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Gesundheit


Fussbad, Bimsstein und Co: Die Füsse richtig pflegen (Gesundheit)

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Eigentlich sollten wir unsere Füsse auf Händen tragen: Der Fuss eines Erwachsenen muss bei jedem Schritt 450 Kilogramm Druckgewicht aushalten. 114 Bänder, 26 Fussknochen, 33 Gelenke und 20 Muskeln spielen beim Gehen virtuos zusammen. Bei der Pflege werden die unteren Extremitäten trotzdem schwer vernachlässigt - und dunkle Geheimnisse kommen zum Vorschein, wenn die Österreicher ihre Socken lüften: Denn vier von zehn Österreichern pflegen ihre Füsse weniger als den Rest des Körpers. Dabei führt genau das zu mitunter schmerzhaften Fussleiden.
 

"Eine mangelhafte oder ausbleibende Pflege der Füsse begünstigt die vermehrte Hornhautbildung an besonderen Druckstellen, etwa bei Fussfehlstellungen, und somit die Ausbildung von schmerzhaften Hühneraugen, Dornwarzen und Einrissen", warnt Heike Fesq, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie. "Ausserdem kommt es zum vermehrten Auftreten von Fusspilz zwischen den Zehen und an den Fusssohlen und gegebenenfalls auch zu anderen z.B. bakteriell bedingten Hauterkrankungen."

Nur Babys haben keine Hornhaut

Hornhaut an den Füssen haben wir alle, ausser Babys, die die Haut an den Füssen noch nicht mechanisch belasten. Sie sorgt für einen mechanischen und sensorischen Schutz der Fusssohlen. Ohne Hornhaut wären die stark mit Nervenenden versorgten Sohlen heftig überreizt, und der Mensch wäre nur eingeschränkt gehfähig. Verdickte und daher nicht mehr ausreichend elastische Hornhaut aber neigt zu schmerzhaften Einrissen.

Ein Besuch im Fusspflege-Studio ist also nicht erst dann angezeigt, wenn eingewachsene Zehennägel schon schmerzen oder sich Hühneraugen gebildet haben. Professionelle Behandlung ersetzt aber auch nicht die regelmässige Zuwendung zu Hause.

Fussbad, Bimsstein und Peeling

Die beginnt mit einem warmen Fussbad, das auf die Pediküre vorbereitet. Nach etwa zehn Minuten im Wasser ist die Hornhaut aufgeweicht und kann mit einem Bimsstein abgerubbelt werden. Hornhauthobel mit scharfen Klingen sind nur etwas für Geübte. Wenn es lediglich raue Stellen zu bekämpfen gilt, reicht ein Peeling für die Füsse.

Zehennägel richtig schneiden

Zehennägel gehören gerade geschnitten. Sonst wachsen die Enden ein, das kann grosse Schmerzen verursachen. Die Kanten glättet man mit einer Feile. An der Nagelhaut sollte nicht herumgeschnipselt werden. Nach dem Bad ist sie weich und lässt sich vorsichtig zurückschieben.

Cremen, kühlen, pudern

Zum Abschluss wird geschmiert: Feuchtigkeitsspendende Fusscremen, die Verhornungen und rissiger Haut vorbeugen, pflegen mit Allantoin, Panthenol, Urea oder Lanolin. Leichte Gels mit Zusätzen wie Menthol oder Pfefferminze kühlen und erfrischen. Gegen unangenehme Gerüche helfen - neben dem Waschen - Fusspuder und -deodorants sowie geruchsfilternde Einlagen.

Fusspilze medikamentös behandeln

Fusspilz verschwindet auch bei bester Fusspflege nicht einfach so. Erst durch eine medikamentöse Behandlung werden die Pilze abgetötet.

