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ANDY LEE LANG Rockin' Christmas - The Original - Wiener Stadthalle (Info)

Veranstaltungen Veranstaltung  Veranstaltung
Termindatum: Donnerstag, 16. Dezember 2010  Startzeit: 20:00h
Enddatum: Donnerstag, 16. Dezember 2010  Ende: 22:00h

ANDY LEE LANG
Rockin' Christmas - The Original
Donnerstag, 16.Dezember 2010, 20:00 Uhr
» wiener stadthalle - Halle F

Preiskategorien: (Preise inkl. Entgelte)
A - 70,00 EUR
B - 63,00 EUR
C - 57,00 EUR
D - 50,00 EUR
R - 30,00 EUR
VIP - 135,00 EUR
R = Rollstuhlbenutzer


VIP TICKET inkludiert:
Kat.-A-Sitzplatz, Sektempfang bei Fingerfood in der Pause mit Meet and Greet, Give away
Garderobe frei!
Auch 2010 wird es natürlich diese Show wieder geben und ANDY LEE LANG arbeitet schon fleissig daran, den sensationellen Erfolg von 2009 zu toppen.
Natürlich wird es wieder amerikanische Weihnachtsklassiker wie „Rudolph, The Red-Nosed Reindeer“, „Winter Wonderland“ oder „White Christmas“ geben, natürlich im typischen ANDY LEE LANG Sound.
Seine Versionen von „Merry Christmas Everyone“ und „Rockin’ Around The Christmas Tree” – verpackt in erfrischende Arrangements – werden auch diesmal wieder Highlights der Show sein. Abwechslung steht auch diesmal wieder im Vordergrund. Es gibt in diesem Jahr wieder einige neue Titel in der Show zu hören. ANDY LEE LANG wird wieder von seinen 7 ausgezeichneten Musikern von THE SPIRIT in bewährter Manier begleitet.
Und: es gibt wieder einen Stargast!
Lassen Sie sich überraschen!
Kategorie: Konzerte (Pop / Rock)
Veranstalter:
Fechter Management & Verlag GmbH
Sieveringerstrasse 194, A-1190 Wien

Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) (Gesundheit)

Information






Menschen mit Laktoseintoleranz können Milchzucker (Laktose) nicht oder nur unzureichend verdauen. Nehmen betroffene Personen laktosehaltige Lebensmittel oder Produkte zu sich, kann es zu Bauchkrämpfen, Blähungen, Übelkeit oder Durchfall kommen. Ursache für die Milchzuckerunverträglichkeit ist ein Mangel oder gänzliches Fehlen des Verdauungsenzyms Laktase im Dünndarm.


Bei der Laktoseintoleranz handelt es sich um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit aufgrund eines Enzymmangels und nicht - wie häufig angenommen - um eine Nahrungsmittelallergie. Nicht zu verwechseln ist die Laktoseintoleranz mit der deutlich selteneren Kuhmilchallergie. Bei Letzterer handelt es sich um eine echte Allergie, im Zuge derer das menschliche Immunsystem auf eines oder mehrere Eiweisse (Proteine) in der Kuhmilch überschiessend reagiert.


Wie viele Menschen sind betroffen?

Schätzungen zufolge können etwa drei Viertel der Weltbevölkerung Laktose nach dem vierten bis sechsten Lebensjahr nicht mehr vollständig abbauen. Eine mehr oder minder ausgeprägte Laktoseintoleranz ist also für die meisten Erwachsenen ein natürlicher Zustand.

Ursprünglich konnten Menschen Milchzucker nur während der Stillzeit gut verdauen. Erst mit Aufkommen der Viehzucht in der Jungsteinzeit begannen auch Erwachsene Milch zu konsumieren. In Gesellschaften, in denen traditionell Milchwirtschaft betrieben wurde, wie etwa in Nordeuropa, hat sich eine genetische Veränderung in der Bevölkerung durchgesetzt. Aufgrund dieser Mutation findet sich auch im Dünndarm von Erwachsenen ausreichend Laktase, Mediziner sprechen in diesem Fall von einer Laktasepersistenz. Bei allen anderen Menschen nimmt die Fähigkeit, Milchzucker zu verdauen, nach dem Abstillen rasch ab und geht im weiteren Verlauf des Lebens auf bis zu zehn Prozent des Ausgangswerts zurück.

In welchem Ausmass und in welcher Geschwindigkeit die Laktaseaktivität mit fortschreitendem Alter abnimmt, variiert regional beträchtlich: In Südostasien und China können beispielsweise über 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Milchzucker nicht vollständig verdauen. In Europa existiert diesbezüglich ein starkes Nord-Süd-Gefälle: Während in Schweden nur rund zwei Prozent der Erwachsenen eine Milchzuckerunverträglichkeit aufweisen, können in Sizilien etwa 70 Prozent der Erwachsenen Laktose nur unzureichend verdauen. In Österreich gelten etwa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung als laktoseintolerant.


Was passiert bei Laktoseintoleranz im Darm?

Milchzucker ist ein Zweifachzucker (Disaccharid), der aus Traubenzucker (Glukose) und Schleimzucker (Galaktose) besteht. Bei Säuglingen sowie Erwachsenen mit Laktasepersistenz werden Milchzuckermoleküle im Dünndarm mithilfe des Enzyms Laktase vollständig in ihre Bestandteile aufgespalten und diese über die Schleimhaut aufgenommen.

Nehmen Menschen mit geringer Laktaseaktivität eine grosse Menge Milchzucker auf (z.B. indem sie Rohmilch trinken), wird nur ein Teil davon im Dünndarm aufgespalten. Der unverdaute Rest gelangt in den Dickdarm. Die dort sehr zahlreich vorhandenen Bakterien bauen den Milchzucker ab. Als Gärungsprodukte entstehen dabei verschiedene organische Säuren und Gase - und diese können Beschwerden verursachen. Die unverdaute Laktose und die organischen Säuren halten Wasser im Dickdarm zurück, was zu weichen Stühlen und Durchfällen führen kann. Die vermehrt anfallenden Darmgase wiederum blähen den Darm auf.


Welche Formen der Laktoseintoleranz gibt es?

Mit Abstand am häufigsten ist die primäre Laktoseintoleranz. Darunter versteht man die natürliche Form der Milchzuckerunverträglichkeit, die etwa drei Viertel der Weltbevölkerung im Erwachsenenalter betrifft. Diese Menschen können im Anschluss an den Konsum laktosehaltiger Produkte unterschiedlich stark ausgeprägte Beschwerden im Verdauungstrakt wie Blähungen, Darmwinde oder Übelkeit entwickeln.

Eine Schädigung der Dünndarmschleimhaut und damit der laktaseproduzierenden Zellen kann zur sekundären Laktoseintoleranz führen. Mögliche Ursachen für eine solche Schädigung sind Infektionen des Dünndarms, Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Zöliakie, aber auch Darmoperationen, Chemo- oder Strahlentherapie. Die Laktaseproduktion ist bei der sekundären Laktoseintoleranz in den meisten Fällen nur vorübergehend eingeschränkt. Ist die Therapie der zugrunde liegenden Erkrankung erfolgreich, wird Laktase meist wieder in ausreichender Menge produziert - und Milchprodukte können ohne Beschwerden genossen werden.

