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Artikel Übersicht


SOMMERNACHTSTRAUM - Das Musical - Wiener Stadthalle (Info)

Veranstaltungen Konzerte  Konzerte
Termindatum: Freitag, 10. Dezember 2010
Enddatum: Sonntag, 12. Dezember 2010

SOMMERNACHTSTRAUM - Das Musical
Shakespeare for Kids
Fr, 10.Dezember 2010 - So, 12.Dezember 2010
» wiener stadthalle - Halle F

Preiskategorien: (Preise inkl. Entgelte)
A - 34,00 EUR
B - 31,00 EUR
C - 28,00 EUR
D - 25,00 EUR
R - 11,00 EUR
S - 5,00 EUR
R = Rollstuhl
S = Schosskarten bis 5 Jahre


Kinder bis 15 Jahre:
A: 25,60 / B: 23,25 / C: 21,00 / D: 18,75

Familienpaket (2 Erw. + 2 Kinder):
A: 109,00 / B: 99,20 / C: 89,60 / D: 80,00
an den Kassen der Wiener Stadthalle und unter:
service@stadthalle.com erhältlich


Grosskundenermässigung ab 12 Personen

Freitag, 10. Dezember: 17.00 Uhr
Samstag, 11. Dezember: 18,00 Uhr
Sonntag, 12. Dezember: 14.00 Uhr

Garderobe frei!

„Sommernachtstraum 2010“
Das neue Musical von teatro für die ganze Familie von "5 bis 99"
frei nach William Shakespeare

Der „Sommernachtstraum 2010“, Musiktheater frei nach William Shakespeare, entführt in eine fantastische Traum- und Elfenwelt – getreu dem Motto: „Spielend Grenzen sprengen, damit die Sterne in greifbare Nähe rücken!“

Inhaltlich dreht sich alles um vier junge Liebende, die auf der Flucht sind. Das Problem: „Jeder liebt den Falschen“, Hermia liebt Lysander, Helena liebt Demetrius, Demetrius liebt aber Hermia. Wen liebt eigentlich Lysander? Dann gibt es da aber auch Elfen und Kobolde, die mit einem Liebeszaubertrank endgültig alles durcheinanderbringen. Als dann auch noch eine lustige Handwerkerbande die Nacht unsicher macht, steht der ganze Wald kopf.
Doch da geht der Spass erst richtig los….

Seit mittlerweile zwölf Jahren führt die freie Theatergruppe teatro rund um den künstlerischen Leiter Norberto Bertassi Produktionen und Vorstellungen für Kinder und Jugendliche auf. Im Zentrum dabei stehen märchenhafte Geschichten, Mythen & Sagen sowie Themen aus der Weltliteratur. Im Jahr 2008 gastierte teatro bereits erfolgreich mit der "Konferenz der Tiere" in der Wiener Stadthalle.
Kategorie: Kinderprogramme, Show (Musical)
Veranstalter:
Wiener Stadthalle - Betriebs-
und Veranstaltungsgesellschaft m.b.H.
Vogelweidplatz 14, A-1150 Wien

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) (Gesundheit)

Information






Bei der altersabhängigen (auch: altersbedingten oder senilen) Makuladegeneration (AMD) handelt es sich um eine bei älteren Menschen auftretende Augenerkrankung, bei der die Sehfähigkeit im Zentrum des Gesichtsfeldes teilweise oder gänzlich verlorengeht. Die AMD ist in den westlichen Industrienationen die häufigste Erkrankung, die jenseits des 50. Lebensjahrs zu schweren Seheinbussungen führt.


In Österreich leben derzeit etwa 125.000 Betroffene, jährlich kommt es zu 3.000 bis 4.000 Neuerkrankungen. Expertinnen und Experten prognostizieren für die Zukunft allerdings einen deutlichen Anstieg dieser Zahlen, der - wie bei anderen Erkrankungen des Alters - grösstenteils auf die zunehmende Lebenserwartung zurückzuführen ist. So lassen sich Studien zufolge bei rund einem Drittel der über 80-Jährigen Anzeichen für eine beginnende AMD finden.


Wozu dient die Makula?

Ausgelöst wird die Erkrankung durch eine Zerstörung von Zellen im Bereich des sog. Gelben Flecks. Dieses auch als Makula bezeichnete Areal liegt in der Mitte der Netzhaut (Retina) und ist - obwohl nur wenige Quadratmillimeter gross - für unser Sehvermögen im wahrsten Sinne des Wortes von zentraler Bedeutung. Denn alles, was die Augen fixieren, wird an dieser Stelle auf die Netzhaut abgebildet. In der Makula befinden sich sehr viele Sinneszellen, insbesondere die für die Farbwahrnehmung zuständigen Zapfen. Aus diesem Grund ist die Makula der Ort des schärfsten Sehens und für wesentliche Sehleistungen wie Lesen, das Erkennen von Gesichtern und Gesichtsausdrücken, das Unterscheiden von Farben, Fernsehen, Autofahren etc. verantwortlich.

Sowohl die Wahrnehmung feiner Details als auch das scharfe Sehen in der Ferne setzt eine funktionstüchtige Makula voraus. Die übrige Netzhaut nimmt hingegen vor allem Umrisse und Hell-Dunkel-Kontraste wahr. Da diese Fähigkeit erhalten bleibt, führt eine altersbedingte Makuladegeneration trotz zunehmenden Sehverlusts auch nie zu einer vollständigen Erblindung.


Welche Formen der AMD werden unterschieden?

Die Medizin kennt zwei Formen der Netzhauterkrankung - die trockene und die feuchte.

Trockene AMD



Die Mehrzahl der Patienten leidet unter einer trockenen AMD. Diese schreitet langsam voran und führt erst im Spätstadium zu einer deutlichen Verschlechterung des zentralen Sehens. Gekennzeichnet ist die trockene Form zunächst durch sogenannte Drusen, das sind Ablagerungen unter der Netzhaut, die bei der fachärztlichen Spiegelung des Augenhintergrunds zu erkennen sind. In weiterer Folge kommt es dann zu einem landkartenähnlichen Untergang von Zellen in der Netzhaut, einer "geografischen Atrophie", die vor allem eine Gewebeschicht im unteren Bereich der Netzhaut betrifft, das sog. Pigmentepithel.

