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Tuning für Ubuntu (TUNEUP) (Software)

Tipps Jedes System egal ob Windows oder auch Linux, speichert auch Datenmüll ab.
Es fängt schon darin an, wenn man ein App installiert.

Auch in Ubuntu ist es notwendig seine Systemfestplatte regelmäßig aufzuräumen. Ähnlich wie bei Windows, wird auch in Ubuntu sehr viel unnützes gespeichert, was sich mit der Zeit stark aufstaut, Speicher belegt und somit die Festplatte langsam macht. Mit zwei einfachen Mitteln, können Sie Ihr Betriebssystem auf ewig sauber halten.

Ubuntu Tweak

Auch Ubuntu speichert so einiges ab.
Zum Löschen dieser Dateien gibt es unzählige Möglichkeiten über Befehlszeilen im Terminal, dies ist mir jedoch viel zu umständlich. Am schnellsten gibt man Speicherplatz unter Ubuntu mit dem Programm Ubuntu Tweak (hier klicken) frei.

Ubuntu Tweak

Cache von Ubuntu einfach löschen
Ubuntu Tweak hat eine grafische Oberfläche mit deutschsprachigem Menü. Die .DEB-Datei kann mit dem Anklicken über die rechte Maustaste, einfach ins Software-Center eingefügt und darüber installiert werden.

Bild von Ubuntu Tweak Übersicht

Nachdem Sie Ubuntu Tweak gestartet haben, wird Ihnen eine kurze Systemübersicht angezeigt. Zum Aufräumen von Ubuntu ist der Punkt mit dem Pinsel (Hausmeister) besonders wichtig, hier wird bereits angezeigt, ob etwas gelöscht werden kann.

Klicken Sie auf die Schaltfläche “Hausmeister starten”, so kommen Sie ins Menü Hausmeister.
Bild von Hausmeister im Ubuntu

Ubuntu Tweak - Hausmeister

Links können Sie nun alle Hauptbereiche (System/Anwendungen) mit einem Haken versehen.
Rechts sehen Sie dann um welche Dateien es genau handelt und wie viel Speicherplatz diese in Ubuntu belegen.
Im Prinzip könnten Sie alle Dateien anklicken und mit “Aufräumen” löschen, bei den alten Kernel Dateien bin ich jedoch immer vorsichtig. Lassen Sie den Vorgängerkernel Ihrer derzeitigen Kernelversion am besten auf dem System, so können Sie diesen bei Problemen laden.
Mit dieser Methode räume ich mein Ubuntu einmal im Monat auf und gebe somit in der Regel zirka 400 Megabyte Speicherplatz frei.

Ubuntu Tweak - Speicher

Weitere Maßnahmen für ein sauberes Betriebssystem
Internetdateien wie Cookies, Offline-Webseiten oder der Browserverlauf kann mit Ubuntu Tweak nicht entfernt werden. Diese Dateien werden direkt im Browser gelöscht und auch dies sollten Sie regelmäßig ausführen.

Bild von Firefox Datenschutzeinstellungen Ubuntu

Im Mozilla Firefox klicken Sie zum Aufräumen unnützer Dateien auf den Reiter “Bearbeiten” und dann auf “Einstellungen”.
Wählen Sie im sich öffnenden Fenster den Reiter “Datenschutz” aus und klicken Sie auf das orange hinterlegte “gesamte bisherige Chronik”.
Es öffnet sich wieder ein Fenster indem Sie festlegen können, welche Dateien aus dem Browser-Cache entfernt werden sollen.
Nach der Auswahl klicken Sie auf “Jetzt löschen” und alle markierten Dateitypen werden von Ihrer Festplatte gelöscht.

Fazit
Die Pflege des Systems ist also auch bei Ubuntu unabdinglich. Vor allem Ihre Browserdaten sollten Sie regelmäßig leeren, nicht wegen des Speicherplatzes, sondern wegen des Datenschutzfaktors.

