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Aus für Analog-TV (4 Sender ziehen Dez.2011 Bilanz)

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Vier Sender stellen schon Ende 2011 die analoge Ausstrahlung ein

MTV und Discovery schaffen Fakten: Vier ihrer Sender schicken ab 1. Januar 2012 nur noch digitale Signale über die Satelliten – vier Monate vorm offiziellen Ende des analogen Sat-TVs in Österreich - Deutschland - Schweiz.

Vorzeitiges Aus
Die privaten Fernsehsender drängten seit Langem auf eine rasche Digitalisierung des Rundfunks. Nun preschen DMAX (Discovery Networks Deutschland), Comedy Central, Nickelodeon und Viva (MTV Networks Germany) vor: Sie schalten zum Ende dieses Jahres die analogen Signale ab. Ab 1. Januar 2012 sind die vier Sender ausschließlich digital über Satellit zu empfangen.

Hintergründe

Offizieller Termin für das Ende der analogen Satellitenausstrahlung in Deutschland ist der 30. April 2012. An diesem Tag beenden die öffentlich-rechtlichen Sender und die Sendergruppe ProSiebenSat.1 (samt Kabel eins) um 3:00 Uhr nachts ihr analoges Satelliten-TV-Angebot. „Der Wechsel auf digitalen Empfang ermöglicht den Sendergruppen eine Übertragung mit dauerhaft verbesserter Bildqualität“, so Discovery und MTV in einer gemeinsamen Presserklärung. Was mit den frei werdenden Frequenzen passiert, ist noch unklar.

 

 

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Am 30. April 2012 bleiben viele Fernsehbildschirme in Österreich - Deutschland und der Schweiz schwarz – ab diesem Tag ist Schluss mit Analog-TV per Satellit. Wer ist betroffen und was ist zu tun?

 

Im April 2012 endet die Ausstrahlung von analogem Satelliten-TV.

Der Countdown läuft: Im Frühjahr 2012 stellt Betreiber SES Astra die Übertragung von analogem Fernsehen per Satellit ein. Da mittlerweile rund 80 Prozent der deutschen Sat-Zuschauer ihre Programme digital empfangen, ist dieser Schritt sinnvoll – und vorteilhaft für alle Beteiligten: Der Kunde bekommt dank digitaler Ausstrahlung mehr Programme, bessere Bildqualität bis hin zum hochaufgelösten HDTV – und Astra mehr Geld. Denn ein Sat-Transponder kann mehr digitale als analoge Programme übertragen. Zudem ermöglicht (Digital Video Broadcasting Satellite, kurz DVB-S) Bezahlfernsehen, etwa HD+ für Privatsender wie ProSieben, RTL & Co. in HD. Logische Folge für Sat-Zuschauer, die noch analog empfangen: Sie müssen umrüsten. Betroffen sind in Deutschland immerhin rund drei Millionen Haushalte. Die brauchen spätestens ab 30. April 2012 ein Empfangsgerät für digitales Sat-Fernsehen oder einen Fernseher mit internem Digital-Sat-Tuner. In einigen Fällen ist auch ein neuer LNB (Low Noise Block, rauscharmer Signalumsetzer) für die Sat-Schüssel notwendig.
Welche Sender werden abgestellt?
Neben der digitalen Ausstrahlung kommen derzeit 34 deutschsprachige Programme analog aus dem Orbit. Außer den öffentlich-rechtlichen Programmen sind das viele Privatsender. Eine Auflistung aller Programme: ARD, ZDF, ProSieben, Sat.1, Kabel eins, RTL, RTL II, Kika, NDR, WDR, BR, SWR, HR, Sport 1, Eurosport, Comedy Central, DMAX, Viva, OVC, Sixx, BR Alpha, HSE24, Vox, Arte, 3sat, Super RTL, Nickelodeon, n-tv, N24, Tele  5, MDR, RBB, Phoenix, Channel 21.

Woran erkenne ich Analog-Empfang?


