schlafstörungen, Suchtmittelabhängigkeiten, selbstverletzendes Verhalten oder eine Posttraumatische Belastungsstörung können als Folge des sexuellen Missbrauchs auftreten. Auch körperliche Beschwerden wie etwa chronische Schmerzen können eine Folge sein.

Aus Scham, Schuldgefühlen und Angst vor dem Wiedererleben der schlimmen Erfahrungen tun sich Betroffene schwer, Kontakt zu einem Psychotherapeuten aufzunehmen. Wer den Schritt in eine Traumatherapie wagt, kann die schmerzlichen Erfahrungen zwar nicht vergessen, aber lernen, sie aus der Sicht eines Erwachsenen zu sehen bzw. sie als vergangene Erfahrung abzulegen.

Die Sexsucht bei Männern (Gesundheit)

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Das zwanghafte Bedürfnis nach Sex ist eine Krankheit, die von den Krankenkassen nicht als Krankheit anerkannt ist. Betroffene können fast an nichts mehr anderes denken, als an Sex. Vom Aufstehen bis zum Zubettgehen kreisen ihre Gedanken um Sex und wo sie ihn haben können.

Mehrmals am Tag Lust auf Sex zu haben, ist noch kein Anzeichen für eine Sexsucht. Erst wenn Betroffene an nichts anderes mehr denken können, sie sich ihrem sexuellen Verlangen ausgeliefert fühlen und sie unter ihrem Zwang leiden, dann kann man von einer Sexsucht sprechen. Wie bei einem Alkoholiker gibt es hier Kontrollverluste, d.h. Betroffene sehen keine Möglichkeit, ihr sexuelles Verlangen zu kontrollieren und zu dosieren. Sie sind süchtig wie Alkoholiker oder Medikamentenabhängige. Und genau wie Alkoholiker leiden sie psychisch unter ihrer Abhängigkeit.

Die Sucht nach Sex führt dazu, dass Betroffene häufig Prostituierte aufsuchen und sich dadurch verschulden. Auch führt das starke sexuelle Verhalten zu häufiger Masturbation - bis hin zu mehrmals täglich. Und natürlich führt das permanente Denken an Sex zu Problemen bei der Arbeit. Leistungsfähigkeit und Konzentrationsvermögen lassen nach, da das Denken von Vorstellungen und Fantasien an Sex beherrscht wird.

Die Sucht nach sexueller Betätigung hat stark zwanghafte Züge in Form von Zwangsgedanken und Zwangshandlungen. Deshalb ist die Therapie einer Sexsucht auch dann am erfolgreichsten, wenn Betroffene sich an einen Psychotherapeuten wenden, der Erfahrung mit Zwangspatienten hat bzw. verhaltenstherapeutisch orientiert ist.

Eine andere Möglichkeit sind Selbsthilfegruppen für Sexsüchtige, die Anonymen Sexaholiker, die ähnlich organisiert sind wie die Anonymen Alkoholiker.

Die Bulimie - Ess-Brech-Sucht (Gesundheit)

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Bulimie - Ess-Brech-Sucht

Die Ess-Brech-Sucht wird auch als Bulimia nervosa oder Bulimie bezeichnet. Überwiegend junge Frauen sind davon betroffen. Sie sind meist normalgewichtig, nehmen sich aber als zu dick wahr.

Wenn wir unter einer Bulimie leiden, dann kreisen unsere Gedanken im Alltag - ähnlich wie bei der Magersucht - um unser Gewicht. Wir halten uns für zu dick und haben panische Angst, noch dicker zu werden. Wir versuchen mit allen Mitteln zu vermeiden, dass wir zunehmen, sondern wollen abzunehmen:

  • durch Erbrechen, das wir selbst herbeiführen
  • durch den Konsum von Abführmitteln
  • durch Hungern
  • durch Appetitzügler, Schilddrüsenpräparate, Entwässerungsmittel
  • durch exzessiven Sport

Dadurch, dass unsere Gedanken immer ums Essen kreisen, (was wir essen dürfen und was wir vermeiden sollten), und uns die normale Nahrungsaufnahme verbieten, entwickeln wir einen Heißhunger, der in wiederkehrenden Fressattacken(mindestens zweimal pro Woche) endet.