Feuchte AMD

Die feuchte Form macht etwa 15 Prozent aller AMD-Fälle aus. Sie ist wesentlich aggressiver und kann sehr rasch voranschreiten. Hier kommt es zur Neubildung von krankhaft veränderten, undichten Gefässen, aus denen es blutet, zu Abhebungen und Rissen des Pigmentepithels der Netzhaut und schliesslich zur Narbenbildung im Bereich des gelben Flecks. Diese Form der Makuladegeneration ist überwiegend für schwere Sehbehinderungen verantwortlich. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die feuchte AMD meist aus der trockenen AMD hervorgeht - und somit eine von zwei Verlaufsformen im Spätstadium dieser AMD-Form darstellt.


Welche Ursachen hat die Erkrankung?

Die exakten Ursachen der altersabhängigen Makuladegeneration liegen bis heute im Dunkeln. Als ein wahrscheinlicher Auslöser gelten Abbauprodukte des Sehprozesses, die sich im Laufe des Lebens in der Pigmentepithelschicht der Netzhaut ablagern und diese schädigen. Da die Makula sehr viele Sehzellen enthält, ist der Stoffwechsel hier besonders rege. In diesem Fall wäre die AMD Resultat degenerativer Veränderungen des alternden Auges. Tatsächlich ist das Lebensalter auch der bedeutendste Risikofaktor für die Erkrankung.

Nichtsdestotrotz entwickelt nur ein Teil aller älteren Menschen eine AMD. Dies spricht dafür, dass auch noch andere Einflüsse eine Rolle spielen. So gibt es Hinweise darauf, dass Rauchen, Bluthochdruck, Atherosklerose und häufiger, intensiver Kontakt mit UV-Strahlung die Entstehung begünstigen. Zudem zeigen Menschen, in deren Familie eine AMD aufgetreten ist, ein erhöhtes Risiko, selbst an AMD zu erkranken. Die Krankheit besitzt also auch eine erbliche Komponente.


Wie äussert sich die altersbedingte Makuladegeneration?

Eine AMD verursacht keine Schmerzen. Davon abgesehen, können die Symptome von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein - nicht zuletzt abhängig von der Form. Erstes Anzeichen der Erkrankung ist oft, dass die Mitte des Schriftbildes beim Lesen verschwimmt. Verzerrtes Sehen wird oft als Frühsymptom einer feuchten AMD genannt. Gerade Linien wie etwa ein Fensterkreuz erscheinen dabei krumm und gebogen. Mit Fortschreiten der Erkrankung wird durch die Degeneration der Makula das Sehen im Zentrum des Gesichtsfelds schlechter und unschärfer, bis man zuletzt dort nur noch einen dunklen Fleck wahrnimmt. Dabei bleibt das periphere Sehen ausserhalb der Mitte des Sehfelds erhalten. Zu Beginn ist bei der AMD meist nur ein Auge betroffen. Im weiteren Verlauf dehnt sich die Erkrankung dann aber oft auf das zweite Auge aus.


Wie wird die AMD diagnostiziert?



Die Schilderung der Symptome geben dem Augenarzt erste Hinweise auf eine AMD. Im Anschluss kann er dann zunächst einen Sehtest durchführen. Neben den Sehtafeln zur Prüfung der Sehschärfe ist dabei das Amsler-Netz besonders aussagekräftig - ein quadratisches Liniengitter mit einem schwarzen Punkt in der Mitte, den der Patient fixieren soll. Nimmt er die Linien dann verschwommen oder verzerrt wahr, liegt der Verdacht auf eine Makuladegeneration nahe. Im nächsten Schritt wird eine Augenspiegelung durchgeführt. Dabei betrachtet der Arzt den Augenhintergrund und die Makula mit einem speziellen Instrument.

Gibt es Anhaltspunkte für eine feuchte AMD führt man einen so genannten Fluoreszenzangiografie durch. Hier bekommt der Patient einen fluoreszierenden Farbstoff in die Armvene gespritzt, der sich in der Netzhaut verteilt, dort die Blutgefässe sichtbar macht und krankheitsbedingte Veränderungen erkennen lässt. Vom Ergebnis dieser Untersuchung hängt das therapeutische Vorgehen ab. Auch bei der trockenen AMD gibt es mit der Fundusautofluoreszenz eine Methode, um das Ausmass der Erkrankung zu beurteilen. Sowohl durch die Augenspiegelung als auch durch die Farbstoffuntersuchungen kann der Augenarzt eine Makuladegeneration schon feststellen, bevor der Patient Einschränkungen des Sehvermögens bemerkt. Dies ist wichtig, weil die Behandlung der AMD dann am aussichtsreichsten ist, wenn sie so früh wie möglich begonnen wird.


Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Heilen lässt sich eine altersbedingte Makuladegeneration bis heute nicht. Bei der feuchten AMD wurden in den letzten Jahren mehrere Behandlungsmethoden entwickelt und in Studien untersucht, die das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen oder aufhalten sollen. Dazu gehören in erster Linie:
Lasertherapie: Bei der Lasertherapie werden neu aussprossende und undichte Gefässe, die die Makula schädigen, mithilfe eines Laserstrahls verödet. Das Verfahren ist schmerzfrei und kann ambulant, also ohne stationären Spitalsaufenthalt durchgeführt werden. Allerdings muss in Kauf genommen werden, dass durch den Laser selbst Defekte erzeugt werden, die sich als Schatten bemerkbar machen. Aufgrund der Lage der Gefässe ist somit nur ein geringer Anteil der Patientinnen und Patienten für eine solche Behandlung geeignet - nämlich jene mit einer extrafovealen AMD, bei der sich die zu zerstörenden Gefässe nicht direkt unter dem Zentrum der Netzhaut befinden. In diesem Bereich wäre die Anwendung der Lasertherapie mit zu grossen Risiken bzw. Schädigungen verbunden.
Photodynamische Therapie: Bei der photodynamischen Therapie (PDT) handelt es sich ebenfalls um eine Laserbehandlung. Allerdings ermöglichen es hier ein in die Armvene injiziertes lichtempfindliches Präparat (Verteporfin) gespritzter Farbstoff und ein spezieller Laser, die neu gebildeten Gefässe gezielter zu veröden und so das umliegende Netzhautgewebe zu schonen. Die PDT kommt in der Behandlung der AMD häufig zum Einsatz, ist schmerzfrei und kann ambulant erfolgen. Bereits zerstörte Bereiche der Netzhaut können nicht wiederhergestellt werden Im Anschluss an eine photodynamische Therapie kann es zu unter anderem zu Sehstörungen, Reizungen an der Einstichstelle, Rückenschmerzen oder vermehrter Lichtempfindlichkeit kommen.
Medikamente: Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der Botenstoff VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) bei der AMD die Neubildung von krankhaften Gefässen entscheidend bedingt. Deshalb hat man Medikamente entwickelt, die diesen Wachstumsfaktor gezielt hemmen. Diese sog. VEGF-Inhibitoren (z.B. Ranibizumab; Pegaptanib) werden unter sterilen Bedingungen und unter örtlicher Betäubung mit einer feinen Nadel in den Glaskörper des Auges gespritzt. VEGF-Hemmer behindern den Wachstumsfaktor VEGF und unterbinden dadurch das Wachstum neuer krankhafter Blutgefässe. Zu den unerwünschten Nebenwirkungen zählen Schmerzen, Entzündungen des Augapfels und eine Erhöhung des Augeninnendrucks, die sich bereits erhöhtem Augeninnendruck durch Erkrankungen (z.B. Glaukom) Schädigungen nach sich ziehen kann.