Die schwerste Form der Intoleranz ist der sehr seltene angeborene Laktasemangel (congenital lactase deficiency; CLD). Die Betroffenen produzieren aufgrund eines genetischen Defekts schon nach der Geburt sehr geringe Mengen oder gar keine Laktase im Dünndarm. Bereits nach dem ersten Stillen kommt es zu wässrigen Durchfällen. Diese führen zu einer mangelnden Aufnahme von Flüssigkeit und Nährstoffen und damit zu schweren Gedeihstörungen. Vor der Entwicklung laktosefreier Säuglingsnahrung im 20. Jahrhundert verstarben die meisten Kinder mit angeborenem Laktasemangel sehr früh.

Da Laktase erst in den letzten Schwangerschaftswochen im Dünndarm des Ungeborenen produziert wird, können viele Frühgeborene Laktose nicht ausreichend abbauen und vertragen daher in den ersten Wochen keine Muttermilch.


Welche Beschwerden verursacht die Laktoseintoleranz?

Während manche Personen mit Laktoseintoleranz etwas Milchzucker gut vertragen, entwickeln andere schon bei geringen Mengen Beschwerden. Diese reichen von einem unangenehmen Völlegefühl, über einen geblähten Bauch mit häufigem Abgang von Darmwinden oder Bauchdrücken bis hin zu schmerzhaften Bauchkrämpfen, Durchfällen, Übelkeit oder Erbrechen. Die Symptome treten einige Minuten bis wenige Stunden, typischerweise aber rund 30 Minuten nach dem Verzehr von laktosehaltigen Nahrungsmitteln auf.

Betroffene berichten allerdings auch von unspezifischen Beschwerden im Zusammenhang mit dem Konsum von Laktose - so etwa von Konzentrations- und Schlafstörungen, Müdigkeit, Erschöpfung, Verstimmung oder Kopfschmerzen.

Das Ausmass und die Schwere der Symptome sind von mehreren Faktoren abhängig.
Zu diesen Faktoren zählen:
Die verzehrte Laktosemenge: Die Beschwerden nehmen im Regelfall mit der Menge des konsumierten Milchzuckers zu.
Die Restaktivität der Laktase: Bei Menschen mit primärer oder sekundärer Laktoseintoleranz wird das Verdauungsenzym im Dünndarm noch in gewissen Restmengen produziert. Kleine Mengen Laktose werden daher in den meisten Fällen ohne gröbere Beschwerden vertragen.
Die individuelle Empfindlichkeit der betreffenden Person auf die durch die Gase verursachten Dehnungsreize des Darms, die als Aufgeblähtsein, Völlegefühl, aber auch als schmerzhafte Bauchkrämpfe wahrgenommen werden können.
Die Zusammensetzung der Darmflora: Die den Dickdarm besiedelnden Mikroorganismen bilden die sogenannte Darmflora. Ihre Zusammensetzung hängt unter anderem von Ernährung und Alter des jeweiligen Menschen ab. Welche Bakterien den Dickdarm besiedeln, hat beispielsweise Auswirkungen darauf, ob aus der unverdauten Laktose Wasserstoff, Kohlendioxid oder Methan entsteht.
Die Magenentleerungs- und Dünndarmpassagezeit: Fette und sehr kalte Mahlzeiten führen zu einem längeren Aufenthalt des Speisebreis in Magen und Dünndarm. Die Kontaktzeit zwischen Speisebrei und Verdauungsenzymen nimmt zu, was weniger unverdaute Laktose in den Dickdarm gelangen lässt. Milchzucker aus fetten und kalten Speisen wird daher von Personen, die Laktose nur unvollständig abbauen können, besser vertragen.


Wie wird eine Laktoseintoleranz festgestellt?

Aufgrund der Schilderung der Beschwerden kann der Arzt oder die Ärztin bereits den Verdacht auf das Vorliegen einer Laktoseintoleranz äussern. Ein vergleichsweiser einfacher Test kann diesen Verdacht erhärten: Zuerst konsumiert die betroffene Person einige Wochen lang keine laktosehaltigen Lebensmittel, also keine Milch und Milchprodukte, aber auch keine Lebensmittel, denen Laktose zugesetzt wird, wie Wurstprodukte oder Fertiggerichte. Nehmen die Beschwerden in diesem Zeitraum ab oder verschwinden sie gänzlich, liegt vermutlich eine Unverträglichkeit vor.

Nach dieser sogenannten Laktosekarenz nimmt der Patient Milchzucker zu sich - üblicherweise 50g Laktose, in einem halben Liter Wasser gelöst. Treten einige Minuten bis wenige Stunden danach die Beschwerden wieder auf, macht das eine Laktoseintoleranz sehr wahrscheinlich. In vielen Fällen verläuft dieser Selbsttest aber nicht eindeutig, was vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen ist: Zum einen vertragen viele Personen mit Laktoseintoleranz gewisse Mengen an Milchzucker ohne Probleme. Zum anderen ist Laktose in Lebensmitteln oft sehr "versteckt" enthalten und kann somit auch nur schwer gemieden werden.

Zur weiteren Abklärung können folgende Untersuchungen durchgeführt werden:

Der Atemtest (Wasserstoffatemtest) ist derzeit das Standardverfahren zum Nachweis einer Laktoseintoleranz. Der Patient oder die Patientin erhält 50g Laktose, aufgelöst in Wasser oder Tee, zum Trinken. Bei geringer Laktaseaktivität wird ein Grossteil des Milchzuckers erst im Dickdarm von den dort vorhandenen Bakterien vergoren. Dabei entsteht unter anderem gasförmiger Wasserstoff, der über das Blut zur Lunge gelangt und abgeatmet wird.

Wenn der Unterschied zwischen den abgeatmeten Wasserstoffmengen vor und nach der Laktosegabe ein gewisses Ausmass überschreitet, gilt das Testergebnis als positiv. Zusätzlich wird während des Tests auf mögliche durch die Milchzuckerbelastung verursachte Beschwerden wie etwa Blähungen geachtet, die die Diagnose Laktoseintoleranz zusätzlich erhärten.

Bei etwa 15 Prozent der Patienten mit Milchzuckerunverträglichkeit kommt es allerdings zu einem normalen Testergebnis. Bei diesen Personen handelt es sich um sogenannte "Wasserstoff-Nonresponder". Ihr Dickdarm wird von vielen methanbildenden Bakterien besiedelt, die den Wasserstoff entweder sofort verwerten oder gar nicht erst produzieren.

Mit dem Blutzuckertest (Glukosetest) wird der Anstieg des Blutzuckerspiegels nach Laktosezufuhr gemessen. Auch in diesem Fall wird eine definierte Menge gelöster Laktose getrunken. Der Blutzucker wird mittels Blutabnahmen vor dem Trinken und mehrmals danach bestimmt - z.B. 30, 60, 90 und 120 Minuten nach Laktoseeinnahme.

Nach Spaltung der Laktose im Dünndarm in Galaktose und Glukose und deren Aufnahme in die Blutbahn, steigt der Blutzucker (Glukose) im Regelfall zumindest in einem gewissen Ausmass an. Wird der Milchzucker bei mangelnder Laktaseaktivität hingegen nur unvollständig gespalten und daher wenig Glukose über die Darmschleimhaut aufgenommen, ist der Blutzuckeranstieg nur gering, was für das Vorliegen einer Laktoseintoleranz spricht. Da dieser Test viele Blutabnahmen erfordert, wurde er mittlerweile weitgehend durch den Atemtest ersetzt.

Bei der Dünndarmbiopsie wird Gewebe aus dem Dünndarm entnommen, um die Aktivität der Laktaseenzyme zu prüfen. Die Biopsie wird im Rahmen einer Spiegelung von Magen und Zwölffingerdarm (Gastroduodenoskopie) durchgeführt. Diese Untersuchung ist im Vergleich zu den anderen Tests sehr aufwändig und wird derzeit meist nur für Forschungszwecke durchgeführt.

