"Kaffeegenuss erhöht das Risiko einer koronaren Herzkrankheit." Jahrelang galt diese These als gesichert. Nun haben amerikanische Wissenschaftler in einer Aufsehen erregenden Langzeit-Studie das Gegenteil beweisen können.
Ob schwarz, als Milchkaffee oder Cappuccino - Kaffee ist heute weltweit die Nummer eins unter den Heißgetränken. Dabei steht für viele Menschen seine aufmunternde Wirkung im Vordergrund, die er seinem Koffeingehalt verdankt. Genau aus diesem Grund warnen viele Mediziner davor. Nach ihrer Auffassung erhöhe übermäßiger Kaffeegenuss den Insulinspiegel, den Blutzucker und den Blutdruck. Kaffee entwässere darüber hinaus den Körper und sei somit ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Auch der immer beliebter werdende entkoffeinierte Kaffee hat, zumindest bei Frauen, keinen Vorteil gegenüber dem normalen Kaffee. Im Gegenteil: Einer anderen Studie zufolge erhöht entkoffeinierter Kaffee den Cholesterinspiegel im Blut - dem Risikofaktor für Arteriosklerose. Typ-2-Diabetiker, die gerne Kaffee trinken, können ebenso aufatmen, denn die Wissenschaftler aus Boston stellten auch hier kein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt fest.
Trotz dieser Ergebnisse warnt Lopez-Garcia vor dem übermäßigen Konsum von stark koffeinhaltigen Getränken: "...die Studie schließt nicht aus, dass es einen Zusammenhang zwischen ungefiltertem Kaffee und einem hohen Risiko für koronare Herzkrankheit gibt!"
Die amerikanische Herzgesellschaft (American Heart Association) hält einen moderaten Kaffeegenuss von ein bis zwei Tassen pro Tag für völlig bedenkenlos. Beachten sollte man hingegen, dass sich auch in Tee und Soft Drinks sowie in Schokolade und einigen Nüssen Koffein versteckt. > WEITERE THEMEN IM BEREICH GESUNDHEIT FINDEN SIE HIER <