Tipps zur Prävention:

 

  • Zwischen den Zehen gut abtrocknen
  • Badeschlapfen tragen
  • Keine engen oder zu hohen Schuhe (das behindert die Durchblutung)
  • Socken und Schuhe regelmässig wechseln
  • Bei Verdacht auf Nagelpilz sofort zum Arzt

Noch was: Schweissfüsse neigen verstärkt zu Fusspilz. Schuhe und Socken sollten daher atmungsaktiv sein.

Weitwandern beflügelt Körper und Seele (Gesundheit)

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Das satte Grün von Wiesen und Wäldern, ein plätscherndes Bächlein und unendliche Ruhe – wer sich für eine Weitwanderung entscheidet, kann sowohl für den Körper als auch für die Seele etwas Gutes tun.
 

Der Unterschied zum herkömmlichen Wandern besteht darin, dass beim Weitwandern Tage, Wochen oder sogar Monate marschiert wird. Das ist ein idealer Ausgleich für einen stressigen Alltag. Ausserdem gilt es als ideale Ausdauersportart: Der Stoffwechsel wird angeregt, die Atmung verbessert und auch die Fettverbrennung  erhöht.

„Wer sich auf diesen Weg begibt, sollte sich aber unbedingt einer sportärztlichen Untersuchung unterziehen“, betont Univ.-Prof. Dr. Norbert Bachl vom Zentrum für Sportmedizin in Wien. „Patienten mit leichten Herzbeschwerden oder Stoffwechselstörungen dürfen sich nicht überfordern. Wichtig ist, immer eine Telefonnummer vom nächsten Spital oder eine Notfallnummer mit zu haben. Diabetiker sollten Erfahrung mit Bewegung und Insulineinstellung mitbringen.“

Nicht vom Bürosessel in die Wanderschuhe

Realistische Ziele setzen. Bevor man sich auf eine mehrtägige oder -wöchige  Wanderung begibt, sollte man seine Grundkondition  überprüfen: Kürzere Strecken (etwa zweimal drei Stunden) gehen. Nicht zu empfehlen ist es, vom Bürosessel direkt in die Wanderschuhe zu steigen und eine lange Tour zu unternehmen. Dann können nämlich neben Blasen und Druckstellen an den Füssen auch schlimmere Folgen wie Erschöpfungszustände, Gelenkprobleme usw. auftreten.

Neben ärztlichem Check und langsamer Steigerung der Wanderetappen muss auch auf geeignete Ausrüstung geachtet werden.

  • Schuhe: Die Schuhe (entweder Wander- oder auch Walkingschuhe) sollten nicht ganz neu, sondern schon eingegangen sein. Diabetiker müssen besondere Sorgfalt walten lassen, da bei ihnen Blasen und offene Stellen schlechter heilen!
  • Stöcke: Ideale Stöcke kann man bei  Bedarf verstellen. Kürzer beim Bergaufgehen, länger beim Bergabgehen, das schont die Gelenke.
  • In den Rucksack gehören neben Ersatzkleidung, Getränken und Lebensmitteln auch Regenschutz und Erste- Hilfe- Ausrüstung. Weitere Tipps gibt's zum Beispiel auf der Website des Alpenvereins.

In Österreich gibt es mehr als 100 regionale und überregionale Weitwanderwege unterschiedlicher Länge. Zehn davon werden als die "grossen österreichischen Weitwanderwege von 1 bis 10" bezeichnet. Reisebüros können bei der genauen Planung der Tour behilflich sein.

Weitwandern ist zwar eine äusserst gesunde Sportart, die sich auch bei Burnout und Stress sehr positiv auswirkt, bei psychischen Erkrankungen wie zum Beispiel Depressionen ist aber Vorsicht geboten: Durch intensive Beschäftigung mit sich selbst und wenig Kontakt zu anderen Menschen kann es vorübergehend sogar zur Verschlechterung kommen. Deshalb auf jeden Fall mit dem Arzt abklären!