Auch Gentests zur Bestimmung einer primären Laktoseintoleranz wurden bereits entwickelt. Zur Gewinnung von Untersuchungsmaterial wird ein Wangenschleimhautabstrich oder eine Blutabnahme durchgeführt. Die sekundäre Laktoseintoleranz hingegen lässt sich nicht mithilfe eines Gentests nachweisen, da ihr keine genetische Ursache, sondern eine Schädigung des Dünndarms zugrunde liegt. Gentests können somit zur Unterscheidung von primärer und sekundärer Laktoseintoleranz eingesetzt werden. Inwieweit sich diese Verfahren im medizinischen Routinebetrieb bewähren, wird sich noch zeigen.

Bei der sekundären Laktoseintoleranz gilt es die zugrunde liegende Erkrankung (z.B. Morbus Crohn, Zöliakie) zu diagnostizieren. Zu diesem Zweck können weitere Untersuchungen erforderlich werden.


Wie wird eine Laktoseintoleranz behandelt?

Primäre Laktoseintoleranz

In Gesellschaften, in denen nur wenig Milch und Milchprodukte konsumiert werden, wird es üblicherweise nicht als notwendig erachtet, eine primäre Laktoseintoleranz zu behandeln. Es handelt sich dabei ja auch nicht um eine Krankheit, sondern bei Erwachsenen um einen durchaus natürlichen Zustand. Als störend wird die Laktoseintoleranz meist nur in Gesellschaften empfunden, in denen ein hoher Prozentsatz der Bevölkerung Milchzucker auch nach den ersten Lebensjahren verdauen kann und Milchprodukte zu den häufig konsumierten Speisen zählen.

Die primäre Laktoseintoleranz ist nicht heilbar, jedoch können die betroffenen Personen durch Anpassungen in der Ernährung ein Leben lang beschwerdefrei bleiben. Da es sich bei der Milchzuckerunverträglichkeit um keine Allergie handelt, müssen Personen mit Laktoseintoleranz nicht auf eine völlig laktosefreie Kost achten - auch wenn dies manche Betroffene tun.

Ziel der Behandlung ist es, die Häufigkeit und Schwere der Symptome zu reduzieren. Wie viel Milchzucker ein Mensch mit Laktoseintoleranz ohne Beschwerden verträgt, variiert stark. Jede betroffene Person sollte daher ihre eigene Toleranzgrenze selbst ermitteln. Und das funktioniert so: Über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen wird zunächst eine laktosefreie Ernährung eingehalten. Sobald die betroffene Person beschwerdefrei ist, kann mit der Austestung verschiedener Milchprodukte in kleinen Dosen begonnen werden. Bei Verträglichkeit kann die Menge gesteigert werden, weitere Milchprodukte können hinzukommen.

Vorsicht: Insbesondere junge Menschen, die sich komplett laktosefrei ernähren, sollten auf zusätzliche Kalziumzufuhr achten. Denn der für den Knochenaufbau so wichtige Mineralstoff wird hierzulande zu einem wesentlichen Teil über Milch und Milchprodukte aufgenommen.

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit bei Laktoseintoleranz ist die Zufuhr von laktasehaltigen Präparaten, die den Abbau von Laktose unterstützen. Sie werden unmittelbar mit dem Essen eingenommen. Die Dosierung muss dem Laktosegehalt der eingenommenen Speise angepasst werden, was nicht unbedingt einfach ist. Auch bei zusätzlicher Einnahme von Laktase wird meist nicht der gesamte Milchzucker abgebaut. Die Wirksamkeit der Präparate wird von den Betroffenen jedenfalls sehr unterschiedlich beurteilt.

Sekundäre Laktoseintoleranz

Bei sekundärer Laktoseintoleranz gilt es die zugrunde liegende Erkrankung zu behandeln - sofern dies möglich ist. Nach erfolgreicher Therapie der Grunderkrankung kann Laktose in den meisten Fällen wieder problemlos verdaut werden.

Angeborener Laktasemangel

Personen, die an angeborenem Laktasemangel leiden, müssen eine dauerhaft laktosefreie Diät einhalten. Zu den generell laktosefreien Produkten zählen Gemüse, Obst, Getreide, Fisch und Fleisch (unbehandelt).


In welchen Lebensmitteln ist Laktose enthalten?

Laktose ist in Milch und Milchprodukten sowie als Zusatzstoff in zahlreichen weiteren Lebensmitteln enthalten. Unverarbeitete Kuhmilch enthält 4,7g/100ml, bei anderen Nutztieren wie Schaf oder Ziege ist der Laktosegehalt ähnlich. Übrigens: Menschliche Muttermilch enthält im Vergleich zu anderen Säugetieren viel Laktose (7g/100ml).

Fermentierte Milchprodukte wie Käse enthalten weniger Laktose als Milch. Saure, nicht pasteurisierte Milchprodukte wie Joghurt oder Buttermilch können aufgrund der enthaltenen Milchsäurebakterien Laktose spalten. Daher werden sie besser vertragen als reine Kuhmilch. Auch Butter enthält weniger Laktose als reine Milch.

Als Milchersatz sind im Handel beispielsweise Mandelmilch, Reismilch oder Sojamilch erhältlich. Mittlerweile bieten bereits mehrere Supermarktketten laktosearme bzw. laktosefreie Produkte an, darunter auch Milch, Joghurt und Käse. Diesen Produkten sind meist auch Vitamine und Mineralstoffe (Kalzium) beigesetzt, die ansonsten hauptsächlich über den Milchkonsum zugeführt werden. Achtung: Auch Produkte, zu deren Inhaltsstoffen Molke oder Milchbestandteile zählen, enthalten Laktose (z.B. Speiseeis, Milchschokolade).

Als Zusatzstoff ist Milchzucker auch in vielen anderen Lebensmitteln vorhanden, wo man sie nicht vermuten würde ("versteckte Laktose"). Häufig mit Milchzucker versehen sind beispielsweise Wurstprodukte, mariniertes Fleisch, Brot, Teigwaren, Süssigkeiten, Fertiggerichte und Instantprodukte.

Praktische Tipps

Wenn Sie an einer primären Laktoseintoleranz leiden, müssen Sie nicht ganz auf Milch und Milchprodukte verzichten. Testen Sie Ihre persönliche Toleranzschwelle aus. Beginnen Sie vorsichtig (z.B. mit einem kleinen Stück Käse) und steigern Sie Menge und Bandbreite der Produkte Schritt für Schritt, um sich an die eigene Grenze vorzutasten. Geben Sie laktosefreien Produkten im Allgemeinen den Vorzug vor laktosehaltigen Produkten bzw. ersetzen Sie laktosehaltige Produkte durch Sojaprodukte. Nehmen Sie regelmässig kalziumreiche Nahrungsmittel wie Broccoli, Grünkohl, Tofu oder Lachs zu sich, um den Kalziumbedarf zu decken.