Bei diesen Attacken essen wir in kurzer Zeit sehr große Mengen an Nahrungsmitteln, die wir dann durch Erbrechen oder Abführmittel möglichst schnell wieder aus unserem Körper befördern wollen. Um uns das Erbrechen zu erleichtern, suchen wir manchmal die Nahrungsmittel, die wir während eines Fressanfalls essen, bewusst nach Konsistenz und Reihenfolge der Aufnahme aus. Manchmal haben wir aber auch das Gefühl, keine Kontrolle über uns zu haben. Nach dem Ess-Brech-Anfall schämen wir uns manchmal für unsere Zügellosigkeit und fehlende Willenskraft.

Das ständige Erbrechen kann den Körper massiv schädigen und zu lebensgefährlichen Veränderungen führen: Entzündungen der Speiseröhre, Schädigung der Zähne durch die Magensäure, Störungen des Elektrolyt-Haushaltes und daraus resultierende Herz-Rhythmusstörungen.

Eine Bulimie ist eine Essstörung, die Ausdruck psychischer Probleme ist. Deshalb ist eine frühzeitige psychotherapeutische Behandlung dringend anzuraten.

In einer ambulanten oder stationären Psychotherapie lernen Betroffene, die seelischen Ursachen für ihre Erkrankung zu erkennen und neue Möglichkeiten, ihre Probleme zu lösen, zu finden. Sie lernen, dass Essen kein Feind ist, sondern sie mit ihm genießerisch umgehen können.

Eine Leserfrage
Meine Freundin steckt sich nach dem Essen den Finger in den Hals. Meine Freundin (25 Jahre) hatte schon immer Angst, zu dick zu werden. Bei einem Fest habe ich entdeckt, daß sie nach dem Essen erbricht. Sie sagt, sie mache das schon seit 5 Jahren und könne nicht mehr damit aufhören. Wie kann ich ihr helfen?

Ihre Freundin leidet unter einer Bulimie. Menschen, die unter einer Bulimie leiden, stellen meist sehr hohe Anforderungen an sich selbst und leiden unter starken Minderwertigkeitsgefühlen. Sie haben Schwierigkeiten, ihre Gefühle insbesondere ihren Ärger auszudrücken und ihre Bedürfnisse durchzusetzen. Immer wenn sie sich traurig, ängstlich, angespannt oder ärgerlich fühlen, schlingen sie in einem Fressanfall alles in sich hinein. Die Angst, dick zu werden, treibt sie dann dazu, sich den Finger in den Hals zu stecken, um die aufgenommene Nahrung wieder loszuwerden. Nach dem Fressanfall nehmen sie sich vor, noch weniger zu essen und sich noch mehr zu kontrollieren. So kommen sie immer mehr in einen Teufelskreis hinein und können schließlich gar nicht mehr unbeschwert mit der Nahrung umgehen. Das selbst herbeigeführte Erbrechen führt mit der Zeit zu starken körperlichen Schädigungen. Als Außenstehende können Sie wenig für Ihre Freundin tun. Sie braucht dringend psychotherapeutische Hilfe. Machen Sie Ihre Freundin auf die Selbsthilfegruppe Anad aufmerksam.

Autismus (Gesundheit)

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Der frühkindliche Autismus wird zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen gezählt. Wohl bekanntester "Autist" ist Ray, gespielt von Dustin Hoffman aus dem Film Rain Man.