Durch Fortschritte in der Mikrochirurgie ist es auch möglich, die neugebildeten Blutgefässe chirurgisch anzugehen. Die Operationen sind aber oft nur bei eine geringen Zahl von Patienten sinnvoll: Chirurgische Verfahren wie die sog. Makularotation, bei der die gesamte Netzhaut vom Untergrund abgelöst und auf intaktes Gewebe verlagert wird, werden zurzeit noch klinisch erprobt und kommen noch nicht routinemässig zum Einsatz.

Allen genannten Behandlungsmethoden gemein ist, dass sie sich - wenn überhaupt - nur bei bestimmten Unterformen und Stadien der feuchten AMD eignen. Ob dieses oder jenes Verfahren für einen Patienten oder eine Patientin in Frage kommt, muss daher individuell entschieden werden, unter sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiken. Alles in allem sind die therapeutischen Möglichkeiten bei diesem häufigen Krankheitsbild leider immer noch sehr begrenzt. Dies gilt insbesondere für die trockene AMD, für die nach wie vor keine Erfolg versprechende Behandlung zur Verfügung steht.

Umso wichtiger ist es, Faktoren, die das Fortschreiten der Erkrankung begünstigen, auszuschliessen bzw. zu minimieren. Dies betrifft vor allem das Rauchen und den Bluthochdruck. Aber auch eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse kann einer AMD möglicherweise vorbeugen. So wurden in Studien Indizien für eine schützende Wirkung von Vitaminen gegen altersbedingte Makuladegeneration gefunden, die in weiteren Studien noch bestätigt werden sollen. Ob die Einnahme von Vitamin- und Nährstoffsupplementen die Entwicklung und das Fortschreiten hintanhalten kann, wird derzeit ebenfalls noch untersucht.

ALKBOTTLE - Gasometer

Veranstaltungen Veranstaltung  Veranstaltung
Termindatum: Samstag, 18. Dezember 2010  Startzeit: 20:00h
Enddatum: Samstag, 18. Dezember 2010  Ende: 22:00h

ALKBOTTLE

Planet.tt Bank Austria Halle Gasometer
Wien
Österreich
ALKBOTTLE

Samstag, 18. Dez 2010, 20:00
Info


"Wenn am 24. des Christkind dreimal pumpert...." Genau. Alle Jahre wieder: Das grosse, traditionelle, besinnliche, superbe Alkbottle Weihnachtsfest. Natürlich wieder mit lustigem Christbaum-Zersägen, "Dicht ins Dunkel"-Spendenaktion und der einen oder anderen "fetten" Überraschung. Frohes Fest!

Info zur Veranstaltungsstätte

Planet.tt Bank Austria Halle Gasometer
Guglgasse 8, 1110 Wien
Österreich

HIV-Infektion und Aids (Gesundheit)

Information






Die Abkürzung HIV steht für die englische Bezeichnung "Human Immunodeficiency Virus" - ein Begriff, der sich mit "menschliches Immunschwäche-Virus" übersetzen lässt. HIV ist also zunächst einmal der Name des Erregers einer Infektion, die zu einer Schwächung der menschlichen Immunabwehr führt. Das Vollbild dieser Erkrankung wird "Acquired Immune Deficiency Syndrome" (erworbenes Immunschwächesyndrom) genannt, kurz Aids. 


HIV und Aids werden fälschlicherweise oftmals gleichgesetzt. Eine Infektion mit dem HI-Virus ist zwar stets die Ursache von Aids, doch längst nicht jeder HIV-Infizierte leidet an der erworbenen Immunschwäche. Das gilt umso mehr, als es mittlerweile medikamentöse Therapien gibt, die es Betroffenen ermöglichen, über Jahre und sogar Jahrzehnte mit einer HIV-Infektion zu leben, ohne die lebensbedrohliche Immunschwächekrankheit zu entwickeln.


Wie viele Menschen sind betroffen?



Dass die ersten Fälle von AIDS in den USA auftraten und das HI-Virus fast gleichzeitig von zwei Forschergruppen entdeckt wurde, liegt nur etwas mehr als 25 Jahre zurück. Seitdem hat sich die HIV-Infektion zu einer Länder und Kontinente überspannenden Krankheit entwickelt, die zu den grössten medizinischen Problemen unserer Zeit zählt: Laut Welt-AIDS-Bericht der Vereinten Nationen waren Ende des Jahres 2008 mindestens 33,4 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert. 2,7 Millionen Menschen infizierten sich allein 2008 neu mit HIV, zwei Millionen fielen im selben Zeitraum der Immunschwäche zum Opfer.