KIDDY CONTEST Live - Wiener Stadthalle

Veranstaltungen Veranstaltung  Veranstaltung
Termindatum: Samstag, 18. Dezember 2010
Enddatum: Samstag, 18. Dezember 2010

KIDDY CONTEST Live
Samstag, 18.Dezember 2010
» wiener stadthalle - Halle D

Preiskategorien: (Preise inkl. Entgelte)
A - 44,00 EUR
B - 39,90 EUR
C - 35,90 EUR
D - 29,90 EUR
E - 26,00 EUR
R - 20,00 EUR
S - 8,00 EUR
R = Rollstuhl
S = Schosskarte (Kinder bis 6 Jahre)


Kinder bis 15 Jahre:
A 38,- / B 34,90 / C 30,90 / D 25,90 / E 22,-

Beginnzeiten:
14.30 Uhr & 18.00 Uhr


Bühne frei für die KIDDY-CONTEST-Kids! In der Wiener Stadthalle erwartet euch ein knallbuntes Showspektakel mit den diesjährigen Finalisten aus der grossen ORF-TV-Show. KIDDY CONTEST LIVE - das ist Fun, Dance & Music für die ganze Familie. Mit Überraschungsgästen!

KIDDY CONTEST 2010 - die Kandidaten stehen fest!
Als die Kandidaten des heurigen Kiddy Contest vorgestellt wurden und mit ihrer energiegeladenen Nummer ,,Feuer" das Publikum vor Begeisterung jubeln liessen waren sich alle einig: die Finalisten sind alle grossartig, und die Entscheidung wird dieses Jahr so schwer wie noch nie.

Celina Baudisch (12 Jahre, Wien), Tamara Badegruber (13 Jahre, Schwanenstadt), Laurin Greiter (11 Jahre, Weiz), Jessika Brei (12 Jahre, St. Andrä), Paulina Vereti (12 Jahre, Berlin), Dominik Schrittesser (13 Jahre, St. Salvator bei Friesach), Laura Kamhuber (11 Jahre, Amaliendorf), Alicja Wojcik (12 Jahre, Stadtallendorf), Marcello Delpino (10 Jahre, Tulln), Asja Ahatovic (12 Jahre, Linz)

Mit ihren witzigen Neuinterpretationen aktueller Pop-Hits werden sie um den begehrten KIDDY CONTEST Pokal kämpfen. Mit ihrer Performance sind sie am aktuellen Album (KIDDY CONTEST Vol. 16) vertreten und werden nicht nur im Fernsehen von all ihren Freunden und ihrer Familie zu sehen sein, sondern auch noch wie die grossen Stars österreichweit auf einer Live-Tour zu erleben sein!

Das Hit-Album Kiddy Contest Vol. 16 erscheint am 29.10.2010!
Mit insgesamt zehn pfiffigen Versionen internationaler Hits - produziert von Erwin Kiennast und Norman Weichselbaum - gehen die zehn Finalisten beim "Kiddy Contest Finale 2010" an den Start. Acht österreichische und zwei deutsche Kids werden in der grossen TV Show am 30. Oktober (16.00 Uhr, live in ORF 1) auf der Bühne stehen. Moderiert wird KIDDY CONTEST in diesem Jahr erstmals von Kati Bellowitsch. Gleich im Anschluss an das TV Finale startet dann die grosse LIVE-Tour!

Und am 18. Dezember geht die ganz besondere Galashow mit allen KC Finalisten und Stargästen geht über die Bühne der Wiener Stadthalle. Und alle Fans, die ihre Favoriten persönlich anfeuern und ganz vorne mit dabei sein wollen, sollten sich gleich die Karten dafür sichern!
Kategorie: Kinderprogramme, Konzerte (Pop / Rock), Show
Veranstalter:
SKALAR ENTERTAINMENT GMBH
Alserstrasse 23/30, 1080 Wien

Macht das Wetter wirklich Krank? (Gesundheit)

Information Für Abgespanntheit, Kopfweh & Stimmungstief machen viele das Wetter verantwortlich. Zu Recht? NetDoktor.at hat nachgefragt, wie das Aussen das Innen beeinflusst.

Nasskalter Nieselregen und ein wolkenverhangener Himmel drücken aufs Gemüt, Sonnenschein und warme Temperaturen hingegen machen uns fröhlich. Das ist eine normale Reaktion, die jeder Mensch kennt. Doch mancher behauptet, im Voraus ein aufziehendes Gewitter und kippendes Wetter zu spüren. Dies äussere sich in lokalisierbaren Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel und Narbenschmerzen. Warum manche Menschen Wetterveränderungen im Vorhinein fühlen und an welcher Körperstelle der Mensch den Wetterumschwung wahrnimmt, das kann bis heute nicht vollständig geklärt werden. Trotzdem geben seriöse Wetterdienste wie die österreichische Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) ausführliche Biowetter-Prognosen ab.

Humbug oder Segen?

Unter Biowetter versteht man die Bewertung der Auswirkung des momentanen Wetters auf die Gesundheit und das Wohlbefinden einer Person. Im Internet, über Teletext oder in Zeitungen kann man die tagesaktuellen Vorhersagen nachlesen. Da wird dem Interessierten suggeriert, dass das "trübe und feuchte Wetter auf die Stimmung drückt". Besonders sensible Menschen würden darauf mit "Müdigkeit und Abgeschlagenheit" reagieren. Sehr allgemein gehaltene Aussagen, die die "Allgemeinheit wünscht", sagt Dr. Elisabeth Koch, Leiterin der Abteilung "Klimatologie" am ZAMG.

Das Biowetter hat sich inzwischen zu einem festen Bestandteil der Meteorologie gemausert. Sie gilt aber auch als Zankapfel der Experten: Scharlatanerie und nicht belegbarer Humbug? Biowetter-Vorhersagen werden von mindestens so vielen belächelt wie geglaubt. Der deutsche Atmosphärenphysiker Univ. Prof. Hans Richner: "Wenn ich einer Biowetter-Prognose glaube, die mir voraussagt, dass es mir heute schlecht gehen sollte, dann geht es mir schlecht. Das ist der berühmte Placebo-Effekt." Besonders gefährlich wird es, wenn durch Vorhersagen bei anfälligen Personen ernsthafte Beschwerden wie Asthmaanfälle provoziert werden, warnt Richner in einem Interview mit dem deutschen TV-Sender "ARD".

Elisabeth Koch kann die Kritik am Biowetter nachvollziehen: "Das Problem bei der Biowetter-Prognostik ist, dass ein statistischer Zusammenhang keinen kausalen Zusammenhang beweist." Es gäbe zwar viele Studien, die sich mit Beschwerden und bestimmten Wetterlagen auseinandergesetzt haben. Ein hundertprozentiger Zusammenhang konnte jedoch nie festgestellt werden. Daher bemüht sich die ZAMG auch, lediglich den "Wettereinfluss auf subjektives Befinden" vorherzusagen. Und diesen Einfluss wollen selbst viele Kritiker nicht bestreiten. Doch die Einflüsse des Wetters auf unser Befinden seien gering. Hans Richner behauptet, dass nur vier Zusammenhänge als gesichert gelten:

• Pollen können allergische Reaktionen auslösen

• Übermässig viel UV-Strahlung schädigt die Hautzellen

• Smog kann Atemwegserkrankungen auslösen

• Temperatur, Feuchtigkeit und Wind sorgen für Hitze- oder Kältestress

Typisch wetterfühlig: weiblich und älter

Eine Umfrage aus dem Jahr 2003 des Münchner Bio-Meteorologen Peter Höppe hat gezeigt, dass besonders Frauen Wetterveränderungen zu spüren glauben. Die Empfindlichkeit nehme auch mit dem Alter und bei chronischen Krankheiten zu. Besonders Stubenhocker seien wetterempfindliche Naturen. Daher raten auch viele Biowetter-Berichte: Raus auch bei kalten Temperaturen – und warm anziehen nicht vergessen!

Subjektive Wahrnehmung?