Der Schmetterling hilft Schwangeren vor der Geburt (Gesundheit)

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Fit fürs grosse Abenteuer: Yoga hilft schwangeren Frauen, sich mental und körperlich auf die Geburt vorzubereiten. Den Sonnengruss für Schwangere haben wir bereits vorgestellt. Nun wollen wir uns dem Becken - dem Ort, wo's dann passiert - zuwenden und mit dem Schmetterling eine Übung vorstellen, die hilft, die Muskulatur optimal kennenzulernen.
 
 

Der Bauch ist quasi das erste Zuhause des neuen Erdenbürgers. Je aufrechter und gelöster die Haltung der schwangeren Frau ist, umso mehr Raum hat das Baby. So wird die Gebärmutter, der äussere Schutz für die Fruchtblase, zu einem besonders schönen Ort für die Kleinen. 

Die Beckenbodenmuskulatur hilft einerseits, das Becken in der Schwangerschaft kraftvoll und aufgerichtet zu halten. Wenn es nämlich aufgerichtet ist, haben die Organe mehr Raum und Halt, und der Brustkorb wird dadurch weit und frei. Andererseits sollte der Beckenboden bei der Geburt möglichst elastisch und entspannt sein. „Deshalb ist es wichtig, das Becken zu kräftigen, sich aber auch im Loslassen zu üben“, betont Yogalehrerin Rosa Holcik (E-Mail: rosa.holcik@utanet.at).

Die Übung Schmetterling hilft der Schwangeren. In der Infobox erklären wir den Ablauf der Übung Schritt für Schritt in Bildern.

Deutlich wird einer Frau diese Muskelbewegung, wenn sie sich vorstellt, beim Wasserlassen den Urinstrahl zu unterbrechen. Dafür würde sie nämlich die Beckenbodenmuskulatur benützen. Wenn man den Beckenboden zusammenzieht, spürt man den leichten Zug der Muskeln rechts und links an den Sitzbeinknochen und den unteren Schambeinästen, vorne an der Innenseite des Schambeins, ganz hinten am Steissbein und an der Innenseite des Kreuzbeins. Bauch- und Pomuskeln bewegen sich nicht!

 

Nie wieder rauchen! Die zehn besten Tipps zum Aufhören (Gesundheit)

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Der Weg zum Nichtraucher ist verdammt schwer. Er zahlt sich aber aus! Hier die zehn besten Tipps, damit dein Unterfangen auch gelingt.
 

1. Du darfst mit Hilfsmitteln arbeiten! Besorg dir Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummis in der Apotheke, die helfen dir über die ersten Tage hinweg. Kräuterzigaretten imitieren echte Zigaretten, sind jedoch nikotinfrei und lassen einen das liebgewonnene Ritual des Rauchens noch etwas länger geniessen. Frag in der Apotheke auch nach homöopathischen Mitteln.

2. Setz dir einen Termin, ab wann mit dem Rauchen Schluss ist, und erzähle möglichst vielen Menschen davon. Wette mit deinem Lebenspartner um einen besonderen Einsatz, dass du es diesmal schaffst.

3. Entsorge alle – wirklich alle! – Zigarettenvorräte, die du noch im Haus, in der Büroschublade, im Auto, in der Garage oder wo auch immer gehortet hast.

4. Ganz wichtig: Meide für einige Zeit Situationen, in denen du immer unbedingt eine Zigarette rauchen musst (nach dem Sex, beim Nachmittagskaffee, zum Bier im Wirtshaus, …), auch wenn es schwer fällt. Du weisst selber, wann du am anfälligsten für den blauen Dunst bist.

5. Lass dein Feuerzeug, wenn du ausser Haus gehst, daheim. Zigarettenschachteln solltest du sowieso keine mehr dabei haben.

6. Rauche vor dem endgültigen Ausstieg eine Marke, die du noch nie leiden konntest.

7. Vermeide Stress! Wenn du unangenehmen Situationen nicht aus dem Weg gehen kannst, so versuche, dir bewusste Entspannungszeiten anstatt einer Zigarette zu gönnen.