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DJ Ronnys Top 30 Charts der Woche - 26.07.2014 (Chartlisten)

Tipps
DJ Ronnys Top 30 Charts der Woche






1. Radio - Chriss Tina
2. Across the Ocean - MIKE
3. To nem Ai - Maria
4. Traum - Cro
5. Captain meiner Seele - Helene Fischer
6. Kornblumen - Jürgen Drews
7. Ausziehn - DJ Pferd
8. Marilyn Monroe - Pharell Williams
9. No controles - DJ Lhasa
10. La puerta abierta - Manu Teranio
11. Summer Panty - Aboutblank /KLC
12. Light it up - DJ Antoine
13. Alles Liebe meine Süße - Cappuchinos
14. La Bomba 014 - Africa Forever
15. Mr. Big Bass - Arkadouz
16. Vida - Ricky Martin
17. Tonight I`m your DJ - Ida Corr /Fatman
18. Mendocino Remix - Bastia
19. Alone again - Asja /Capocha One
20. Summer - Calvin Harris
21. Holiday 014 - Captain Jack
22. Born to be alive 014 - Giants Club
23. Donaulied - Mickie Krause
24. When it`s allright - Juun /Sam Smith
25. La Isla Felicita - Fernando Express
26. 13 Tage - Antonia & Olaf
27. The sun - Parov Stelar /Cleo
28. Sexy - Coco Carribe
29. Dieci cento mille - Brothers
30. Bigroom blitz - Scooter

Kühlschränke der Zukunft sollen durch Magnete Energie sparen. (Technikwelt)

Information
Technik in Richtung Zukunft: Die neuen Kühlschränke der Zukunft, sollen durch Magnete viel Energie sparen.

Durch Ausnutzen des magnetokalorischen Effekts sollen geräuschlose Kühlschränke entwickelt werden, die weitaus weniger Energie und keine giftigen Chemikalien benötigen.

Gewisse Materialien verändern ihre Temperatur, wenn sie einem Magnetfeld ausgesetzt werden. Ferromagnetische Materialien etwa erwärmen sich, wenn sie magnetisiert werden und kühlen ab, wenn das Magnetfeld abgeschaltet wird. Mit einer Kühlflüssigkeit kann so eine Wärmepumpe konstruiert werden, die deutlich energieeffizienter funktioniert, als bei heutigen Kühlschränken. Das Prinzip ist schon lange bekannt, bislang haben aber verschiedene Probleme einen Einsatz im Alltag verhindert. In Wissenschaft und Industrie kommt der magnetokalorische Effekt bei der Kühlung auf extrem tiefe Temperaturen hingegen regelmäßig zum Einsatz, aber die benötigten Materialien sind oft selten und teuer. 

Kühlschrank der Zukunft

Die bekannten Verbindungen reagieren zudem oft zu langsam auf Änderungen des Magnetfelds und zeigen den nötigen Effekt nur bei tiefen Umgebungstemperaturen. Die Magnetfelder müssen zudem meist sehr stark sein, damit der Kühleffekt groß genug ist und die mechanische Energie, die nötig ist, um das Material in das Magnetfeld hinein und wieder heraus zu befördern, ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen.

Zuletzt haben aber verschiedene Forschungsgruppen Fortschritte bei der Entwicklung alltagstauglicher Kühlaggregate erzielt. Ein Team des National Institute of Standards and Technology in Boulder, Colorado, hat eine Verbindung entdeckt, die bessere Eigenschaften aufweist, als bisher eingesetzte magnetische Materialien. Eine Mischung aus Gadolinium, Silizium und Germanium, die mit Spuren von Eisen versehen wird, eignet sich demnach hervorragend als Kühlelement, wie die FAZ berichtet. 

Allerdings sind die erforderlichen Magnetstärken mit fünf Tesla immer noch zu groß für einen Einsatz im Haushalt. Die Wissenschaftler arbeiten aber bereits daran, Materialien zu finden, die schon mit Feldstärken von ein bis zwei Tesla funktionieren. Diese ließen sich bereits mit Permanentmagneten realisieren.

Halbierter Verbrauch.

Eine andere Forschergruppe mit kanadisch-bulgarischer Beteiligung hat hingegen ein Material gefunden, das schon einen starken magnetokalorischen Effekt zeigt, wenn es lediglich in einem Magnetfeld gedreht wird - allerdings nur bei tiefen Temperaturen. Das könnte die Konstruktion von kompakten Kühlagregaten erlauben, die noch sparsamer sind, da das magnetische Material nicht in das Magnetfeld und wieder heraus geschoben werden, sondern lediglich in Rotation versetzt werden muss, wie eurekalert berichtet. Das Material, das die Forscher verwenden, besteht aus Holmium, Mangan und Sauerstoff. Die Wissenschaftler suchen jetzt nach Verbindungen, die ähnliche Eigenschaften schon bei Raumtemperatur aufweisen.