Vor dem dritten Lebensjahr zeigen sich bei autistischen Kindern

  • Störungen in der Kommunikation: Sprache ist auffällig. Z.B. ständige Wiederholung bestimmter Wörter
  • Störungen im sozialen Kontakt: Abkapselung, kaum möglich, eine Beziehung aufzubauen
  • eingeschränkte Interessen und stereotype Verhaltensmuster (z.B. intensives Beschäftigen mit einem bestimmten Gegenstand, Wiederholung bestimmter Finger- oder Handbewegungen)

Autisten sträuben sich häufig gegen Veränderungen. Neue Situationen lösen bei ihnen massive Angst aus. Manchmal treten starke Aggressionen gegen sich selbst oder andere auf.

Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (Gesundheit)

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Unter ADS und ADHS versteht man das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom und das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom. Die beiden Syndrome umfassen eine Störung, die sich bereits im frühen Kindesalter zeigt.

Schätzungsweise 400.000 Kinder leiden in Deutschland unter dem Zappelphilipp-Syndrom, wie das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom auch genannt wird. Jungen erkranken etwa drei- bis viermal so häufig daran, wie Mädchen. Folgende Beschwerden treten auf:

  • Das Kind kann sich nicht konzentrieren. Es träumt, lässt sich leicht ablenken, ist unaufmerksam. Es springt auf alles Neue an.
  • Das Kind reagiert impulsiv. Man hat den Eindruck, es reagiert, ohne zu denken. Es redet zu viel und unterbricht andere. Es zeigt starke Gefühlsschwankungen und Wutanfälle.

Bei ADHS kommt noch folgende Störung hinzu:

  • Das Kind ist unruhig und hat einen übermäßigen Bewegungsdrang. Es redet mit Händen und Füßen.
  • Besonders in Gruppensituationen treten die Probleme auf.
  • Die Störung hält länger als 6 Monate an.

Weitere Hinweise auf ADS bzw. ADHS können sein:

  • Distanzlosigkeit
  • geringe Frustrationstoleranz
  • Kaspern
  • Einschlafschwierigkeiten

Die Kinder bekommen infolge des ADHS in Schule und Kindergarten Probleme mit anderen Kindern und Geschwistern, es gibt viele Konflikte mit den Eltern, die Schulleistungen leiden. Andere psychische Störungen können die Folge sein.

Als Ursache vermutet man, dass die Informationsverarbeitung und Weiterleitung zwischen verschiedenen Hirnabschnitten nicht richtig funktioniert. Auch genetische Faktoren sowie das soziale Umfeld sollen eine Rolle spielen.

Wer bei seinem Kind mehrere der oben genannten Verhaltensmuster erkennt, der sollte sein Kind einem Kinderpsychiater oder einem auf ADS spezialisierten Kinderarzt bzw. bei einer auf ADHS spezialisierten Beratungsstelle vorstellen.

Lautet die Diagnose ADS bzw. ADHS besteht die Therapie gewöhnlich aus vielen unterschiedlichen Bausteinen:
Eltern, Erzieher, Lehrer und Geschwister werden mit einbezogen. Der Tagesablauf wird strukturiert, äußere Reize werden reduziert, die Psychomotorik wird gefördert, die Kinder erhalten ein Selbstinstruktionstraining. Das Selbstinstruktionstraining ist eine Methode der Verhaltenstherapie. In diesem Training lernt das Kind, sich in Gedanken bei seinen Handlungen selbst anzuleiten. Häufig wird die Behandlung durch Stimulanzien wie z.B. Ritalin oder Antidepressiva ergänzt, welche den Dopaminstoffwechsel im Gehirn beeinflussen.

Zuckerhaltige Softdrinks wie Cola und Limo können bei manchen Kindern die Hyperaktivität verstärken.

Das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom gibt es auch bei Erwachsenen.