Im Jahr 2009 wurden in Österreich 507 Neuinfektionen festgestellt, das bedeutet, dass sich jeden Tag ein bis zwei Menschen mit HIV anstecken. Die Infektion erfolgt ausschliesslich über virushaltige Körperflüssigkeiten, wie Blut, Sperma und Vaginalsekret. Weitaus am häufigsten wird das HI-Virus beim ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner oder einer infizierten Partnerin übertragen. Heterosexueller Geschlechtsverkehr zwischen Männern und Frauen zeichnet anteilsmässig für den grössten Teil der HIV-Infektionen verantwortlich.

Einen nicht unerheblichen Prozentsatz der Betroffenen machen Drogenabhängige aus, die sich bei der intravenösen Verabreichung von Drogen durch kontaminierte Spritzen angesteckt haben. Darüber hinaus können HIV-positive Mütter das Virus während Schwangerschaft und Geburt auf das Kind übertragen. Auch eine Ansteckung über die Muttermilch ist möglich.


Welche Auswirkungen hat eine HIV-Infektion?

Das HI-Virus gehört zu den sogenannten Retroviren. Um sich zu vermehren, integriert dieser Virustyp sein Erbgut in jenes der Wirtszelle. Die Wirtszelle wird dadurch so umprogrammiert, dass sie selbst die Bestandteile für neue Viruspartikel herstellt. Das HI-Virus befällt T-Helferzellen und hier insbesondere die sogenannten CD4-Lymphozyten oder CD4-Zellen.

Die CD4-Lymphozyten zählen zu den weissen Blutkörperchen (Leukozyten) und haben eine entscheidende Rolle in der Koordinierung der Immunabwehr. Das HI-Virus zerstört einen gewissen Anteil der T-Helferzellen direkt, darüber hinaus beeinträchtigt es deren Funktionen. Je weniger funktionstüchtige CD4-Zellen sich im Blut finden, desto schwerer ist das Immunsystem in Mitleidenschaft gezogen.

Mit Fortschreiten der Erkrankung nimmt die Zahl und die Funktionsfähigkeit der Helferzellen immer weiter ab, was dazu führt, dass das Immunsystem immer weniger in der Lage ist, den Organismus vor Krankheiten zu schützen. Als Folge kommt es zu einer dramatischen Verschlechterung des Gesundheitszustands und bei Ausbleiben einer Behandlung letztlich zum Tod des Betroffenen.


Wie können HIV-Infektionen verlaufen?

Gelangt das HI-Virus in den Körper, löst es eine Abwehrreaktion aus. Die dabei gebildeten Immunstoffe (Antikörper) sind aber nicht in der Lage, das Virus zu eliminieren - es verbleibt lebenslang im Körper. Nach der Ansteckung vermehrt sich der Erreger zunächst explosionsartig. Oft verläuft diese frühe Krankheitsphase von den Betroffenen unbemerkt. Nur bei 25 bis knapp 50 Prozent der Neuinfizierten entwickelt sich Tage bis Wochen nach der Ansteckung die sogenannte akute HIV-Krankheit.

Häufigste Symptome sind Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen, Schwellungen der Lymphknoten, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, allgemeines Krankheitsgefühl, Appetitverlust, Entzündungen im Mund- und Rachenbereich sowie Durchfall und manchmal ein flüchtiger Hautausschlag. Nach zwei, drei Wochen verschwinden diese Beschwerden wieder. Am Ende dieser Phase hat sich die Zahl der T-Helferzellen wieder erholt und die Virusmenge im Blut ist oft so gering, dass sich der Erreger nicht einmal nachweisen lässt.

Daran schliesst sich die Latenzphase an. Ohne therapeutische Intervention dauert sie im Durchschnitt rund zehn Jahre. In dieser Phase sind die Betroffenen frei von HIV-bedingten Krankheitserscheinungen, weil die körpereigene Abwehr das Virus weitgehend unter Kontrolle halten kann. Nichtsdestotrotz muss sich das Immunsystem tagtäglich mit den HI-Viren auseinandersetzen, und irgendwann verliert es diesen Kampf: Die Viruslast nimmt zu, die Zahl der T-Helferzellen ab.

Diese zunehmende Schwächung des Immunsystems läutet die symptomatische Phase ein. Zunächst zeigt sich die schwindende Funktionsfähigkeit der Abwehr in Form von relativ unspezifischen Beschwerden wie Nachtschweiss, ungewolltem Gewichtsverlust, Fieberschüben und Durchfall. Vergleichsweise viele Betroffene leiden zudem an Pilzinfektionen der Schleimhäute (z.B. Mundhöhle), anderen Hauterscheinungen (z.B. Gürtelrose) sowie Lymphknotenschwellungen.

Wird das Immunsystem noch weiter geschwächt, ist es nicht mehr in der Lage, Krankheitserreger abzuwehren, die für gesunde Menschen an sich keine Gefahr darstellen. Dann entwickeln die Betroffenen sogenannte AIDS-definierende Erkrankungen. Als "Acquired Immune Deficiency Syndrome" wird somit eine definierte Gruppe von Krankheiten bezeichnet, die für ein fortgeschrittenes Stadium der HIV-Infektion charakteristisch sind.

Dazu gehören beispielsweise die Pneumozystis-Pneumonie, eine Form der Lungenentzündung, Pilzerkrankungen oder Infektionen mit Viren wie Herpes zoster oder Herpes simplex. Auch Krebserkrankungen werden durch die Immunschwäche begünstigt. Darüber hinaus schädigt HIV auch Gehirn und Nervensystem, was zu Hirnleistungsstörungen führt, die langsam und unauffällig beginnen. Ist das Vollbild AIDS erreicht, sterben die Betroffenen ohne Therapie früher oder später an einer bzw. einer Kombination dieser opportunistischen Erkrankungen.


Wie wird eine HIV-Infektion festgestellt?

Das wichtigste diagnostische Werkzeug zum Nachweis einer Infektion mit dem Virus ist der HIV-Test, häufig auch - nicht ganz korrekt - AIDS-Test genannt. Bei diesem Verfahren wird im Blut nach Antikörpern gegen das HI-Virus gesucht.

Allerdings dauert es nach einer Infektion vier Wochen bis drei Monate, bis sich so viele Abwehrstoffe gebildet haben, dass sie auch nachgewiesen werden können. Das heisst: Ein negatives Testergebnis - "negativ" bedeutet in diesem Fall, dass keine Viren nachgewiesen werden können - schliesst eine Infektion somit nur dann aus, wenn die letzte Situation, die mit einem Infektionsrisiko verbunden war, drei Monate zurückliegt.