Doch was macht den sogenannten Wetterfühligen nun so zu schaffen? Ist es der sich verändernde Luftdruck? Hat die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre einen entscheidenden Einfluss? Oder sind es vielleicht doch elektrische Impulse, so genannte "Sferics", die durch Wind und Wolken ausgelöst werden? Unter Verdacht stehen auch Baro-Rezeptoren in der Halsschlagader, die Blutdruck und Herzfrequenz regeln. Bis jetzt konnte weder das eine noch das andere bewiesen werden. Nur eines scheint sicher: Wetterfühligkeit ist eine subjektive Angelegenheit.

Auch der Mediziner und Physiker Prof. Jürgen Kleinschmidt kam dem Rätsel der Wetterfühligkeit nicht auf die Spur. Über Jahre erforschte er die Wirkung des Wetters auf die Gesundheit des Menschen. In einer Klimakammer wurden ein paar hundert Personen mit exakten Wettersimulationen konfrontiert, aber die typischen Wetterfühligkeits-Reaktionen wie Migräne oder Kreislaufprobleme blieben aus.

Glücklichmacher Licht

Besonders zu Winterbeginn geben wir dem trüben Wetter Schuld an übler Laune. Die sinkenden Temperaturen und die grauen Tage machen uns zu schaffen, der Lichtmangel setzt uns zu. Denn Licht ist unser Lebenselixier und Glücklichmacher. Scheint die Sonne, dann leben wir auf und fühlen uns wohl. Wohl dosiertes Licht steigert unsere Leistungsfähigkeit, stärkt unser Immunsystem und bringt unseren Kreislauf in Schwung. Bleiben die Lichtimpulse aus, produziert der Körper Melatonin. Dieses Hormon steuert den Schlaf-Wachrhythmus sowie die Ausschüttung anderer wichtiger Hormone. Es verlangsamt aber auch die Reaktion und schränkt die Aufmerksamkeit ein. Die Folge können Müdigkeit und depressive Verstimmung sein.

Seltene Winterdepression

Eine vorübergehende melancholische Stimmung im Winter ist völlig normal. Mit einer Winterdepression, einer sogenannten saisonal abhängigen Depression (Seasonal Affective Disorder - "SAD"), hat dies wenig zu tun. Betroffene, die an SAD leiden, fühlen sich bedrückt, sind ständig erschöpft, leiden an Angstzuständen und haben mehr Appetit. Hier kann eine Lichttherapie sinnvoll sein. Experten raten Betroffenen, sich eine halbe Stunde täglich vor eine spezielle Tageslichtlampe zu setzen. Schon nach vier Tagen würden sich die Symptome bessern.

Diese Therapie ist jedoch nur für wirklich Kranke sinnvoll. Eine Winterdepression sei in unseren Breiten äusserst selten, ihre Häufigkeit werde meist überschätzt, wie Psychiater Malek Bajbouj vom Berliner Universitätsklinikum Charité gegenüber der Wochenzeitung "Die Zeit" äussert. Einem "normalen" November-Blues mit Antriebslosigkeit und schlechter Stimmung begegnet man am besten mit Spaziergängen an der frischen Luft. Egal wie grau und kalt es draussen ist.

Fettes Brot - Gasometer (Info)

Veranstaltungen Konzerte  Konzerte
Termindatum: Sonntag, 12. Dezember 2010  Startzeit: 20:00h
Enddatum: Sonntag, 12. Dezember 2010  Ende: 22:00h

Fettes Brot

Planet.tt Bank Austria Halle Gasometer
Wien
Österreich
Fettes Brot

Sonntag, 12. Dez 2010, 20:00
Info


Die drei Hamburger Jungs von Fettes Brot ziehen auf ihrer Tour 2010 wieder durchs Lande und zeigen was es heisst "nordisch bei nature" zu sein. Mit ihren intelligenten und witzigen Texten begeistern sie nun schon seit mehr als 18 Jahren und das im Gegensatz zu vielen anderen Musikern aus diesem Genre auch und vor allem Live.

Info zur Veranstaltungsstätte

Planet.tt Bank Austria Halle Gasometer
Guglgasse 8, 1110 Wien
Österreich

Gürtelrose (Herpes zoster) (Gesundheit)

Information






Die Gürtelrose ist ein schmerzhafter, bläschenförmiger Ausschlag der Haut, der durch das Varicella-Zoster-Virus (VZV) aus der Familie der Herpes-Viren hervorgerufen wird. Herpes zoster ist nicht mit Herpes simplex zu verwechseln, der in Form von sog. "Fieberblasen" an den Lippen (Herpes labialis) oder im Genitalbereich (Herpes genitalis) auftritt.


Die Gürtelrose ist eine häufige Krankheit. Man geht davon aus, dass 20 Prozent der Bevölkerung einmal im Leben an einer Gürtelrose erkranken. In Österreich gibt es jährlich etwa 30.000 bis 40.000 Fälle. Ein Grossteil der Betroffenen ist über 50 Jahre alt.


Wie entsteht die Gürtelrose?

Grundsätzlich kann das Varicella-Zoster-Virus zwei Erkrankungen auslösen: die Varizellen (Windpocken, Schafblattern, Feuchtblattern) und den Herpes zoster (Gürtelrose). Beim Erstkontakt, der zu 90 Prozent im Kindesalter erfolgt, verursacht das Virus Windpocken. Nach dem Abheilen der Erkrankung zieht es entlang der Nervenbahnen zu den Nervenwurzeln, wo es in einem inaktiven Zustand verharrt - das Virus "schläft".

Ein gesundes Immunsystem hält das Varicella-Zoster-Virus üblicherweise zeitlebens in Schach. Ist das Immunsystem jedoch geschwächt (z.B. durch Stress, Erkrankungen oder hohes Lebensalter), können die Viren reaktiviert werden und eine weitere Erkrankung auslösen - die Gürtelrose. Menschen, deren Immunsystem etwa durch HIV/Aids, eine Krebstherapie oder aufgrund einer Transplantation geschwächt ist, erkranken mit grösserer Wahrscheinlichkeit an der Gürtelrose bzw. zeigen einen schwereren Krankheitsverlauf.

Hierzulande weisen nicht weniger als 98 Prozent der 40-Jährigen Antikörper gegen die Varicella-Zoster-Viren auf. Das bedeutet, dass sie Kontakt mit VZV hatten und immun gegen Windpocken sind. Nichtsdestotrotz kann es bei einem erneuten Kontakt mit dem Virus (z.B. bei einem an Windpocken erkrankten Kind) zu einer Gürtelrose kommen.


Wie verläuft die Gürtelrose?

Typischerweise verläuft die Gürtelrose in zwei Phasen. Auf die Vorläufer- oder Prodromalphase folgt in der Regel die akute Phase der Erkrankung:

Prodromalphase

Die Prodromalphase ist individuell unterschiedlich stark ausgeprägt. Es können Allgemeinsymptome wie Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, geschwollene Lymphknoten und Fieber auftreten. In drei Viertel der Fälle entstehen brennende Schmerzen und ein Taubheitsgefühl im Bereich der Hautstellen, in denen das Virus die Nervenbahnen entlangwandert. Diese Nervenbahnen bilden typischerweise einen gürtelförmigen, von der Wirbelsäule Richtung Brustbein verlaufenden Halbkreis um den Körper - daher der Name Gürtelrose.