Erste Kühlschränke auf Magnetbasis könnten schon in wenigen Jahren in den Geschäften stehen. Unternehmen wie Whirlpool oder Toshiba arbeiten bereits an entsprechenden Prototypen, wie trendlink berichtet. Erste Tests versprechen eine Halbierung des Energieverbrauchs im Vergleich zu heutigen Geräten. Wenn die Forscher weiterhin bessere Materialien finden, könnte sich dieser Wert sogar noch verbessern.

Technik: Neue USB-Stecker schon 2014 ? (Technikwelt)

Information
Neue USB-Stecker sollen noch 2014 auf den Markt kommen, erste Prototypen TYP-C stehen in Planung.
Erste Produkte mit dem neuen USB-Stecker vom Typ C könnten noch heuer auf den Markt kommen. 
Die Arbeit am neuen Standard läuft auf Hochtouren.

USB3.1 TYP-C Kabel

Noch gibt es keine Prototypen von "Typ C"-Steckern. Der kommende Standard soll aber schon bald praktisch alle heutigen USB-Stecker ersetzen. Erste Geräte, die auf die neue Technik setzen, könnten noch heuer auf den Markt kommen, wie Golem berichtet. Laut USB Implementors Forum ist das Interesse am neuen Standard hoch. Viele Hersteller von Hardware, sowohl von Computern als auch von mobilen Geräten, sollen bereits an Prototypen arbeiten. Konkrete Produktankündigungen gibt es aber noch nicht. Die Spezifikationen des neuen Standards erhalten auch erst im Juni oder Juli den letzten Schliff.

Sowohl Stecker als auch Buchsen von Typ C werden kleiner sein und mehr Strom übertragen können. Zudem können die neuen Stecker in beiden möglichen Ausrichtungen mit Geräten verbunden werden. Die Verbindungen sollen zudem mit einem hörbaren Klickgeräusch einrasten. Nach der Einführung soll Typ C alle anderen USB-Typen ersetzen, außer bei Spezialanwendungen mit noch größerem Energiedurst. Die neuen Kabel sollen bis zu zehn Gigabit pro Sekunde übertragen können. Allerspätestens Anfang 2015 soll es erste Produkte mit Typ-C-Unterstützung geben.

Technik: Bell Labs stellen mit Kupferkabel Datenübertragungsrekord auf (Technikwelt)

Information
Die Bell Labs von Alcatel-Lucent haben es geschafft, zehn Gigabit pro Sekunde mit Kupferleitungen zu übertragen. Das ist neuer Rekord.

Den Forschern ist es gelungen, zehn GbpS mit normalen Telefon-Kupferleitungen zu erreichen. Dieser Spitzenwert kann allerdings maximal über 30 Meter gehalten werden. Über 70 Meter verringert sich die Geschwindigkeit schon auf ein GbpS. In der Praxis haben die Ergebnisse deshalb Relevanz, weil sie das Verlegen von teuren Glasfaserkabeln auf den letzten Metern in die Haushalte überflüssig machen könnten.

Kupferkabel

Den neuen Rekord haben die Wissenschaftler mit einem neuen DSL-Standard erreicht, der G.fast genannt wird. XG-FAST, eine Erweiterung dieses neuen Protokolls, macht die Spitzenwerte möglich. Schon 2015 soll G.fast auf den Markt kommen, allerdings mit einer garantierten Datenübertragungsrate von vergleichsweise geringen 500 Megabit pro Sekunde über Distanzen von bis zu 100 Meter.

Kein Kunde wird vergessen

Federico Guillén von Alcatel-Lucent erklärt: "Durch das Ermöglichen von '1-Gigabit symmetrischen Services' über Kupfer bietet Bell Labs der Telekommunikationsindustrie einen neuen Weg um abzusichern, dass kein Kunde vergessen wird, wenn es um Ultra-Breitband-Zugang geht."