8. Trinke so viel wie möglich – aber keinen Alkohol, sondern Säfte, Tees, Mineralwasser. Das hilft beim Durchhalten.

9. Mach jetzt bitte keine Diät! Sich das Rauchen abzugewöhnen, ist Stress genug. Gönn dir ruhig ein Stück Schokolade. Du solltest jetzt sowieso versuchen, ein wenig mehr Sport zu betreiben, immerhin hast du jetzt bald mehr Luft dafür. Du könntest jetzt zum Beispiel den Fahrstuhl in deiner Arbeit Fahrstuhl sein lassen und die Treppen zu Fuss raufgehen.

10. Atme tief durch, wenn du Lust auf eine Zigarette verspürst. Zehn tiefe Atemzüge - und die Gier verschwindet.

Stress in der Schwangerschaft gefährlich (Gesundheit)

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Starke seelische Belastungen während des ersten Schwangerschaftsdrittels erhöhen das Schizophrenie-Risiko des Kindes im späteren Leben. Darauf weist der Berufsverband der Frauenärzte unter Berufung auf eine neue britische Untersuchung hin.
 

"Diese Studie verdeutlicht einmal mehr, dass die ersten drei Monate eine besonders sensible Phase des Embryos in der Schwangerschaft darstellen", sagt der zweite Vorsitzende des Verbandes, Klaus König. In diesem Zeitraum reagiere das Ungeborene am empfindlichsten auf äussere und innere Einflüsse.

Risiko für Fehlgeburten höher

"Schon frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass werdende Mütter, die unter Stress leiden, später mit grösserer Wahrscheinlichkeit Kinder mit einem niedrigen Geburtsgewicht zur Welt bringen", erklärt König. Auch das Risiko für Frühgeburten sei dann höher. Der neuen Studie zufolge erhöht sich die Gefahr einer schizophrenen Erkrankung des Kindes um 67 Prozent, wenn in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft ein Angehöriger der Mutter stirbt. Todesfälle im Zeitraum davor oder danach haben dagegen keinen Einfluss.

Stress verändert Hirnentwicklung

Dieses Ergebnis deckt sich laut König mit früheren Hinweisen, wonach verschiedene Stressoren - also chemische Botenstoffe - und Umwelteinflüsse die Hirnentwicklung von Ungeborenen verändern können. "Jüngst zeigte eine ähnlich angelegte Studie, dass eine Grippeerkrankung der Mutter im Verlauf der Schwangerschaft das Risiko für eine schizophrene Erkrankung des Babys erhöht", sagt der Gynäkologe. Auch in diesem Zusammenhang stünden bestimmte Stressoren, die von der Mutter ausgeschüttet werden, im Verdacht, die fetale Hirnentwicklung zu beeinflussen und das Risiko für eine Schizophrenie zu erhöhen.

Was du isst, beeinflusst die Gesundheit des Kindes (Gesundheit)

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Alles was du isst, bekommt auch dein Baby! Deshalb ist es so wichtig, schon von Beginn der Schwangerschaft auf ausgewogene Ernährung zu achten. Mangel an bestimmten Vitaminen kann sich beim Ungeborenen negativ auswirken.
 

Das Ernährungsverhalten beeinflusst sowohl die Entwicklung des Babys, als auch die Gesundheit der werdenden Mutter. Nicht nur Frühgeburten und Fehlentwicklungen drohen, sondern auch mögliche Erkrankungen im Erwachsenenalter. So gibt es Hinweise, dass Entwicklungs- und Wachstumsstörungen des Fötus Herz-, Gefäss- und Stoffwechselerkrankungen beim Erwachsenen zur Folge haben können.