Viele Sat-Zuschauer wissen gar nicht, ob sie ihr Programm digital oder analog empfangen. Das lässt sich aber ganz einfach feststellen: Rufen Sie bei Das Erste, ZDF, RTL, Sat.1, Pro 7 oder BR die Videotexttafel 198 auf. Wenn dort die Testseite mit dem Hinweis auf die analoge Satellitenabschaltung erscheint, empfangen Sie noch analog. Ansonsten erscheint die Hinweistafel „Digitaler Empfang“ – auch bei Kabel-TV-Zuschauern.

Kabel-TV sendet weiter auch analog


Kunden von großen Kabelanbietern wie Kabel Deutschland können auch weiterhin analog empfangen – das sind immerhin rund 60 Prozent der Kabelnutzer. Kleinere Netzbetreiber und einige Wohnungsbaugesellschaften wandeln analoge Satellitensignale für ihr Kabelfernsehen um – auch hier erscheint die Teletext-Tafel „Analoger Empfang“. Dann gilt: Für die Umrüstung des Netzes ist der Anbieter zuständig. Er kann auf Digital-TV umsteigen oder das Sat-Signal wieder analogisieren. Genauere Informationen erhalten Sie beim Netzbetreiber oder bei der Hausverwaltung.
Welches Empfangsgerät ist erforderlich?
Grundsätzlich muss der TV-Tuner digitale Fernsehsignale per Satellit empfangen können. Neue und gut ausgestattete Flachbildfernseher empfangen digitales Sat-Fernsehen direkt, der entsprechende Tuner ist bereits eingebaut. Einen passenden Fernseher finden Sie in der interaktiven TV-Kaufberatung, wenn Sie bei Frage 2 „Über Satellit“ angeben.

Fernseher ohne Sat-Tuner benötigen eine externe Empfangsbox – eine große Auswahl zeigt die Sat-Empfänger-Bestenliste. Receiver, die nur SD-Auflösung (768x576 Bildpunkte) empfangen, kommen allenfalls für Nutzer infrage, denen auch auf längere Sicht der alte Röhren-Fernseher genügt. Viel sinnvoller und zukunftssicherer ist ein HD-Receiver, zumal die Zahl der HDTV-Programme ständig wächst. Bei der Kaufentscheidung sollten Sie vor allem auf die Ausstattung achten: Wollen Sie Sendungen aufnehmen? Gleichzeitig ein Programm aufzeichnen und ein anderes ansehen? Sind verschlüsselte Programme gewünscht? In der Übersicht finden Sie vier unterschiedliche Typen HD-fähiger Sat-Receiver.

Wann sollte ich umrüsten?
Da schon jetzt alle Programme auch digital empfangbar sind, müssen Sie nicht bis zur Analog-Abschaltung warten. Im Gegenteil: Um nicht im März 2012 Probleme mit eventuellen Lieferengpässen zu bekommen, sollten Sie frühzeitig reagieren – vor allem, wenn Sie sich für ein Gerät entschieden haben.

Was kostet die Umrüstung?
Das hängt davon ab, welche Ausstattung das Empfangsgerät haben soll. Reicht ein Receiver ohne Twin-Tuner, Aufnahme und Entschlüsselung, gibt es den ab 60 Euro. Dazu kommen ein Universal-LNB (ab vier Euro) und eventuell die Kosten für den Austausch des LNBs durch den Fachmann (je nach Aufwand ab 60 Euro) – wenn Sie sich den Umbau nicht selbst zutrauen.

Alternativen zum Sat-Empfang


Bundesweit ist nur das digitale Antennenfernsehen (DVB-T) verfügbar. Aber auch dafür brauchen Sie einen passenden Empfänger. Und: DVB-T liefert weniger Programme. Ist bei Ihnen vor Ort ein Kabelanschluss oder Fernsehen per Internet (IPTV) möglich, sind das Alternativen. Doch für beide fallen Anschluss- und Abogebühren sowie eventuell neue Geräte an.
Quelle: Niesmann PGS

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