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Honor View 10Das Honor View 10 ist ein sehr gutes Smartphone mit einem 18:9-Display und einem enorm schnellen KI-Chip. So verfügt dieses Smartphone auch über eine sehr gute Dual-Kamera in einem schönen Alu-Design. Das Jahr geht zu Ende, langsam kehrt Besinnlichkeit ein. Da ist man schon auf ein gutes Smartphone sehr besinnt. Gut und auch günstig soll es sein, und natürlich auch in der Technik überzeugen.

Ob Apples iPhone X, Samsungs Galaxy Note 8 oder das Huawei Mate 10 Pro – alle hochpreisigen Flaggschiffe haben unlängst das Licht der Welt erblickt und warten nun darauf, gut verpackt unter dem Weihnachtsbaum zu landen. Doch Huawei-Tochter Honor bricht die vorweihnachtliche Ruhe und stellt mit dem Honor View 10 eine interessante Alternative für den Wunschzettel vor, die vor allem den Geldbeutel erfreuen dürfte.

Honor V10: Abgrenzung zu Huawei Mate 10 Pro
Moment! Hat Honor nicht gerade erst das Honor 7X vorgestellt, das der 300-Euro-Liga ein großes 18:9-Display beschert? Gut aufgepasst. Doch die Mittelklasse ist den Chinesen offenbar nicht genug. Mit dem Honor View 10 hat man nun eine neue Speerspitze an Bord, die den Luxus-Geräten den Preiskampf ansagen soll. Für bemerkenswert preiswerte 499 Euro gibt es ein leicht abgespecktes Mate-10-Pro-Gegenstück (Kostenpunkt wohlgemerkt 799 Euro), das sich in den technischen Details leicht, jedoch in erster Linie optisch unterscheidet. Dass der Handy-Hersteller Honor und Huawei in der Regel gemeinsame Wege gehen, ist kein Wunder. Schließlich bezieht Honor seine Bauteile (nahezu) ausschließlich von seinem Mutterkonzern. Das freut vor allem preisbewusste Kunden – Honor-Smartphones sind vor allem für ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt.

Honor View 10: Schickes Alu-Design
Die Außenhülle des Honor View 10 besteht aus einem hochwertig verarbeiteten Aluminium-Block, der sich durch seine raue Oberfläche angenehm anfühlt. Durch den schmalen Rahmen – gut 79 Prozent der Vorderseite werden vom Bildschirm bedeckt – und das gut verteilte Gewicht (172 Gramm) liegt das V10 gut in der Hand. Die abgerundeten Ecken tun ihr Übriges dazu. Überraschend: Anders als bei der Konkurrenz, verschwindet der Fingerabdrucksensor nicht nach hinten (Huawei Mate 10 Pro oder Galaxy Note 8) oder gleich ganz von der Bildfläche (iPhone X). Auf die geringe Rahmenfläche quetschen die Chinesen den zuverlässig arbeitenden Scanner tatsächlich noch rein. Selbst der 3,5-Millimeter-Kopfhöreranschluss findet trotz der geringen Dicke von 7 Millimetern auf der Unterseite seinen Platz.

Honor View 10: 18:9-Display ja, OLED nein
Auf der Vorderseite breitet sich das 6-Zoll-Display großzügig aus. Der langgezogenen 18:9-Bildschirm löst im Full-HD+-Format (2160x1080 Pixel) auf und bringt genug Schärfe (403 Bildpunkte pro Zoll) ins Spiel. Anders als beim artverwandten Mate 10 Pro oder dem Preis-Bruder OnePlus 5T, kommt hier aber nicht die immer beliebter werdende OLED-Technik zum Einsatz. So ist das LCD-Panel hell genug, um selbst mit grellem Kunstlicht fertig zu werden. Im direkten Vergleich mit der anvisierten Elite fehlt es allerdings LCD-typisch an Kontrast und Farbbrillianz. Die ist für heutige Ansprüche vollkommen okay, mehr aber auch nicht. Hier hat das ebenfalls für 499 Euro erhältliche OnePlus 5T dank AMOLED-Zauber die Nase vorn.

Honor View 10: Hardware mit Grips
Bei den Innereien hat sich im Vergleich zum Huawei Mate 10 Pro nichts getan. So arbeitet auch im View der neue Prozessor Kirin 970, der eine zusätzliche Recheneinheit speziell für KI-Anwendungen (künstliche Intelligenz) abstellt. Neben den vom Mate bekannten Einsatzzwecken (Akkuüberwachung, lokaler Foto-Übersetzer und Motiv-Erkennung) verbessert der smarte Helfer auch die Gesprächsverständlichkeit und gibt beim anspruchsvollen Spielen letzte Leistungsreserven frei. Mit 6 Gigabyte Arbeitsspeicher (RAM) und 128 GB internem Speicher ist die Ausstattung sehr üppig, zumal sich zusätzlich auch microSD-Speicherkarten einsetzen lassen. Alternativ lässt sich der Platz für eine zweite SIM-Karte – die sogar ebenfalls im LTE-Netz funken kann. Ein Novum, das sonst nur das Mate 10 Pro beherrscht. Das View 10 kommt auf eine Akkukapazität von 3.750 Milliamperestunden und lädt den Energiespender dank Schnellladefunktion nach einer halben Stunde schon wieder bei 50 Prozent Leistung.

Honor View 10: Dual-Kamera ohne Leica
Die hintere Dual-Kamera löst mit 16 Megapixel (Farb-Sensor) und 20 Megapixeln (Monochrom für Schwarz-Weiß-Bilder) auf – und das ohne Leica-Zusammenarbeit. Anders als beim Huawei-Bruder, ist die Blende etwas lichtschwächer (f/1,8 statt f/1,6), was sich im ersten Praxis-Einsatz aber kaum bemerkbar machte. Die Test-Fotos strotzten vor Details und kräftigen Farben, bei Dunkelheit rauschten die Bilder allerdings dennoch – trotz KI-Eingriff. Kurios, aber wahr: Mit einem kommenden Software-Update soll die Frontkamera (13 Megapixel) eine Spezialität des iPhone X nachahmen – das View 10 bekommt einen Animoji-Klon.

Honor V10: Preis, Verfügbarkeit
In Deutschland ist das View 10 in Schwarz und Blau ab Januar 2018 für bemerkenswerte 499 Euro erhältlich. Eine wahrhaftige Kampfansage an die deutlich teurere Konkurrenz wie Samsungs Galaxy S8 (568 Euro), das Huawei Mate 10 Pro (799 Euro) oder auch Apples iPhone X (1.150 Euro).

PRO

  • Starkes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Scharfes und Helles 18:9-Display
  • Üppiger Speicher, der auch noch erweiterbar ist
  • Dual-SIM
  • Starke Hardware mit Extra-KI-Chip

Kontra

  • Nicht wasserdicht

Quelle Eskin