Wirklich gürtelförmig tritt die Gürtelrose jedoch nur in rund der Hälfte aller Fälle auf. Es können auch das Gesicht, die Beine, Füsse, Arme und Hände sowie das Gesäss betroffen sein - Bereiche also, in denen die Nervenbahnen nicht gürtelförmig verlaufen. Dort können die Schmerzen und der Ausschlag gross- und kleinflächig auftreten. Charakteristischerweise befällt der Ausschlag nur eine Körperhälfte. Die Schmerzen können relativ heftig sein.

Akutphase

Nach zwei bis drei Tagen geht die Erkrankung in die Akutphase über. Entlang des Haut-Versorgungsgebietes des betroffenen Nervs bildet sich ein Ausschlag, der durch gruppiert stehende kleine Bläschen auf entzündlich gerötetem Untergrund charakterisiert ist. Damit erinnert er etwas an die Windpocken, ist aber im Gegensatz zu diesen immer auf einen bestimmten Bereich begrenzt.

Nach drei bis fünf Tagen hat der Ausschlag seinen Höhepunkt erreicht. Die Bläschen platzen auf, und es entstehen kleine Wunden, die nach und nach von Schorf bedeckt werden. Manchmal kann sich eine heftige Überempfindlichkeit gegenüber leichten Berührungen (Allodynie) zeigen. Nach zwei bis drei Wochen fällt der Schorf in der Regel ab.

Varicella-Zoster-Viren können auch die Hirnnerven befallen. Davon betroffen ist oftmals der Nervus trigeminus, der für die Versorgung des Gesichts verantwortlich zeichnet. In solchen Fällen kann der Ausschlag auch auf Stirn, Nase, Auge und an der Kopfhaut entstehen. Meist ist eine starke Lidschwellung zu sehen.

In seltenen Fällen kommt es zu einer Gürtelrose ohne Hautausschlag (Herpes sine herpete): Die betroffene Hautpartie schmerzt stark, zeigt jedoch keinerlei Veränderung. Weitere Sonderformen der Gürtelrose können bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem auftreten. Dazu zählen jene Form der Gürtelrose, die sich auf dem ganzen Körper ausbreitet (Zoster generalisatus), und jene, die sich auf beiden Körperhälften zeigt (Zoster bilateralis).

In rund 90 Prozent der Fälle ist die Gürtelrose nach einem Monat ausgeheilt. Nur selten dauert die Akutphase bis zu acht Wochen. Ist das Immunsystem stark geschwächt, besteht eine höhere Anfälligkeit für einen schweren Verlauf bzw. Komplikationen.


Wie wird Herpes zoster diagnostiziert?

Vor dem Auftreten der Hautveränderungen ist die Diagnose häufig unklar, weil Schmerzen als vordergründiges Symptom auf verschiedene Erkrankungen hindeuten können. Erst in Kombination mit dem typischen halbseitigen Ausschlag erkennt der Arzt oder die Ärztin für gewöhnlich recht schnell, dass es sich um eine Gürtelrose handelt.

Tritt dieser Hautausschlag an eher unüblichen bzw. bedeckten Stellen auf (z.B. am Gesäss oder auf der Kopfhaut), erschwert dies die Diagnose. Zur Diagnosesicherung können mikrobiologische Untersuchungen von Abstrichmaterial der Haut und/oder eine Blutprobe beitragen.


Welche Komplikationen können auftreten?

Herpes-zoster-Komplikationen sind relativ häufig. Zu den lokalen, also den Ausschlag betreffenden Komplikationen zählen die Infektion des Ausschlags mit Bakterien und eine Narbenbildung der Haut. Weitere mögliche Komplikationen sind:
Post-Zoster-Neuralgie
Bindehaut- und Hornhautentzündung bis hin zur Erblindung (Zoster ophthalmicus)
Entzündung des Hörnervs mit der Gefahr der Ertaubung (Zoster oticus)
Lähmungen, insbesondere Lähmung der Gesichtsmuskulatur (Facialisparese)
Hirn- und Hirnhautentzündung
Guillain-Barré-Syndrom (Nervenwurzelentzündung mit starken Schmerzen)


Post-Zoster-Neuralgie

Eine schwerwiegende und oft langwierige Komplikation der Gürtelrose ist der Post-Zoster-Nervenschmerz (auch: Post-Zoster-Neuralgie, postherpetische Neuralgie). In diesem Fall können die Schmerzen nach dem Abheilen des Ausschlags über Jahre weiterbestehen. Definitionsgemäss bestehen die Schmerzen bei der Post-Zoster-Neuralgie länger als vier Wochen oder treten erst vier Wochen nach einer schmerzfreien Phase auf. Ungefähr zehn bis 20 Prozent aller an Gürtelrose Erkrankten entwickeln diese chronische Komplikation. Gefährdet sind vor allem ältere Menschen.


Wie wird die Gürtelrose behandelt?

Die Therapie der Gürtelrose hat zum Ziel, die Schmerzen in der akuten Phase zu lindern, die Ausdehnung und die Dauer des Hautausschlags einzuschränken sowie Komplikationen zu vermeiden. Die lokale Therapie erfolgt z.B. mit feuchten Umschlägen oder einer Zinkschüttelmixtur. Da bei Herpes zoster durchaus starke Schmerzen auftreten können, sind oftmals Schmerzmittel in höheren Dosen notwendig. Zur Anwendung kommen unter anderem Opioide wie Tramadol, Antidepressiva wie Amitriptylin oder Antiepileptika.

Die Gürtelrose kann auch mit intensiven, den ganzen Körper umfassenden, systemischen Medikamenten behandelt werden. Diese sogenannten Virustatika sind unter anderem erforderlich bei:
Alter > 50 Jahre
Immunschwäche
Krebserkrankung
Zoster-Befall der Hirnnerven, v.a. bei Befall von Auge und Ohr
ausgedehntem Bläschenbefall
Schleimhautbeteiligung

Werden Virustatika (z.B. Aciclovir, Famcyclovir, Valaciclovir) rechtzeitig eingenommen, hemmen sie die Vermehrung der Viren und verkürzen so den Krankheitsverlauf bzw. schwächen ihn ab. Dies ist besonders wichtig, wenn die Gefahr von Komplikationen besteht - wie etwa bei älteren Personen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Die Behandlung erfolgt entweder in Tablettenform oder intravenös und dauert sieben Tage.

Wie erfolgreich die Behandlung mit Virustatika ist, hängt ganz wesentlich vom Zeitpunkt des Behandlungsbeginns ab. Dieser sollte innerhalb von 72 Stunden nach Auftreten der ersten Bläschen liegen. Als Nebenwirkungen dieser Behandlung können unter anderem Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Muskelschmerzen auftreten.


Ist die Gürtelrose ansteckend?

Sowohl die Windpocken als auch die Gürtelrose sind ansteckend. Die Windpocken werden durch Tröpfchen, das heisst beim Sprechen, Atmen, Niesen oder Husten übertragen, wobei eine Ansteckung auch über grössere Distanzen ("mit dem Wind") möglich ist. Eine Infektion durch geplatzte Bläschen (Schmierinfektion) ist eher selten.

Da die Gürtelrose nur über Schmierinfektion weitergegeben werden kann, ist sie deutlich weniger infektiös als die Windpocken. Personen mit Immunschwäche sowie Schwangere sollten den Kontakt mit Menschen, die an Gürtelrose erkrankt sind, dennoch unbedingt meiden. In der Schwangerschaft kann eine Infektion mit dem Varicella-Zoster-Virus vor der 24. Schwangerschaftswoche sowie kurz vor der Geburt zu Missbildungen des Kindes bzw. Komplikationen führen.


Wie kann man der Erkrankung vorbeugen?