Quelle User: Eskin

DJ Ronnys Top 30 Charts der Woche - 19.07.2014 (Chartlisten)

Tipps
DJ Ronnys Top 30 Charts der Woche:






1. Captain meiner Seele - Helene Fischer
2. No controles - DJ Lhasa
3. Alles Liebe meine Süße - Cappuchinos
4. Radio - Chriss Tina
5. Kornblumen - Jürgen Drews
6. Tonight I`m your DJ - Ida Corr /Fatman
7. Holiday 014 - Captain Jack
8. Across the ocean - MIKE
9. La puerta abierta - Manu Teranio
10. Sonnenstudio Marion - Manny Marc /Jürgen Drews
11. La Bomba 014 - Africa Forever
12. Mendocino Remix - Bastia
13. Born to be alive 014 - Giants Club
14. Le passe - Tal
15. Senorita - Dellido /Papa Joe
16. La Isla Felicita - Fernando Express
17. Sexy - Coco Caribe
18. Dieci cento mille - Brothers
19. I can`t stand it - Twenty 4 Seven
20. How we do - Anger /Myles
21. Eine Insel - Fantasy
22. 13 Tage - Antonia & Olaf
23. Donaulied - Mickie Krause
24. Alone again - Asja /Capocha One
25. Mr. Big Bass - Arkadouz
26. Summer panty - Aboutblank /KLC
27. Ausziehn - DJ Pferd
28. To nem ai - Maria
29. Wake up - Valentino Sanchez /Ricardo
30. Pu Djane - Sky /Guenta

Technik der Zukunft: Neue Head-Up-Display-Technik (Technikwelt)

Information
Einfach nur starre Navigationshinweise im Blickfeld waren gestern. Mit Hilfe von Augmented Reality-Technik für das Head-Up-Display lässt Continental die virtuelle Welt mit der Wirklichkeit verschmelzen. 2017 könnte die Technik serienreif sein.

Wirklich oder virtuell? Wenn es nach den Entwicklern von Continental geht, werden Autofahrer das beim Blick aus dem Fenster künftig nicht mehr ganz so genau unterscheiden können. Denn gut zehn Jahre nach der Einführung des Head-Up-Displays (HUD) bereitet der Zulieferer jetzt die nächste Evolutionsstufe dieser Projektionstechnik vor und lässt dafür unter dem Schlagwort "Augmented Reality" (AR) die Grafiken förmlich mit der Umgebung verschmelzen: Wenn ab dem Jahr 2017 das so genannte AR-HUD reif für die Serie ist, werden die alle Informationen genau dort eingespiegelt, wo es für den Fahrer relevant ist. Abbiegehinweise schweben dann förmlich vor den entsprechenden Querstraßen oder weisen auf dem Asphalt unmissverständlich den richtigen Weg. Bei den Warnungen der Spurführungshilfe flammen direkt entlang der Fahrbahnmarkierung rote Katzenaugen auf. Und wenn die Abstandsregelung aktiv ist, markiert eine orange Sichel am Heck des Vordermanns das entsprechende Fahrzeug, an dem sich die Elektronik orientiert.

Head-up-Display

Möglich wird diese so genannte Augmentierung durch das enge Zusammenspiel einer neuartigen Projektionstechnik mit einer elektronischen Bildanalyse. Während wie bisher über einen TFT-Monitor die üblichen Statusdaten an den unteren Rand des Blickfelds gespiegelt werden, beamt ein weiterer Projektor mit hunderten von Spiegeln wie im Digitalkino das zweite Bild in die Scheibe. Das ist nicht nur deutlich größer (160 mal 30 statt 21 mal 4 Zentimeter) und schwebt in einer Entfernung von 7,50 statt nur 2,40 Metern über der Motorhaube. Vor allem ist es frei konfigurierbar und völlig variabel. So kann eine Kamera das Blickfeld auswerten, Referenzpunkte wie die Fahrbahnmarkierung, die Querstraße oder das vorausfahrende Fahrzeug erkennen und die Grafiken an die entsprechende Stelle projizieren. Und weil es keine starre Projektion ist, passt sich der Bildverlauf bei jeder Kuppe oder Kurve neu an, so dass die Grafik wie ein Magnet am jeweiligen Objekt haftet.