Wichtige Nährstoffe für Schwangere

Für Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch ist es daher wichtig, auf die Zufuhr folgender Nährstoffe besonders zu achten:

  • Folsäure: Sobald Kinderwunsch besteht, sollten Frauen zusätzlich Folsäure zuführen, empfehlen Frauenärzte. Dieses B-Vitamin ist vor allem in Vollkornprodukten, grünem Blattgemüse, Brokkoli, Nüssen und Eigelb enthalten. Da es aber sehr licht- und hitzeempfindlich ist, sollten Schwangere, in Absprache mit dem Arzt, Folsäure in Form von Präparaten zuführen.
  • Jod: Wegen der verbreiteten Verwendung von Jodsalz leiden heute weniger Frauen an Jodmangel. Ob Sie zusätzlich Jod benötigen, muss ebenfalls mit dem Arzt geklärt werden. Jod fördert unter anderem den Stoffwechsel und die Entwicklung des Gehirns.
  • Eisen: Dieser Mineralstoff ist wichtig für die Blutbildung und daher die Versorgung des Babys mit Sauerstoff. Gute Eisenlieferanten sind Fleisch, Eigelb, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte.
  • Kalzium: Zum Aufbau von Skelett und Zähnen benötigt der Fötus erhöhte Mengen Kalzium. Milch, Milchprodukte und kalziumreiches Mineralwasser decken den Bedarf. Besteht Milchunverträglichkeit, kann der Arzt Kalziumtabletten verordnen.

Mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft wächst auch der Appetit. Das hat die Natur so eingerichtet, damit garantiert wird, dass Mutter und Kind ausreichend Nahrung erhalten. Ab dem 4. Schwangerschaftsmonat erhöht sich der Energiebedarf um etwa 300 bis 500 Kalorien. Trotzdem muss man nicht für zwei, also das Doppelte essen. Viel stärker als der Energiebedarf steigt nämlich der Bedarf an verschiedenen lebensnotwendigen Nährstoffen. Ideal sind deshalb Lebensmittel mit niedrigem Energiegehalt und hoher Nährstoffdichte wie zum Beispiel frisches Obst, Gemüse und Vollkornprodukte.

Die ungefähre Gewichtszunahme während einer Schwangerschaft sollte in etwa dreizehn Kilogramm betragen. Starkes Übergewicht kann zur Gefahr werden, da es Bluthochdruck und Schwangerschaftsdiabetes begünstigt.

Fünf kleine Mahlzeiten am Tag

Am besten sollten fünf kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt gegessen werden. So können Heisshungerattacken vorgebeugt werden. Folgende Lebens- und Genussmittel sind für Schwangere tabu: Alkohol und Nikotin, Rohmilch (-Käse), rohes oder halbrohes Fleisch, Leber, weich gekochte Eier, Süssspeisen mit rohen Eiern (z. B. Tiramisu), einige Fischprodukte wie Sushi, Shrimps, Graved Lachs.

Während der Schwangerschaft erhöhen sich das Blutvolumen und die Körperflüssigkeiten um die Hälfte, deshalb ist ausreichende Flüssigkeitszufuhr von etwa 1,5 bis 2 Litern erforderlich. Ideal: Wasser und Kräutertees.

Gesund abnehmen nach der Schwangerschaft (Gesundheit)

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Wenn das Baby da ist, wollen viele junge Mütter möglichst schnell ihr altes Gewicht wieder erreichen - so wie manche Filmstars, die sich nur wenige Wochen nach der Geburt wieder im Bikini präsentieren. Doch: Zu schnelles Abnehmen nach der Geburt kann sich negativ auf das Stillen auswirken. Sportfanatismus bringt sogar oft überhaupt nichts. Wir sagen dir, was tatsächlich machbar ist und wie du gesund dein Normalgewicht erreichst.
 

Gleich vorweg: Schwangerschaftskilos verlieren sich normalerweise ganz von selbst in den Monaten nach der Geburt. Erst wenn auch nach etwa sechs Monaten keine Gewichtsverringerung passiert ist, sollte darüber nachgedacht werden, eine Ernährungsumstellung oder Diät mit gleichzeitiger körperlicher Bewegung zu beginnen.