Betroffene können sich schwer konzentrieren, sind zerstreut, sprunghaft, reizbar, impulsiv, neigen zu Wutausbrüchen, haben eine geringe Frustrationstoleranz und leiden unter einer inneren und motorischen Unruhe (Hyperaktivität). Sie trommeln mit den Fingern, laufen eher schnell oder hektisch und tun sich schwer, über längere Zeit still zu sitzen. Die Symptome des Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms führen oft zu Problemen am Arbeitsplatz, da die Betroffenen langsam arbeiten und ihnen Flüchtigkeitsfehler unterlaufen. Und auch die Partnerschaft ist durch die Beschwerden beeinträchtigt und es kommt zu Beziehungsproblemen.

Schätzungsweise 50 Prozent der Kinder, die unter dem ADHS leiden, zeigen auch als Erwachsene noch Symptome dieser Erkrankung. Allerdings sind bei vielen Erwachsenen die Symptome leichter und deshalb kommen diese oft ohne Therapie oder Medikamente aus.

Schlafstörungen - Insomnie (Gesundheit)

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Schlafstörungen

Die Schlafstörung wird in der Fachsprache auch Insomnie genannt. Sie umfasst Probleme beim Einschlafen, beim Durchschlafen, häufiges Erwachen in der Nacht und sehr frühes Aufwachen am Morgen und/oder eine schlechte Schlafqualität.

Wann spricht man von einer Schlafstörung?

Von einer beginnenden chronischen Schlafstörung spricht man, wenn man über einen Zeitraum von 4 Wochen jeweils an 4 Tagen in der Woche unter Einschlaf- bzw. Durchschlafstörungen leidet, wobei man 30 und mehr Minuten zum Einschlafen braucht und 45 Minuten und mehr um wieder nach dem Aufwachen wieder einzuschlafen.

Welche Ursachen können hinter Schlafstörungen stecken?

Hinter einer Schlafstörung können sich unterschiedliche Ursachen verbergen:

  • körperliche Ursachen wie z.B. Schmerzen, Sodbrennen, restless legs, Nasenscheidenwandverkrümmung, Schlafapnoe, Herz- oder Atemerkrankungen, Tinnitus
  • Medikamente, die sich negativ auswirken wie z.B. Schlafmittel, Weckamine, Schmerz- und Grippemittel, Asthmamittel
  • Drogen oder Getränke, die sich negativ auf den Schlaf auswirken wie z.B. Kaffee, Cola, Alkohol
  • Umgebungsbedingungen: Lärm, Hitze, Kälte, trockene oder schlechte Luft, unbequemes Bett, Schnarchen des Partners, Licht
  • Schichtarbeit oder Jet lag und infolge davon Störungen im Schlaf-Wach-Rhythmus
  • seelische Probleme: Angst, Depression, posttraumatische Belastungsstörung, Stress, Konflikte, Sorgen
  • falsche Schlafgewohnheiten und Einstellungen: unrealistische Erwartungen an das eigene Schlafverhalten, das Bett wird für vielerlei Aktivitäten benutzt, Überschätzung der eigenen Schlafmenge.

Die Behandlung von Schlafstörungen

Wenn Sie unter Schlafstörungen leiden, dann suchen Sie einen Psychiater oder Psychologen auf. Hausärzte kennen sich in der Regel mit Schlafstörungen zu wenig aus. Hinzukommt, dass Hausärzte zu wenig Zeit für Gespräche haben und diese sind für eine genaue Ursachenforschung unabdingbar.

Medikamente, insbesondere sogenannte Benzodiazepine, sind in der Anfangsphase einer chronischen Schlafstörung nicht nur überflüssig, sondern auch schädlich. Schlafmittel beeinträchtigen nach kurzer Zeit der Einnahme die Schlafqualität und es kommt zu Schlafmittelbedingten Schlafstörungen.

Wenn Sie 30 Minuten nach dem Zubettgehen nicht eingeschlafen sind, dann stehen Sie wieder auf, statt sich im Bett hin- und herzuwälzen.