In der Diagnostik wird zuerst stets ein Suchtest auf HIV-Antikörper durchgeführt. Ist dieser "positiv" - das bedeutet, es wurden Antikörper gegen das HIV-Virus nachgewiesen - muss das Ergebnis durch einen weiteren Text abgesichert werden. Bei diesem Bestätigungstest wird nun ein anderes Verfahren benutzt, der sogenannte Western-Blot. Fällt das Ergebnis auch hier positiv aus, ist eine HIV-Infektion so gut wie sicher.

Neben der Suche nach Abwehrstoffen gegen den Erreger ist es auch möglich, das Virus selbst oder einen seiner Bestandteile nachzuweisen. Diese Methode wird aber in erster Linie eingesetzt, um den Verlauf der Infektion und den Erfolg einer Behandlung zu kontrollieren.

Das österreichische Gesetz sieht vor, dass niemand ohne seine Einwilligung auf das HI-Virus getestet werden darf. Anonym und kostenlos kann man den HIV-Test etwa bei einer der österreichischen AIDS-Hilfen durchführen lassen. Auch niedergelassene Medizinerinnen und Mediziner oder Krankenhäuser bieten den Test an.


Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

1987 wurde mit Azidothymidin das erste Mittel gegen HIV zugelassen - ein entscheidender Durchbruch im damals beinahe aussichtslos erscheinenden Kampf gegen die sich rasant ausbreitende Krankheit. Inzwischen gibt es über 20 Medikamente, die zur Behandlung der Infektionskrankheit eingesetzt werden. Nichtsdestotrotz ist eine Heilung in dem Sinne, dass das Virus vollständig aus dem Körper entfernt wird, bis heute nicht möglich. Der Grund hierfür liegt darin, dass alle bis dato verfügbaren Medikamente nur dann eine Wirkung entfalten, wenn die Viren sich vermehren. Befinden sich die Erreger in der Ruhephase, sind sie nicht angreifbar.

Das Ziel der gegenwärtigen HIV-Behandlung besteht somit darin, die Vermehrung der Viren zu unterdrücken. Wenn kaum noch Viren produziert werden, wird das Immunsystem entlastet und es können sich neue T-Helferzellen bilden. Standardtherapie ist derzeit die kombinierte Gabe von mindestens drei Wirkstoffen. Die Substanzen, die im Rahmen dieser hochaktiven antiretroviralen Therapie (HAART) zum Einsatz kommen, greifen teils an verschiedenen Stellen in den Vermehrungszyklus von HIV ein, was die Effizienz der Therapie erhöht.

Um die für den jeweiligen Patienten optimale Medikamentenkombination zu ermitteln, sind regelmässige Kontrolluntersuchungen erforderlich, bei denen die Viruslast im Körper der Betroffenen bestimmt wird. Auch Nebenwirkungen der antiretroviralen Therapie - wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall - werden bei den Kontrollen erfasst und gegebenenfalls mit zusätzlichen Medikamenten behandelt.

Dank der modernen Medikamente haben HIV-infizierte Patientinnen und Patienten heute gute Chancen, viele Jahre oder sogar Jahrzehnte mit dem Virus zu leben - ohne grössere gesundheitliche Probleme und bei guter Lebensqualität. Auch wenn bereits Symptome aufgetreten sind, können sich diese unter Therapie wieder zurückbilden. Unabdingbar für den Behandlungserfolg ist allerdings, dass die Betroffenen ihre Medikamente konsequent und nach den Vorgaben von Arzt oder Ärztin einnehmen, und zwar ein Leben lang. Denn nur so ist gewährleistet, dass die Wirkstoffe sich stets in ausreichend hoher Konzentration im Blut befinden. Sinkt der Wirkspiegel durch eine unregelmässige Einnahme oder eigenmächtige Therapiepausen ab, kann dies einerseits zu einer starken Vermehrung der Viren und damit zu einem Krankheitsschub führen. Andererseits wird auf diese Weise die Entwicklung von Resistenzen gefördert. Das bedeutet, dass das Virus eine zunehmende Widerstandsfähigkeit gegen Arzneimittel entwickelt, die in der HIV-Therapie zum Einsatz kommen.

Der optimale Zeitpunkt für den Therapiebeginn sorgt auch in Fachkreisen nach wie vor für Diskussionen. Lange Zeit galt ein Absinken der CD4-T-Helferzell-Zahl auf unter 200 pro Mikroliter als Indikation für die Behandlung. Inzwischen wird der Grenzwert von Expertinnen und Experten und auch in verschiedenen Leitlinien eher bei 350 Zellen pro Mikroliter angesetzt. Einigkeit besteht darin, dass mit der Therapie begonnen werden sollte, bevor es zu HIV-assoziierten Erkrankungen kommt. Gemäss den Leitlinien sollten HIV-Patienten von auf das Krankheitsbild spezialisierten Ärzten und Einrichtungen betreut und behandelt werden. Schwerpunktambulanzen und -praxen gibt es heutzutage in vielen grösseren Städten.


Was kann man tun, um einer HIV-Infektion vorzubeugen?

Es gibt nicht viele Krankheiten, bei denen die Vorbeugung so wichtig und gleichzeitig so einfach zu bewerkstelligen ist wie bei der HIV-Infektion. Das Um und Auf ist es, sich selbst und andere so gut wie möglich vor einer Ansteckung zu schützen.

Übertragungsweg ist der Kontakt mit virushaltigen Körperflüssigkeiten, wie Sperma, Blut oder Vaginalsekret. Insbesondere wenn diese mit Schleimhäuten in Berührung kommen, ist die Ansteckungsgefahr gross. Deshalb gehört es zu den wichtigsten Vorsorgemassnahmen, dass beim Sex Kondome benutzt werden. Das gilt sowohl für homosexuelle als auch für heterosexuelle Sexualkontakte. Für Frauen gibt es sogenannte Femidome, die ebenfalls davor schützen, sich beim Geschlechtsverkehr mit dem HI-Virus anzustecken.