Auch wenn das AR-HUD in den Forschungsfahrzeugen bereits fast reibungslos funktioniert, hat Continental bis zur Serienreife noch einiges zu tun, räumen die Entwickler ein. Denn zum einen brauchen die zwei Projektionseinheiten mit ihren zusammen 14 Litern noch mindestens 20 Prozent zu viel Bauraum in einem Bereich des Fahrzeugs, in dem um jeden Kubikzentimeter gerungen wird. Und zum anderen ist das System aktuell schlicht noch zu teuer. Doch selbst wenn die Ingenieure den Preis noch drücken können, machen sie der breiten Masse wenig Hoffnung: Fürs erste werde das AR-HUD wohl ein Thema für gut ausgestattete Dienstwagen der gehobenen Preiskategorie bleiben.

Aber erstens gibt es für Normalverdiener auch bei Continental bald eine so genannte Combiner-Lösung mit einer ausklappbaren Projektionsscheibe wie im Peugeot 3008 oder im neuen Mini, die weniger kostet und obendrein nicht so viel Patz braucht. Und zweitens sind die Entwickler davon überzeugt, dass der AR-Technologie die Zukunft gehört und die Systeme deshalb mittelfristig über eine größere Verbreitung auch günstiger werden. Denn glaubt man Bereichsvorstand Helmut Matschi, braucht es Systeme wie dieses, damit der Fahrer überhaupt noch den Überblick behält: "In einer ständig komplexer werdenden Welt entlastet das AR-HUD den Fahrer mit einer neuen Informationsqualität", sagt Continental-Vorstand Helmut Matschi: " So bekommt der Fahrer alle wichtigen Informationen leicht erfassbar vor Augen geführt. Dies ist ein wichtiger Schritt gegen Fahrerablenkung und Reizüberflutung." Selbst wenn man dafür auf der Motorhaube eine Kinoprojektion laufen lässt.

Quelle: Welt.de

Die Erdwärme - Eine Quelle der Energie (Wissen)

Information
Die Erdwärme - Eine Quelle der Energie.
99 Prozent der Erde sind heißer als 1000 Grad. Direkt unter unseren Füßen schlummert ein gewaltiges, nahezu unerschöpfliches Energiepotential. Die Erdwärme, auch Geothermie genannt, kann man nutzen, um Gebäuden zu heizen, Nahwärmenetze zu speisen und sogar um Strom zu erzeugen. Doch bisher spielte Erdwärme als Energiequelle bei uns kaum eine Rolle. Zu schwierig erschienen die Förderbedingungen, zu unwirtschaftlich die Stromproduktion. Dank neuer Technologien wandelt sich langsam das Bild.

Vorbild Island
Welche Bedeutung Erdwärme für die Energieversorgung in Zukunft haben könnte, zeigt uns heute schon Island. 37 aktive Vulkane heizen den Untergrund des Inselstaates auf. Heiße Quellen, Geysire und Wasserdampfspalten sind sichtbare Zeichen des geothermischen Potentials. Nur wenige hundert Meter unter der Erdoberfläche herrschen in wasserführenden Gesteinsschichten bis zu 350 Grad. Und über natürlich austretenden oder aus Bohrlöchern geförderten Wasserdampf werden bereits 90 Prozent aller Haushalte mit Wärme versorgt.

Gleichzeitig treibt überschüssiger Heißdampf Turbinen in einem Geothermiekraftwerk an und erzeugt Strom. Soviel, dass auch Wasserstoff, ein möglicher Energieträger der Zukunft, produziert werden kann. Treibhausgase wie CO2, die beim Einsatz fossiler Brennstoffe entstehen, sind in Island kein Problem. Natürlich sind die Vorrausetzungen für die Erdwärmenutzung in Island dank der vielen Vulkane einzigartig. Aber auch in Mitteleuropa könnte das Potential erschlossen werden.

Labsal aus dem Untergrund
Zumindest passiv nutzten schon die alten Gallier, Kelten und Germanen Erdwärme – in Thermalquellen, ein Labsal für Körper und Geist in den eisigen Wintern unserer Vorzeit. Auch die alten Römern kannten die Wärmequelle aus dem Untergrund. Sie konstruierten schon vor 2000 Jahren die sogenannten Thermen. Thermalbäder findet man auch heute noch in zahlreichen Kurorten, die vom kostenlosen Angebot der Erde profitieren.