Bei psychisch bedingten Schlafstörungen müssen Betroffene, eventuell im Rahmen einer Verhaltenstherapie, lernen, ihre persönlichen und beruflichen Probleme zu lösen, Sorgen, Ängste und Depressionen zu überwinden, bei persönlicher und beruflicher Überforderung Verantwortung abzugeben, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Sehr hilfreich bei der Behandlung von Schlafstörungen sind aktive und passive Entspannungsmethoden. Zu den aktiven Entspannungsmethoden zählen körperliche Bewegung und Sport wie etwa Walken und Spazierengehen. Zu den passiven Entspannungsmethoden zählen Entspannungs- und Atemtechniken wie das Autogene Training oder die Progressive Muskelentspannung.

Bei Schlafstörungen sollte man tagsüber kein Nickerchen machen, da dadurch das Schlafbedürfnis am Abend gemindert wird und man sich deshalb schwerer tut, einzuschlafen.

Bewährte Hausmittel bei Schlafstörungen sind hochdosiertes (!) Baldrian sowie warme Fußbäder vor dem Schlafengehen.

In über 300 Städten gibt es in Kliniken Schlafambulanzen und Schlaflabors, in denen Schlafstörungen behandelt werden. Es gibt auch spezielle Schlaftrainings, bei der die Bettliegzeit begrenzt wird und Betroffene lernen, ihr nächtliches Grübeln und den Druck auf ihr Schlafverhalten zu reduzieren.

Die Magersucht (Gesundheit)

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Magersucht (Anorexie)

Die Magersucht oder Anorexia nervosa ist eine seelisch bedingte Essstörung. Das Körpergewicht liegt mindestens 15 Prozent unter dem normalen oder dem für das Alter und die Körpergröße angemessenen Gewicht.

Am häufigsten tritt die Magersucht bei heranwachsenden Mädchen und jungen Frauen auf. Oft steht zu Beginn eine Diät.

Wenn wir unter einer Anorexie leiden, dann besteht unser Alltag darin, uns mit der Vermeidung von Gewichtszunahme bzw. mit dem Abnehmen zu befassen. Wir sind Experten in Ernährungsfragen, wissen genau über Nährwert der Nahrungsmittel Bescheid und vermeiden "fett machende" Lebensmittel. Wir sehen uns selbst als zu dick und leben in der beständigen Angst, zu dick zu werden. Wir treiben exzessiven Sport und setzen Erbrechen, Abführmittel, Appetitzügler und Entwässerungsmittel ein, um die Gewichtsabnahme zu beschleunigen oder das Gewicht auf niedrigem Niveau zu halten. Diese selbst gewählte Askese erfüllt uns mit Stolz und stärkt unser Selbstwertgefühl. Wir können oft erst in einer Psychotherapie erkennen, dass wir mit diesem Verhalten unseren Körper schädigen und die reduzierte Nahrungszufuhr kein geeigneter Weg ist, unsere Gefühle zu steuern und unser Selbstwertgefühl zu stärken.

Durch die Unterernährung kommt es zu körperlichen Veränderungen; bei Frauen zum Ausbleiben der monatlichen Blutung, bei Männern zum Nachlassen sexuellen Verlangens und Potenzverlust. Auswirkungen kann die Magersucht außerdem auf das Kreislaufsystem, die Zusammensetzung des Blutes, die Knochendichte und die Zähne haben. Schwindel, ständiges Frieren, Hauttrockenhaut, Ohnmachtsanfälle und ein Wachstumsstopp können auftreten.

Die Magersucht kann schließlich bei etwa 10 Prozent der Betroffenen zum Tode führen.

Die Wissenschaft geht heute davon aus, dass erbliche Komponenten und die Lernerfahrungen eine Rolle spielen. Kritische Kommentare über das Gewicht und die Schönheitsideale, die von der Gesellschaft und den Medien vertreten werden, können den Impuls zu einer ersten Diät geben und sozusagen den Kreislauf beginnen. Auch ein geringes Selbstwertgefühl, perfektionistische Forderungen, sexueller Missbrauch und Eltern, die zu viel erwarten und wenig unterstützen, können mitbeteiligt sein.