Ärztinnen, Ärzte und Pflegepersonal sollten Handschuhe verwenden, wenn die Gefahr besteht, mit Körperflüssigkeiten von Patienten in Berührung zu kommen. Eine HIV-Hochrisikogruppe sind intravenös (i.v.) Drogenabhängige, also Süchtige, die Drogen mithilfe von Spritzen direkt in die Vene einbringen. Spritzen, Nadeln und sonstiges Zubehör sollten nur einmal benutzt und auf keinen Fall mit anderen Drogenkonsumenten geteilt werden. Saubere Spritzen und Nadeln werden unter anderem bei verschiedenen Beratungsstellen an Drogenabhängige abgegeben.


Was kann man tun, wenn man eine Infektion befürchtet?

Besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Infektion gekommen ist - etwa nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit einem HIV-positiven Sexualpartner oder wenn sich eine Pflegekraft an einem kontaminierten Instrument verletzt hat - kann eine Postexpositionsprophylaxe (PEP) sinnvoll sein. Dabei handelt es sich um eine meist vierwöchige Therapie mit HIV-Medikamenten, die verhindern soll, dass das Virus sich im Körper einnistet und es zu einer chronischen Infektion kommt.

Mit dieser HIV-PEP sollte im Idealfall zwei, längstens aber 24 Stunden nach der möglichen Ansteckung begonnen werden. Studien haben belegt, dass die Postexpositionsprophylaxe bei Verletzungen mit kontaminierten Instrumenten das Infektionsrisiko signifikant senkt. Einzelfallberichte zeigen einen ähnlichen Effekt nach riskanten Sexualkontakten. Dennoch sollte sich niemand auf diese Massnahme verlassen, denn auch bei optimaler Durchführung lässt sich eine Infektion nicht mit Sicherheit verhindern. Ob ein relevantes Risiko vorliegt und ob eine PEP durchgeführt wird, sollten Arzt und Patient gemeinsam entscheiden.

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THE BLUES BROTHERS - The Original West End Show - Wiener Stadthalle (Info)

Veranstaltungen Veranstaltung  Veranstaltung
Termindatum: Donnerstag, 16. Dezember 2010  Startzeit: 19:30h
Enddatum: Donnerstag, 16. Dezember 2010  Ende: 21:30h

THE BLUES BROTHERS - The Original West End Show
Donnerstag, 16.Dezember 2010, 19:30 Uhr
» wiener stadthalle - Halle D

Preiskategorien: (Preise inkl. Entgelte)
A - 72,00 EUR
B - 65,00 EUR
C - 55,00 EUR
R - 32,00 EUR
R = Rollstuhl

Garderobe frei!


Fünf Jahre ist es her, dass diese faszinierende Show das Wiener Publikum begeisterte und für mehrere ausverkaufte Abende im Ronacher sorgte. Produziert im Londoner West End ist die Erfolgsproduktion nun wieder auf grosser Europa-Tournee und macht im Rahmen von Stimmen der Welt auch in Wien Station (16. Dezember 2010, Wiener Stadthalle). Mit im Gepäck sind auch dieses Mal alle grossen Hits aus dem gleichnamigen Kultfilm mit John Belushi und Dan Akroyd, wie z.B. „Everybody Needs Somebody To Love“, „Soulman“, “Gimme Some Lovin'“ u.v.m. THE BLUES BROTHERS. Das ist Blues, der ins Blut geht. Das ist Soul, der die Seele streichelt. Das sind Jake und Elwood, die mit ihrer cool-lässigen Art die Geschichte ihres Lebens erzählen. Sie sehen aus wie zwei Mafiosi: Schwarzer Hut, schmale Krawatte und die obligatorische Sonnenbrille. Wenn das unvergleichliche Brüderpaar Jake und Elwood alias THE BLUES BROTHERS die Bühne betritt, dann kann keiner mehr ruhig sitzen und der ganze Saal feiert eine einzige Party. Zu sattem Soul und ausdrucksstarkem Rhythm & Blues bieten die Brüder eine Show, die ins Blut geht. Unterstützt werden sie von einer sechsköpfigen Band und den umwerfenden Bluettes. Abgerundet wird der zum Kult gewordene Sound mit Slapstick und Gags inmitten eines Feuerwerks verblüffender Licht- und Pyrotechnikeffekte.
Kategorie: Konzerte (Soul / Blues), Show
Veranstalter:
IVG-Holding Internationale Vermarktungsgesellschaft m.b.H.
1160, Seeböckgasse 59

Akute Leukämien (Gesundheit)

Information






Der Begriff Leukämie bezeichnet eine Gruppe von bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems, die in der Umgangssprache häufig "Blutkrebs" genannt werden. Sinngemäss übersetzt bedeutet Leukämie "weisses Blut". Und auch medizinisch ist dieser Begriff zutreffend, denn bei Patienten mit Leukämie kommt es zu einer unkontrollierten Vermehrung der weissen Blutkörperchen (Leukozyten).


Wie die beiden anderen Blutzelltypen - die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und die Blutplättchen (Thrombozyten) - werden auch die Leukozyten im Knochenmark hergestellt. Dieses befindet sich in den Hohlräumen der langen Röhrenknochen und in einigen platten Knochen wie dem Beckenkamm und dem Schädel. Die verschiedenen Blutzelltypen entwickeln sich allesamt aus gemeinsamen Vorläuferzellen, den sogenannten Blutstammzellen. Unter dem Einfluss von diversen Wachstumsfaktoren reifen diese im Knochenmark zu voll funktionsfähigen Leukozyten, Erythrozyten und Thrombozyten heran, die dann in die Blutbahn übertreten.

Bei einer akuten Leukämie vermehren sich die weissen Blutkörperchen und ihre Vorstufen unkontrolliert. Statt reifer Leukozyten werden in grosser Zahl unreife, nicht funktionstüchtige Zellen gebildet, sogenannte Blasten. Diese Leukämiezellen breiten sich dann im Körper des Patienten aus - mit mannigfaltigen Folgen. Durch die Überproduktion an leukämischen Zellen wird die normale Blutbildung im Knochenmark zunehmend verdrängt. Rote Blutkörperchen, Blutplättchen und gesunde weisse Blutkörperchen werden nicht mehr im erforderlichen Ausmass gebildet. Aber auch in der Milz, der Leber, den Lymphknoten und dem zentralen Nervensystem können sich Leukämiezellen einlagern und zu Funktionsstörungen führen. Da die Krankheitserscheinungen letztlich den gesamten Organismus betreffen, gehören Leukämien zu den sogenannten Systemerkrankungen.

