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Blutungen am Ende der Schwangerschaft

Information

Wenn der Geburtstermin näher rückt, entstehen häufig leichte "Zeichnungsblutungen", die oft nur den Beginn der Wehentätigkeit und Muttermundöffnung anzeigen. Sie verursachen nur geringe oder überhaupt keine Schmerzen.

Blutungen während der Schwangerschaft sollten Sie allerdings zu jdem Zeitpunkt Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme mitteilen. Die Blutungen können harmlos sein, schon den Geburtsbeginn anzeigen oder von ernsthaften Komplikationen herrühren.

Schwangere, bei denen eine Blutung aus der Scheide plötzlich einsetzt, solten sich hinlegen und sofort den Transport zur Entbindungsstation veranlassen.

URSACHEN:

Fühlt sich die Gebärmutter hart an und hat die Schwangere Schmerzen, spricht eine Blutung dafür, dass es sich um eine beginnende Ablösung des Mutterkuchens (Plazenta) handelt.

Eine Blutung kann auch ausgelöst werden, wenn die Plazenta nah am inneren Muttermund sitzt; manchmal kann sie sogar den Gebärmutterausgang bedecken. Ärzte sprechen hier von "Plazenta praevia".

Selten kann eine Blutung auch von Erkrankungen herrühren, die primär nichts mit der Schwangerschaft zu tun haben. Beispiele sind Infektionen oder bösartige Tumoren des Gebärmutterhalses.

SYMPTOME:

Eine Blutung kann mit Schmerzen einhergehen, aber auch schmerzlos verlaufen. Zusätzliche Symptome sagen jedoch nicht unbedingt etwas über die Art der Komplikation aus oder bedeuten zwangsläufig, dass tatsächlich eine Komplikation vorliegt.

DIAGNOSE:

Tastuntersuchungen durch die Scheide sollten nicht vorgenommen werden, solange die Ursache der Blutung unklar ist - auch nicht durch einen Arzt.

Zuerst wird in der Regel eine Ultraschall-Untersuchung durchgeführt, um die Ursache genauer abzuklären. So wird ausgeschlossen, dass der Mutterkuchen vor dem inneren Muttermund liegt und die Blutung auslöst.

Danach sollte eine so genannte Spiegeleinstellung erfolgen, um beurteilen zu können, woher die Blutung kommt. Sie erfolgt mit dem Spekulum, einem röhrenförmigen Instrument. Damit entfaltet der Arzt die aneinander liegenden Scheidenwände. Durch diese schmerzlose Maßnahme sind die Scheide und der Muttermund am Gebärmutterhals gut einzusehen.

THERAPIE:

Nach der Untersuchung auf der Entbindungsstation wird über die weitere Vorgehensweise entschieden. Sie richtet sich nach dem Befinden von Mutter und Kind.

Ist der errechnete Geburtstermin schon sehr nah, muss man im Fall einer starken Blutung eine sofortige Entbindung in Erwägung ziehen.

Ist die Blutung weniger stark, bleibt die Schwangere meist in der Klinik, um die weitere Entwicklung zu beobachten. Je nach Verlauf und Ursache der Blutung wird die Geburt eingeleitet, unterstützt oder es wird ein Kaiserschnitt durchgeführt.

Sind die Symptome weniger stark ausgeprägt, sollte die Schwangerschaft nach Möglichkeit weiter bestehen bleiben. So hat das Kind im Mutterleib noch mehr Zeit sich zu entwickeln. Auf jeden Fall ist eine Blutung ein mögliches Warnsignal.


 

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