In der Behandlung der Magersucht - meist in einer psychosomatischen Klinik oder psychotherapeutischen Abteilung einer Klinik - kommen Familientherapie und die Verhaltenstherapie zum Einsatz.

Warum haben wir Liebeskummer? (Gesundheit)

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Liebeskummer - wenn das Herz zerbricht

Wenn wir in der Phase der Verliebtheit verlassen werden, dann stürzen wir meist in eine tiefe Krise und geraten in einen seelischen und körperlichen Ausnahmezustand, den Liebeskummer.

Wie äußert sich Liebeskummer?

Liebeskummer beeinflusst unsere gesamte Person: unser Denken, unsere Gefühle, unseren Körper und unser Verhalten. Liebeskummer ist wie ein Entzug von Drogen. Im Falle von Liebeskummer sind die Drogen unsere Glückshormone. Wenn wir verliebt sind, werden eine Menge Glückshormone - Dopamin - ausgeschüttet, die uns in den wunderbaren Ausnahmezustand des Verliebtseins versetzen. Bei akutem Liebeskummer versiegt die Produktion. Es kommt zu einem regelrechten Drogenentzug.

Gleichzeitig werden jede Menge Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet. Die Folge: wir können nicht schlafen, uns nicht konzentrieren, haben Heißhunger- und Fressattacken oder haben überhaupt keinen Hunger. Unsere Gedanken kreisen nur um den Verlust und wir befinden uns seelisch und körperlich in einem Ausnahmezustand.

Bei Liebeskummer durchlaufen wir 3 emotionale Phasen. Diese sehen so aus:

1. Nicht-Wahrhaben-Wollen
In dieser Phase können/wollen wir nicht glauben, dass alles zu Ende ist. Wir kämpfen darum, den anderen zurückzugewinnen. Wenn unsere Versuche, den anderen zurückzugewinnen, scheitern, kommen wir in die 2 Phase.

2. aufbrechende Gefühle wie Wut, Depressionen
Es wird uns bewusst, dass die Beziehung zu Ende ist. Wir sind maßlos wütend und haben Rachegedanken, wollen es dem anderen heimzahlen, dass er uns verschmäht. Nicht selten setzen wir unsere Rachegedanken auch in die Tat um, was uns kruzfristig ein gutes Gefühl gibt. Besonders beliebt bei Männern, die unter Liebeskummer leiden, ist das Stalking.

Männer und Frauen gehen in der Regel unterschiedlich mit den Gefühlen der Hilflosigkeit und den Selbstzweifeln um, die in dieser Phase hochkommen. Frauen reagieren eher mit Depressionen und greifen eher zu Medikamenten. Männer dagegen greifen eher zum Alkohol, verdrängen die seelischen Schmerzen und stürzen sich vielleicht gleich in ein neues Liebesabenteuer.

Wie stark wir in dieser Phase unter dem Liebeskummer leiden, hängt entscheidend von unserem Selbstwertgefühl ab, das wir vor der Trennung hatten. Je geringer es war, umso stärker sind bei einer Trennung unsere Selbstzweifel, umso mehr nehmen wir das Verlassenwerden persönlich und umso mehr leiden wir unter der Trennung und dem Liebeskummer.

3. Loslassen und Neuorientierung
Die negativen Gefühle klingen ab, wir sind wieder offen für das, was um uns herum vorgeht. Die Gedanken kreisen nicht mehr ständig um den Verlust. Wenn wir die Phase des Abschiednehmens und des Trauerns überwunden haben, sind wir wieder offen für neue Beziehungen und eine neue Partnerschaft. Wir öffnen uns wieder für andere Menschen. Unser Körper kommt wieder ins Gleichgewicht.


519 Artikel (65 Seiten, 8 Artikel pro Seite)

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