Abhängig vom Verlauf unterscheidet man akute und chronische Leukämien. Eine chronische Leukämie schreitet über Jahre hinweg langsam voran. Betroffen sind überwiegend Menschen höheren Alters. Akute Leukämien hingegen entwickeln sich rasch. Bleibt eine Behandlung aus, verlaufen sie innerhalb weniger Wochen und Monate lebensbedrohlich.


Welche Formen der akuten Leukämie gibt es?

Es gibt mehrere "Arten" (Subtypen) von weissen Blutkörperchen. Diese sehen unter dem Mikroskop nicht nur anders aus, sondern erfüllen auch unterschiedliche Aufgaben. Je nachdem, in welchem Leukozyten-Subtyp die "fehlerhaften", entarteten leukämischen Zellen ihren Ursprung nehmen, werden die akuten Leukämien in zwei Gruppen eingeteilt:
Bei der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) sind die Lymphozyten und ihre Vorläuferzellen betroffen.
Bei der akuten myeloischen Leukämie (AML) sind die Zellen der sog. myeloischen Reihe betroffen, aus der etwa die Granulozyten und Monozyten hervorgehen.

Durch Spezialuntersuchungen lassen sich sowohl die akute lymphatische Leukämie als auch die akute myeloische Leukämie noch weiter unterteilen.

An einer akuten myeloischen Leukämie mit ihren Unterformen erkranken zu 80 Prozent Erwachsene. Etwa die Hälfte der Patienten ist dabei über 60 Jahre alt. Bei Kindern und Jugendlichen tritt die AML zwar ebenfalls auf - über 90 Prozent der akuten Leukämien in dieser Altersgruppe sind jedoch akute lymphatische Leukämien.

Mit etwas mehr als drei Betroffenen pro 100.000 Einwohner unter 15 Jahren ist die ALL die häufigste Krebserkrankung im Kindesalter. Buben sind etwas öfter betroffen als Mädchen, der Altersgipfel liegt zwischen dem zweiten und dem fünften Lebensjahr. Eine ALL kann prinzipiell in jedem Alter auftreten, bei Erwachsenen ist die Leukämieform aber vergleichsweise selten.


Wodurch werden akute Leukämien verursacht?

Trotz intensiver Forschungsbemühungen sind die Ursachen von akuten Leukämien bis heute nur unzureichend geklärt. Allerdings konnte eine Reihe von Faktoren identifiziert werden, die das Risiko, an dieser Krebsart zu erkranken, erhöhen. Dazu gehören ionisierende Strahlen, also radioaktive Strahlung und Röntgenstrahlung, sowie bestimmte chemische Substanzen und Umweltgifte.

Bekannt ist zudem, dass einige Immundefekte und Chromosomenveränderungen mit einem erhöhten Leukämierisiko einhergehen, insbesondere gilt dies in Hinblick auf die ALL. Zu den begünstigenden Faktoren gehört auch eine vorangegangene Chemo-/Strahlentherapie aufgrund eines anderen Krebsleidens. In diesem Fall spricht man von einer Sekundärleukämie.

Nach dem derzeitigen Kenntnisstand handelt es sich bei der akuten Leukämie um ein multifaktorielles Geschehen. Das bedeutet, dass bei der Entstehung der Erkrankung verschiedene Faktoren zusammenkommen müssen.


Wie äussert sich eine akute Leukämie?

Typisch für eine akute Leukämie ist, dass die Krankheitszeichen (Symptome) rasch einsetzen, das heisst binnen Tagen und Wochen. Zurückzuführen sind die Symptome grösstenteils darauf, dass die normale Blutbildung im Knochenmark durch die unkontrollierte Vermehrung unreifer, leukämischer Zellen verdrängt wird.
Der resultierende Mangel an roten Blutkörperchen, in der Medizin Anämie genannt, kann sich durch Blässe, Abgeschlagenheit und verminderte Leistungsfähigkeit bemerkbar machen.
Durch den Mangel an funktionstüchtigen weissen Blutkörperchen können Krankheitserreger nicht mehr so effektiv bekämpft werden wie bei gesunden Menschen. Infolgedessen stellen sich bei Patienten mit akuter Leukämie häufig Infektionen und Fieber ein.
Die verminderte Zahl an Blutplättchen stört die Blutgerinnung. Bemerkbar macht sich die erhöhte Blutungsneigung durch Zahnfleischbluten, kleine, punktförmige Hautblutungen und blaue Flecke.

Weitere häufige Symptome einer akuten Leukämie sind Appetit- und Gewichtsverlust, Knochenschmerzen, Nachtschweiss und Kopfschmerzen. Beschwerden im Oberbauch - bedingt durch eine Vergrösserung von Leber und Milz - sowie geschwollene Lymphknoten können in erster Linie bei einer ALL auftreten. Symptome, die für eine akute Leukämie spezifisch sind, gibt es nicht - alle genannten Beschwerden können auch im Zuge anderer Erkrankungen auftreten. Dies macht es insbesondere im Anfangsstadium schwierig, die Krankheit zu erkennen.


Wie wird die Krankheit diagnostiziert?

Durch die Schilderung der Krankheitsgeschichte und der Beschwerden erhält der Arzt erste Hinweise auf die Erkrankung. Daran schliesst sich zunächst eine körperliche Untersuchung an. Bei Verdacht auf eine akute Leukämie wird Blut entnommen und im Labor untersucht. Zwar lassen sich schon auf diesem Wege krankhaft veränderte Leukämiezellen feststellen. Zur Sicherung der Diagnose ist aber eine Knochenmarkprobe notwendig, die üblicherweise mit einer dünnen Hohlnadel aus dem Beckenkamm entnommen wird (Beckenkammbiopsie). Liegt der Anteil der unreifen Zellen (Blasten) im Knochenmark über einem gewissen Prozentsatz, gilt dies als Nachweis einer akuten Leukämie.