Im Allgemeinen erkrankt jeder Mensch nur einmal im Leben an Windpocken und ist in weiterer Folge immun. Hatte man die Windpocken also noch nicht, sollte man den Kontakt mit Menschen, die akut an Windpocken oder Gürtelrose erkrankt sind, vermeiden. Auch im Erwachsenenalter macht man beim ersten Kontakt mit dem Varicella-Zoster-Virus eine Windpocken-Infektion durch. Diese verläuft in der Regel schwerer als bei Kindern.

Seit Herbst 2007 steht für ältere Erwachsene eine Impfung gegen die Gürtelrose zur Verfügung. Studien zufolge verhindert die Impfung mehr als die Hälfte aller Krankheitsfälle und zwei Drittel der Post-Zoster-Neuralgien. Jene Personen, die trotz Impfung erkranken, können mit einem milderen Verlauf der Gürtelrose rechnen. Der Impfausschuss des Obersten Sanitätsrats empfiehlt diese Impfung allen Personen ab dem 50. Lebensjahr. Kinder, die gegen Varicellen geimpft werden, dürften im späteren Leben - zumindest grossteils - auch vor der Gürtelrose geschützt sein.

Personen mit geschwächtem Immunsystem sowie Schwangere können sich nach dem Kontakt mit Erkrankten vorbeugend behandeln lassen. Der Arzt oder die Ärztin verabreicht entweder Antikörper gegen das Virus in Form einer einmaligen Infusion (Zoster-Immunglobulin) oder verordnet eine fünf- bis siebentägige Behandlung mit einem Virustatikum (Tabletten oder Infusionen). Menschen mit einem gut funktionierenden Immunsystem, die noch nicht an Windpocken erkrankt waren und nicht geimpft sind, können sich nach dem Kontakt mit dem Virus innerhalb von drei Tagen impfen lassen.

Christmas in Vienna - Wiener Konzerthaus (Info)

Veranstaltungen Veranstaltung  Veranstaltung
Termindatum: Samstag, 18. Dezember 2010  Startzeit: 19:30h
Enddatum: Samstag, 18. Dezember 2010  Ende: 22:00h

Um auch heuer die typisch österreichische Adventstimmung des Gala-Konzerts "Christmas in Vienna" geniessen zu können - die Veranstaltung war in den letzten Jahren völlig ausverkauft und die Nachfrage aus dem Ausland hat stark zugenommen - empfiehlt es sich, die Karten frühzeitig zu sichern.

Wiener Konzerthaus, Grosser Saal
Samstag, 18. Dezember 2010, 19:30




Kartenpreise: 45,--/65,--/85,--/105,--/130,--/160,--/210,--/260,--


Kartenvorverkauf:

Wiener Konzerthaus, 01/24 2002 - www.konzerthaus.at
Österreich Ticket, 01/96 0 96, www.oeticket.com
Wien-Ticket: 01/58885, www.wien-ticket.at
Ticket Online Austria, 01/88 0 88, www.ticketonline.at
sowie in allen guten Kartenbüros

Änderungen vorbehalten.

Magengeschwür (Gesundheit)

Information






(Ulcus ventriculi, Magenulkus)

Ein Magengeschwür ist ein örtlich begrenzter Defekt jener Schleimhaut, die den Magen an seiner Innenseite auskleidet und die tiefer liegenden Schichten der Magenwand vor dem aggressiven Magensaft schützt. Bei der auch als Ulcus ventriculi oder Magenulkus bezeichneten Krankheit wird die Magenschleimhaut durch eine anhaltende Entzündung nach und nach zerstört. Anfangs betrifft das Geschwür nur die obere Schleimhautschicht. Bleibt eine Behandlung aus, dringt es im Laufe der Zeit aber auch in tiefer liegende Gewebe der Magenwand vor.

In Europa gehört das Magenulkus zu den häufigsten Krankheiten des Verdauungstrakts: Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge erkranken jährlich etwa 50 von 100.000 Menschen an einem Ulcus ventriculi - der Grossteil nach dem 40. und vor dem 70. Lebensjahr. Männer sind insgesamt häufiger betroffen als Frauen. Nicht wenige Personen leiden an wiederkehrenden Geschwüren. In diesem Fall sprechen Medizinerinnen und Mediziner von einer Ulkuskrankheit.


Welche Ursachen hat die Erkrankung?

Ganz allgemein gesprochen haben Magengeschwüre ihre Ursache in einem gestörten Gleichgewicht von Faktoren und Mechanismen, die die Schleimhaut schützen, und solchen, die sie angreifen. Lange Zeit ging die Medizin davon aus, dass die Ursache für die Erkrankung in einer übermässigen Produktion der für den Verdauungsprozess notwendigen, aber sehr aggressiven Magensäure zu suchen ist. Das Credo "Ohne Säure kein Ulkus" gilt zwar nach wie vor. Doch heute wird der saure Magensaft nicht mehr als eigentliche Ursache, sondern nur als Auslöser betrachtet. Denn unter normalen Umständen ist der Magen durch einen in der Schleimhaut produzierten (alkalischen) Schleim vor der Säure geschützt.

Erst wenn dieser Schutz geschwächt ist oder fehlt, kann die Magensäure die Schleimhaut bzw. darunter liegende Schichten der Magenwand angreifen. Die Gründe für diese Entwicklung sind unterschiedlich und noch nicht bis ins letzte Detail geklärt. Zweifelsfrei steht aber fest, dass dem Bakterium Helicobacter pylori bei der Entstehung des Magenulkus grosse Bedeutung zukommt. So kann dieser Keim bei rund 80 Prozent der Patientinnen und Patienten mit einem Ulcus ventriculi nachgewiesen werden.

Helicobacter pylori bewirkt zunächst eine Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut), auf deren Boden sich in weiterer Folge ein Geschwür entwickeln kann. Kann, aber nicht muss: Während hierzulande etwa ein Drittel der Menschen mit Helicobacter pylori infiziert ist, leidet nur ein Bruchteil davon zu irgendeinem Zeitpunkt im Leben an einem Magengeschwür. Vermutlich müssen andere die Krankheit begünstigende Faktoren hinzukommen - wie etwa Rauchen oder übermässiger Alkoholkonsum.

Umgekehrt können auch Patienten ohne Helicobacter-Infektion ein Magenulkus entwickeln. Besonders gefährdet sind Menschen, die regelmässig schmerz- und entzündungshemmende Medikamente aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) zu sich nehmen, wie etwa Acetylsalicylsäure (ASS). Statistisch betrachtet erhöhen NSAR die Wahrscheinlichkeit eines Magengeschwürs bei regelmässiger Anwendung auf ein Vielfaches. Stress und psychische Belastungen gehören ebenfalls zu den Risikofaktoren, darüber hinaus scheint es auch eine genetische Veranlagung zu geben. Seltene Faktoren für die Entstehung eines Ulkus sind Erkrankungen wie das Zollinger-Ellison-Syndrom oder eine Überfunktion der Nebenschilddrüse.


Wie äussert sich ein Magengeschwür?

Die Diagnose "Ulcus ventriculi" ist oftmals ein Zufallsbefund. Das heisst, die Betroffenen merken gar nicht, dass sie ein Magengeschwür haben. Häufigste Anzeichen der Erkrankung sind Druckgefühle und Schmerzen im Oberbauch. Dieser sogenannte epigastrische Schmerz wird meist als "dumpf bohrend" oder "brennend" beschrieben, strahlt mitunter bis in den Rücken aus und kann sowohl unmittelbar nach dem Essen als auch unabhängig von der Nahrungsaufnahme auftreten. Ein in nüchternem Zustand bestehender Schmerz, der bei Nahrungsaufnahme nachlässt, deutet hingegen eher auf ein Zwölffingerdarm-Geschwür (Ulcus duodeni) hin. Manche Patienten und Patientinnen berichten über unspezifische Beschwerden wie Erbrechen, Übelkeit, Völlegefühl, saures Aufstossen und eine Abneigung gegen bestimmte Speisen.

