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AppleWer immer gerne im Trend der Technik mithalten möchte, braucht auch das nötige Geld dazu. Denn der neue iMac-Pro hat einen schönen Preis auf Lager, da sollte man die Spardose 3x umdrehen. Auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC 2017 (Worldwide Developers Conference) im Juni hatte Apple eine ganze Reihe neuer Hardware vorgestellt. Neben der Präsentation von iMacs und MacBooks, die bereits erhältlich waren, gab der Hersteller einen Ausblick auf den neuen iMac Pro. Die guten Nachrichten: Das Gerät ist ab heute erhältlich und der leistungsstärkste iMac, den es je gab! Die schlechte: Er ist auch der mit (weitem) Abstand teuerste Rechner der Marke, den es je gab.

Apple iMac Pro: ABER HALLO, kostet nur an die 5.499 Euro aufwärts
Bei der offiziellen Vorstellung des frischen Geräts sprach Apple von einer Veröffentlichung im Dezember 2017. Weil das Unternehmen dazu anschließend schwieg, schwand bei Fans die Hoffnung auf den Dezembertermin. Kürzlich dann die Erlösung: Wie auf der Apple-Website zu lesen, kommt der iMac Pro am Donnerstag, den 14. Dezember, in den Handel. Dieser ist auch hierzulande im Apple Store bestellbar. Die Preise sind allerdings gigantisch hoch: Das Einstiegsmodell kostet bereits 5.499 Euro – und wer die volle Ausstattung wählt, zahlt über 15.500 Euro. Damit unterstreicht Apple einmal mehr, wer die Zielgruppe der All-in-one-Rechner ist: in erster Linie professionelle Anwender. Auch die Lieferzeit ist enorm: Apple gibt zwischen sechs und acht Wochen an.

Bekommt Siri einen eigenen Prozessor?
Die Sprachassistentin Siri ist ein fester Bestandteil des Apple-Systems. Die smarte Helferin soll ebenso im iMac Pro zum Einsatz kommen und einen zweiten Prozessor nutzen – das fanden der Programmierer Steve Troughton-Smith und der Professor für Wirtschaftswissenschaften Jonathan Levin beim Durchforsten der neuen Version von BridgeOS heraus. Die enthält nämlich Hinweise auf einen A10-Chip als Co-Prozessor, der auch in den Modellen Apple iPhone 7 und Apple iPhone 7 Plus steckt. Im iMac soll er etwa die „Hey, Siri”-Funktion selbst im Stand-by-Modus ermöglichen. Viel wichtiger finden die beiden Männer allerdings die Option, dass der ARM-Chipsatz den Boot-Vorgang und sämtliche Sicherheitsprozesse übernimmt. Falls das zutrifft, bedeutet es eine Vereinheitlichung von iOS und macOS – und ein schnelleres Hochfahren der Geräte. Ob der entsprechende Chip tatsächlich mit an Bord ist, zeigt sich allerdings erst, wenn die ersten iMac-Pro-Geräte an ihre Besitzer gegangen sind (also in sechs bis acht Wochen) und ein paar davon ihren Neuerwerb zerlegt haben.

iMac Pro: Viel Leistung im Inneren
Im Inneren des iMac Pro werkelt ein starker Intel-Xeon-Prozessor mit bis zu 18 Kernen, der anspruchsvolles, professionelles Arbeiten erlauben soll. Als Grafikeinheit setzt Apple auf die neue Radeon Vega. Der HBM2-Speicher (High Bandwidth Memory, auf Deutsch: „Speicher mit hoher Bandbreite“) ist bis zu 16 Gigabyte schnell und soll bis zu 11 Teraflops präzise Rechenleistung – etwa für Echzeit-3D-Renderings – sowie eine hohe VR-Bildrate ermöglichen. (Kurze Erklärung: HBM2 ist der Nachfolger von HBM und verdoppelt den Speicherdurchsatz.) Soll es weniger genau sein, etwa für maschinelles Lernen, liefert der iMac Pro eine Leistung von starken 22 Teraflops. Zudem unterstützt das Gerät bis zu 4-Terabyte-SSDs und bis zu 128 Gigabyte ECC-Speicher. Und: Mit den vier Thunderbold-3-Anschlüssen lassen sich bis zu zwei Hochleistungs-RAID-Arrays und zwei 5K-Displays gleichzeitig betreiben. Für eine schnelle Datenübertragung im Netz verfügt der iMac Pro erstmals über einen 10-Gigabit-Anschluss.

Neues Gehäuse für bessere Kühlung
Laut John Ternus, Vice President Hardware Engineering von Apple, hat man für den iMac Pro das ganze System neu konstruiert, damit in das elegante und leise iMac-Gehäuse noch mehr Leistung passt. Denn Prozessor und Grafikchip brauchen eine gute Kühlung – was das neue Gehäuse ermögliche: Bis zu 80 Prozent mehr Kühlleistung soll es erlauben. Zudem bekommt der iMac Pro mit „Space Grey“ (direkt übersetzt: „Weltall-Grau“) eine schicke neue Farbe. Der 27-Zoll-Bildschirm ist selbstredend mit Retina sowie 5K ausgerüstet. Er stellt, wie bei den neuen iMacs, bis zu 1 Milliarde Farben dar und ist heller als Vorgängermodelle.
Quelle Roland Tarer