Mithilfe spezieller Laboruntersuchungen wird dann im nächsten Schritt analysiert, zu welcher Untergruppe die Leukämiezellen gehören. Dies zu wissen, ist sowohl für die Prognose als auch für die Therapie von entscheidender Bedeutung. Steht die Diagnose "akute Leukämie" fest, schliesst sich im Regelfall noch eine ganze Reihe weiterer Untersuchungen an. Diese dienen in erster Linie dazu, festzustellen, ob neben dem Knochenmark noch weitere Organe von den Leukämiezellen befallen sind.


Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?



Eine akute Leukämie sollte immer in einer spezialisierten Klinik behandelt werden. Dort stehen sowohl entsprechend qualifiziertes Fachpersonal als auch die modernsten Therapieverfahren zur Verfügung. Ziel der Behandlung ist eine möglichst vollständige Zerstörung der Leukämiezellen.

Akute Leukämien werden initial mit einer Chemotherapie behandelt. "Klassische" Chemotherapeutika sind Substanzen, die als Zellgifte wirken. Diese auch als Zytostatika bezeichneten Mittel vernichten Krebszellen bzw. hemmen sie deren Teilung. Sie greifen aber auch gesunde Körperzellen an und können somit Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen, Entzündungen der Schleimhaut, Blutbildveränderungen und Haarausfall verursachen.

Dies ist auch ein Grund, warum die Therapie in Zyklen durchgeführt wird: Phasen intensiver Behandlung wechseln sich mit Ruhepausen ab, in denen der Patient keine oder nur sehr gering dosierte Medikamente einnimmt. Wie viele Therapiezyklen erforderlich sind und welche Medikamente dabei eingesetzt werden, hängt davon ab, an welcher Unterform der Patient leidet, wie stark sich die Leukämiezellen bereits ausgebreitet haben und wie gut er auf die Behandlung anspricht.

Bei der akuten myeloischen Leukämie wird die Chemotherapie meist durch eine Strahlenbehandlung des Schädels ergänzt, in bestimmten Fällen auch bei der ALL. Die Strahlentherapie dient dazu, auch die im Zentralnervensystem vorhandenen Leukämiezellen zu zerstören und somit zu verhindern, dass diese einen möglichen Ausgangspunkt für ein erneutes Auftreten der Erkrankung (Rezidiv) darstellen. Viele Chemotherapeutika können das nicht leisten, da sie nicht in der Lage sind, die sog. Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Mögliche Nebenwirkungen der Bestrahlung sind Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Hautveränderungen im bestrahlten Bereich, Entzündungen der Mundschleimhaut und Haarausfall. Auch Müdigkeit, erhöhtes Schlafbedürfnis, Fieber, Appetitlosigkeit, Schwindel und Sehstörungen können vorkommen.

Zeigt die Chemotherapie keinen oder zu geringen Erfolg, stellt die Knochenmark- bzw. Blutstammzelltransplantation eine therapeutische Option dar. Bei dieser Methode wird das gesamte Knochenmark - und somit im Idealfall auch alle Leukämiezellen - durch eine Hochdosis-Chemotherapie und gegebenenfalls Strahlentherapie vollständig zerstört. Im Anschluss erhält der Patient gesunde Stammzellen der Blutbildung von einem passenden Spender. Passend bedeutet, dass die Spenderzellen in ganz bestimmten Gewebemerkmalen mit jenen des Empfängers so weit übereinstimmen, dass eine Unverträglichkeitsreaktion ausbleibt. Insbesondere bei Leukämiepatienten, die ein Rezidiv erleiden, erhöht die Stammzelltransplantation die Heilungschancen beträchtlich.

Hoffnungsträger in der Leukämietherapie sind sogenannte "Targeted Drugs": Bei diesen "zielgerichteten Medikamenten" handelt es sich um Präparate, die wesentlich spezifischer auf Leukämiezellen wirken als die "klassischen" Zytostatika. Ein Beispiel für eine solche Substanz ist das bei bestimmten Formen der akuten lymphatischen Leukämie bereits eingesetzte Präparat Imatinib.

Sowohl während als auch im Anschluss an eine Leukämiebehandlung sind regelmässige Kontrolluntersuchungen unabdingbar. Die auch in der Diagnostik eingesetzten Verfahren wie Blutbildbestimmung und Knochenmarkpunktion erlauben es den Ärztinnen und Ärzten einerseits zu beurteilen, ob die Therapie den gewünschten Erfolg bringt. Andererseits lässt sich so frühzeitig erkennen, wenn die Erkrankung fortschreitet und der Patient ein Rezidiv entwickelt.


Welche Prognose haben akute Leukämien?

Unbehandelt verlaufen akute Leukämien innerhalb weniger Wochen bis Monate lebensbedrohlich. Bei optimaler Behandlung haben viele Betroffene - und hier insbesondere Kinder - aber gute Chancen auf eine dauerhafte Heilung. Untersuchungen zufolge leben über 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit ALL fünf Jahre nach Diagnosestellung krankheitsfrei. Etwa 60 Prozent sind es bei der AML. Allerdings handelt es sich hierbei um statistische Angaben, die für die Gesamtheit der Personen mit akuten Leukämien zutreffen. Rückschlüsse auf den Einzelfall erlauben sie hingegen nur sehr begrenzt, weil individuelle Faktoren eine grosse Rolle spielen.

Top15 DJ Ronnys Weihnachtshitcharts 2010 (Chartlisten)

Information

Dj Ronny empfiehlt für die Weihnachtszeit die schönsten Weihnachtssongs zum Tanzen und träumen.








Top15 DJ Ronnys Weihnachtshitcharts 2010

1. Jingle bells Remix - DJ Ostkurve
2. Last Christmas - Wham
3. Scheene Weihnacht Die Seer
4. Feliz Navidad - Boney M
5. The great snowman - Andy Lee Lang
6. Merry Christmas Discomix - DJ Bobo & Friends
7. Weihnachten daheim - Rainhard Fendrich
8. Thank good it`s christmas - Queen
9. Weihnachten wie immer - Wolfgang Ambros
10. Wonderful christmas time - Paul Mc Cartney
11. Rudolf the red nosed Reinteer - Viktor Gernot
12. Wie woa Weihnachten - Geurg Danzer
13. Marys Boy Child Mix 010 - Boney M
14. Driving home for Christmas - Chris Rea
15. Merry christmas everyone - Shakin Stevens


1915 Artikel (240 Seiten, 8 Artikel pro Seite)

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