In etwa einem Drittel der Fälle wird ein Magengeschwür erst erkannt, wenn Komplikationen auftreten. An erster Stelle sind hierbei Blutungen im Bereich des Magens zu nennen. Typisches Zeichen dafür ist schwarz gefärbter Stuhl, der sogenannte "Teerstuhl". Bleibt der Blutverlust gering, ist eine Verfärbung des Stuhls mit freiem Auge oft nicht zu erkennen. Mithilfe spezieller Tests auf verstecktes Blut lassen sich aber auch geringe Spuren in den Ausscheidungen nachweisen. Durch den ständigen Blutverlust über die Magenschleimhaut kann es bei den Betroffenen zu einer Blutarmut (Anämie) kommen. Ist dies der Fall, können sich unter anderem Müdigkeit und Abgeschlagenheit einstellen.

Massive Blutungen hingegen können wesentlich schwerwiegendere Konsequenzen haben - vom Blutdruckabfall bis hin zum lebensbedrohlichen Schock. Häufig kommt es in solchen Situationen zum Erbrechen von Blut (Hämatemesis). Eine gefürchtete, aber glücklicherweise seltene Komplikation ist der Durchbruch des Geschwürs durch die gesamte Magenwand. In diesem Fall kann Mageninhalt in die Bauchhöhle gelangen und dort eine Entzündung des Bauchfells (Peritonitis) auslösen. Zeichen einer solchen Entzündung sind sehr starke Schmerzen und ein extrem angespannter, brettharter Bauch.


Wie wird die Krankheit diagnostiziert?

Schon die Schilderung der Beschwerden und der Krankheitsgeschichte gibt dem Arzt oder der Ärztin erste Hinweise auf ein Magengeschwür. An dieses Gespräch schliesst sich eine körperliche Untersuchung an. Insbesondere das Abtasten des bei den Betroffenen oft druckempfindlichen Oberbauchs ist hierbei von Bedeutung. Blut im Stuhl lässt sich durch Anwendung des Hämoccult-Tests nachweisen. Der Patient erhält ein Testset und bringt eine kleine Stuhlprobe auf das Testbriefchen auf. Das Ergebnis wird gleich in der Ordination ermittelt.

Das entscheidende Verfahren, um den Verdacht auf ein Magengeschwür zu bestätigen oder zu entkräften, ist die Magenspiegelung (Gastroskopie). Bei dieser Untersuchungsmethode wird ein biegsamer Schlauch über Mund, Rachen und Speiseröhre in den Magen vorgeschoben. Das Endoskop verfügt über eine spezielle optische Vorrichtung, die es erlaubt, die Magenwand von innen zu betrachten und auf diese Weise Geschwüre aufzuspüren. Darüber hinaus können mithilfe des Gastroskops auch kleine Gewebeproben entnommen werden, die in weiterer Folge im Labor auf Helicobacter pylori geprüft werden. Der Nachweis des Keims ist aber auch per Atemtest möglich.

Weitere Untersuchungen wie Sonographie oder Röntgen sind in der Diagnostik eigentlich nur notwendig, um auszuschliessen, dass neben dem Magengeschwür noch andere Erkrankungen vorliegen.


Wie wird ein Ulcus ventriculi behandelt?

Die Therapie eines Magengeschwürs hängt entscheidend vom Auslöser ab. Bei erfolgtem Nachweis von Helicobacter pylori wird stets eine sogenannte Eradikationstherapie eingeleitet. Dabei erhält der Patient zwei verschiedene Antibiotika (z.B. Clarithromycin und Amoxicillin), die den Keim abtöten, und einen Protonenpumpenhemmer (z.B. Omeprazol, Pantoprazol oder Esomeprazol). Protonenpumpenhemmer sind Medikamente, die die Säureproduktion im Magen vermindern und so die Abheilung des Geschwürs befördern. Durch diese Dreifach- oder Triple-Therapie lässt sich Helicobacter pylori bei über 90 Prozent der Betroffenen eliminieren - und mit dem Keim verschwindet in den meisten Fällen auch das Ulkus.

Ist der Helicobacter-Befund "negativ", lässt sich das Bakterium also nicht nachweisen, wird zunächst eine Behandlung mit Medikamenten begonnen, die die Säuresekretion im Magen drosseln und der Schleimhaut die Möglichkeit geben, sich zu regenerieren. Die gebräuchlichsten Mittel, die hier zur Anwendung kommen, sind zum einen die Protonenpumpenhemmer (auch: Protonenpumpeninhibitoren, PPI) und zum anderen sogenannte Histamin-Rezeptorenblocker (auch: H2-Rezeptorenblocker). Letztere sorgen ebenfalls für eine Verminderung der Säureproduktion, allerdings über einen anderen Wirkmechanismus. Da sich die PPI in Studien zur Behandlung von Magengeschwüren als wirksamer erwiesen haben, wird ihnen heute gegenüber den H2-Blockern meist der Vorzug gegeben.

Die Therapie revolutioniert haben aber beide Medikamentengruppen. Denn vor gar nicht allzu langer Zeit mussten sich die meisten Ulkuspatienten einer Operation unterziehen, bei der ein (Gross-)Teil des Magens entfernt wurde. Dies ist heute nur noch in seltenen Fällen erforderlich, so etwa, wenn ein Magengeschwür auch nach mehrmonatiger Behandlung nicht abheilt. Blutungen lassen sich mittlerweile meist im Rahmen einer Magenspiegelung stillen, sei es durch Aufsetzen eines Metall-Clips auf das blutende Gefäss oder durch Einspritzen eines speziellen "Klebstoffs". Bei endoskopisch nicht zu kontrollierenden Blutungen sowie bei einem Magendurchbruch ist eine Operation allerdings unumgänglich.

Ist das Ulcus ventriculi durch die Einnahme von Medikamenten bedingt, müssen diese zumindest vorübergehend abgesetzt bzw. durch andere, magenschonendere Mittel ersetzt werden. Ergänzend erhalten die Patienten einen Säurehemmer. Unter dieser Therapie heilt ein durch Medikamenteneinnahme hervorgerufenes Magengeschwür im Regelfall ab.

Massive Magenblutungen, Bluterbrechen und Magendurchbruch sind medizinische Notfälle, die ausnahmslos einer sofortigen Behandlung bedürfen. In diesen Fällen muss unbedingt die Rettung (Rufnummer 144) verständigt und die betroffene Person schnellstmöglich in ein Krankenhaus gebracht werden.


Was kann man selbst tun?

Entscheidend für den Erfolg der Behandlung ist, dass Faktoren, die die Magenschleimhaut schädigen können, weitestgehend ausgeschaltet werden. Das heisst, die Betroffenen sollten vor allem auf Alkohol, Nikotin und bestimmte Schmerzmittel verzichten. Auch manche Speisen und Zubereitungsarten können den Magen reizen, wobei es um die Verträglichkeit individuell sehr unterschiedlich bestellt ist. Vermehrtem Stress lässt sich oft mit Sport oder Entspannungstechniken beikommen.


1915 Artikel (240 Seiten, 8 Artikel pro Seite)

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