Kilos schmelzen oft von selbst - aber es gibt keine Garantie

Frauen mit einem Baby sollten sich nicht zu stark unter Druck setzen, so das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Eine Gewichtszunahme während der Schwangerschaft ist nicht nur normal, sie ist notwendig. Der Mutterleib muss das heranwachsende Baby ernähren. Der Körper lagert zum Beispiel viel Flüssigkeit ein, die er für den zusätzlichen Kreislauf von Plazenta und Baby benötigt. Ein Teil des zugenommenen Gewichts ist normalerweise wieder verschwunden, sobald das Baby geboren ist. "Oftmals bewirken die zusätzlichen Anstrengungen nach der Geburt - das Stillen und Versorgen des Neugeborenen - dass auch die weiteren Pfunde wie von selbst dahinschmelzen", so der Leiter des IQWiG, Professor Dr. med. Peter Sawicki. "Etwa die Hälfte aller Frauen verliert das zugenommene Gewicht jedoch nicht so schnell."

Übergewicht durch "essen für zwei"

Frauen, die während der Schwangerschaft übergewichtig geworden sind oder deren Übergewicht zugenommen hat, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, langfristig übergewichtig zu bleiben, wenn sie nicht sechs Monate oder ein Jahr nach der Geburt wieder Normalgewicht erreicht haben, berichtet das Institut.

"Gewichtsprobleme nach der Geburt zu vermeiden, heisst, sich bereits während der Schwangerschaft ausgewogen und gesund zu ernähren", sagt Professor Sawicki. Bei bereits vorhandenem Übergewicht oder einer Neigung dazu ist es keine gute Idee, in der Schwangerschaft "für zwei" zu essen und nicht ans Gewicht zu denken. Frauen benötigen eine für die eigene Gesundheit und die des Babys ausreichende Ernährung, aber eine Schwangerschaft ist nicht die Zeit, um es mit dem Essen zu übertreiben.

Tipps für die richtige Ernährung während der Schwangerschaft findest du in der Infobox.

Viel Bewegung nach der Geburt hilft nicht unbedingt

Auch wenn jetzt viele Frauenzeitschriften eine "Bikini-Diät" auf der Titelseite haben, die Traummasse bis zum Sommer verspricht: Es ist nicht der schnelle Erfolg, der am meisten zählt, warnt das Institut. Dies gilt erst recht nach einer Schwangerschaft. Es ist normal, dass es drei bis sechs Monate dauert, die während der Schwangerschaft zugenommenen Kilos wieder zu verlieren. Sport ist bei Gewichtsproblemen sinnvoll, doch nach einer Schwangerschaft hilft viel nicht unbedingt viel.

Das Institut hat Forschungsergebnisse zu der Frage analysiert, wie Frauen nach einer Geburt ihr Gewicht optimal senken können und ist zu folgendem Ergebnis gekommen:

  • Es gibt wissenschaftliche Belege, dass eine ausgewogene Ernährung Frauen hilft, ihr Gewicht nach einer Geburt wieder zu reduzieren - mit oder ohne körperlicher Bewegung.
  • Sehr anstrengende Übungsprogramme kurz nach der Geburt führten in Studien nicht zu einem zusätzlichen Gewichtsverlust.
  • Frauen müssen also kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie es in den stressigen Wochen nach der Geburt etwas ruhiger angehen lassen.

Professor Sawicki betont jedoch, dass es für Frauen wichtig ist, sich einige Zeit nach der Geburt auch wieder um die eigene Gesundheit und Fitness zu kümmern - auch wenn ein Baby das Leben gehörig durcheinander wirbeln kann.