Das älteste Erdwärmekraftwerk der Welt
Im Italien der Neuzeit begann die Geschichte der aktiven oder kommerziellen Nutzung der Erdwärme. Unter Italien treffen die afrikanische und die eurasische Kontinentalplatte aufeinander. In der Toskana führt das zwar nicht zu Vulkanausbrüchen, aber Magma heizt dort oberflächennahe, unterirdische Wasserreservoire auf. An mehreren Stellen bahnt sich heißer Wasserdampf schon seit Jahrtausenden seinen Weg an die Erdoberfläche. Den nutzte 1913 Graf Piero Ginori Conti in Larderello für das erste Erdwärmekraftwerk der Welt. Wasserdampf trieb Turbinen an und diese erzeugten Strom.

Erdwärmenutzung in Deutschland

Erdwärme

Heißwasserreservoire direkt unter der Erdoberfläche sind in unseren Breitengraden selten. Erdwärmenutzung schien daher bisher in Deutschland auf wenige Orte beschränkt zu sein. In Bayern bauen zum Beispiel Erding, Straubing oder Unterhaching schon auf Erdwärme. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wird Erdwärme vorwiegend zum Heizen verwendet. Die Stromerzeugung aber wird erst rentabel, wenn sehr große und mehrere hundert Grad heiße Wasserdampfvorkommen zur Verfügung stehen. Viele Gebiete in Deutschland verfügen aber erst in mehreren Tausend Metern Tiefe über größere, ergiebige Heißwasservorkommen. Bohrungen in solche Bereiche sind teuer und wenn kein Fernwärmenetz zur Nutzung der Quellen vorhanden ist, ist selbst die Wärmenutzung für Kommunen nicht reizvoll.

Erdwärme kann aber auch unabhängig von natürlichen Heißwasservorkommen genutzt werden, zum Beispiel mit dem "Hot-Dry-Rock-Verfahren" (HDR). Dabei bohrt man in Tiefen von 4000 bis 5000 Metern. Dort liegen die Gesteinstemperaturen je nach Standort schon bei 200 bis 300 Grad Celsius. Wenn man jetzt über ein Bohrloch Wasser in den Untergrund treibt, kann es sich dort aufheizen und über ein zweites Bohrloch als heißer Wasserdampf wieder nach oben befördert werden. So entsteht ein Kreislaufsystem, an das an der Oberfläche Erdwärmekraftwerke angeschlossen werden könnten. Die heißen Gesteinsschichten im Erdinneren werden also praktisch als Durchlauferhitzer verwendet.

Vorteil: Mit dem HDR-Verfahren wird man unabhängig von natürlichen, unterirdischen Heißwasservorkommen und könnte überall Erdwärme fördern. Mit entsprechenden Wärmetauscher-Technologien ließe sich auch schon mit 100 bis 150 Grad heißem Wasserdampf kostengünstig Strom produzieren.

Potential für die Zukunft?
Im Jahr 2012 gibt es in Deutschland sechs Heizkraftwerke zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung und 21 Heizwerke, die Wärmenetze versorgen. Nach den ersten positiven Erfahrungen mit dem HDR-Verfahren und neuen Wärmetauschertechnologien kommen weitere Gebiete in Deutschland für die Nutzung der tiefen Erdwärme in Frage. Im Mai 2009 hieß es in einem Bericht der Bundesregierung zur Geothermie: "Bis zum Jahr 2020 sollen etwa 280 Megawatt Leistung zur geothermischen Stromerzeugung installiert sein, das Vierzigfache der gegenwärtig installierten Leistung. Bei einer Leistung von etwa 5 Megawatt pro Kraftwerk entsprich dies mehr als 50 Kraftwerken."

Unstrittig ist, dass Erdwärme ein großes Energiepotential ist. Experten schätzen, dass allein der täglich aus dem Erdinneren aufsteigende Wärmestrom, der durch die Erdoberfläche in die Atmosphäre gelangt und ungenutzt in den Weltraum abgestrahlt wird, den weltweiten Energiebedarf um das 2,5-fache übertrifft. Erwärme produziert keine Abfallstoffe wie CO2 und ist, anders als etwa Sonnenenergie, unabhängig von Tages- und Nachtzeiten, von Klima- oder Wettereinflüssen.

Quelle: Planet-Wissen // Eskin

1915 Artikel (240 Seiten, 8 Artikel pro Seite)

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