Beckenbodentraining

Viele Frauen schwören zum Beispiel auf Pilates, um nach dem Baby wieder fit zu werden. Hier steht aber nicht das Abnehmen im Vordergrund, sondern das Training von Beckenboden- und Bauchmuskulatur, die während der Schwangerschaft und Geburt gelitten haben. Etwa neun bis zwölf Wochen nach der Geburt kann mit dem Training begonnen werden. Wer einen Kaiserschnitt hatte, sollte mindestens zwölf Wochen warten.

 

Medikamente aus dem Internet zu 95 Prozent gefälscht (Gesundheit)

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Wirkungslos oder gefährlich: Arzneimittel aus dem Internet sind zum grossen Teil Fälschungen. Bis dato unterschätzten Herr und Frau Österreicher die Bedrohung - die auch nicht leicht auszumachen ist. Optisch kann ein gefälschtes von einem echten Medikament sehr oft nicht unterschieden werden. Eine Informationsoffensive von Apothekerkammer und Finanzministerium unter dem Titel "Auf der sicheren Seite" soll nun über die Risiken informieren.
 

Derzeit gehen viele Konsumenten sehr unbedarft an Online-Bestellungen heran. Meist gehen sie davon aus, ein paar Euro zu sparen und idente oder zumindest gleichwertige Produkte wie in der heimischen Apotheke zu erwerben. Mitnichten: 95 Prozent der von Behörden aufgegriffenen Medikamente aus dem Internet sind Fälschungen. Enthalten sind neben falsch dosierten Wirkstoffen unter anderem Kot, Staub, und nicht selten gesundheitsgefährdende Gifte. Ganz zu schweigen davon, dass Beratung und Beipackzettel meist fehlen.

Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge boomt der Online-Handel mit gefälschten Medikamenten: derzeit wird weltweit ein jährlicher Umsatz von rund 58,9 Milliarden Euro erzielt. Die Gewinnspanne ist enorm. Hergestellt wird der Grossteil in Indien, Thailand und China.

Schamgefühl und vermeintliche Kostenersparnis

Warum der Kunde das Internet dem Gang in die Apotheke vorzieht, hat mehrere Gründe. Jedenfalls geht es nicht nur um eine vermeintliche Kostenersparnis, erläuterte der Präsident der Österreichischen Apothekerkammer, Heinrich Burggasser, im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien. Zu den am häufigsten online erworbenen Mitteln zählen Potenz-, Haarwuchs-, Diätpillen und Antidepressiva. Gerade in ländlichen Gebieten spiele wohl auch Schamgefühle eine Rolle.

Fälschungen wirkungslos bis tödlich

"Die Menschen sparen am falschen Platz" meinte Staatssekretär Reinhold Lopatka (ÖVP). "Sie spielen mit ihrer Gesundheit". Experten sehen dringenden Handlungsbedarf und setzen vor allem auf Aufklärung. Denn niemand kann einschätzen, ob und wie die auf dubiosem Wege gekauften Pillen wirken. Burggasser ergänzte: "Internet-Arzneien können tödlich oder wirkungslos sein". Oder auch beides: Es wurden auch schon gefälschte Krebs-Medikamente sichergestellt.

Strafen bei verschreibungspflichtigen Medikamenten

Wer hierzulande verschreibungspflichtige Arzneimittel via Internet bestellt, macht sich grundsätzlich strafbar. Burggasser begründet dies schlicht damit, dass man nie endgültig eruieren könne, wer hinter einer Online-Apotheke steht. "Es geht und die Gesundheit - und Ihren Geldbeutel!", lautete sein Appell. Teilweise sind die Versand-Produkte sogar teurer.

In der klassischen Apotheke gut aufgehoben

Übrigens: Während in Deutschland auch in "offiziellen" Apotheken schon Fälschungen gefunden wurden, gab es in den 1.280 österreichischen bis dato keinen einzigen derartigen Fall. Wer beim heimischen Fachmann kauft, ist also "auf der sicheren Seite".


519 Artikel (65 Seiten, 8 Artikel pro Seite)

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