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Jung und Alt - Was zählt!

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Enkelkinder zu haben ist vermutlich eines der größten Geschenke für stolze Omas und Opas. Doch auch fernab des eigenen Familienkreises kann sich die Begegnung zweier Generationen als etwas ganz Besonderes erweisen.
 

So ergänzen sich Kinder und Senioren nicht nur in deren Mentalitäten, fast könnte man diesem Generations-Team einen wechselseitigen, therapeutischen Effekt beimessen. Kinder profitieren in der Interaktion zu älteren Menschen in Hinblick auf deren Entwicklung. Senioren werden durch die Kommunikation mit den Kleinen auf positive Art und Weise gefördert. Wieso es darüber hinaus Sinn macht, den interaktiven Prozess, trotz der dazwischen stehenden Jahre, zu fördern.

Begegnung zweier Generationen

Eigentlich ist es schade, dass sich die Leben zweier Generationen zunehmend entfremden. Mitunter ist es aus zeitlichen oder räumlichen Gründen auch kaum möglich, den Kontakt zwischen älteren Menschen und Kindern zu forcieren. Immer öfter setzen sich altershomogene Bereiche durch. So bieten unter anderem Kindergärten, Sport- und Musikgruppen adäquate Raum- und Gestaltungsmöglichkeiten an - jedoch ausschließlich für die Kleinen.

Diese so genannte "Verinselung" versperrt den Kindern auf lange Sicht betrachtet den Zugang zur Erwachsenenwelt. Um der genannten Problematik zumindest teilweise zu entgehen, werden Projekte ins Leben gerufen, die das bewusste Ziel verfolgen, die Begegnung zweier Altersgruppen zu intensivieren. Immer mehr Kindergärten laden Senioren zum gegenseitigen Austausch ein. Umgekehrt profitieren auch Seniorenheime von der wechselseitigen Beziehung zwischen Alt und Jung. Im Wiener "Kolpinghaus" leben beispielsweise mehrere Generationen unter einem Dach und profitieren von der beidseitigen Unterstützung. Kerstin Rojko, Psychologin im Kolpinghaus meint: "Unser Motto ist miteinander leben und voneinander lernen!"

Füreinander da sein

Die wechselseitige Interaktion zwischen Senioren und Kindern wirkt sich demnach sehr positiv auf das Wohlbefinden beider Generationen aus. Welche Komponenten im Detail optimiert werden:

Intellektualität

Durch die mentale und körperliche Nähe zum Alter, erwerben Kinder auf natürliche Weise Erfahrungen und Kenntnisse über die menschliche Entwicklung. Sie bekommen einen Einblick in die individuellen Lebensformen und erkennen mögliche Probleme, die das Älter Werden mit sich bringen kann. Erzählungen und das Abrufen von Reimen oder Gedichten aus der Kindheit fördern wiederum die Gedächtnisleistung der Senioren. Noch dazu auf eine sehr angenehme und spielerische Weise.

Emotionalität

Freundschaften sind keine Frage des Alters. Auch zwischen den ganz Kleinen und den etwas reiferen Semestern können sich innige Freundschaften entwickeln. In einem Schweizer Kindergartenprojekt riefen die ansässigen Kinder schon von Weitem die Namen der Senioren und freuten sich auf deren Besuche.  Andererseits zeigte sich in der kindergartenfreien Zeit eine gewisse Ungeduld seitens der Älteren, die nach den gemeinsamen Aktivitäten mit den Kleinen förmlich drängten.

Gegenseitiges Verständnis

Kinder entwickeln im Umgang mit ihren älteren Freunden eine ausgeprägte soziale Kompetenz. Angesichts mancher Beeinträchtigungen oder Behinderungen lernen sie, sich behutsam zu zeigen, Rücksicht zu nehmen und gegebenenfalls Hilfe anzubieten. Im Gegenzug dazu lernen Senioren etwaige Vorurteile hinsichtlich "der Jungen" abzubauen und Interesse für deren Welten aufzubauen.

Lebensfreude

Im Kontakt mit den Kleinen haben ältere Menschen beinahe immer ein lachendes Gesicht. Der Spaß miteinander verhilft Senioren, sich aus der eigenen Isolation zu befreien und die Freude am Leben neu zu entdecken. Die Anwesenheit der Kinder gibt ihnen das Gefühl, gebraucht zu werden. So gelingt es, eine entspannte, fröhliche Grundstimmung auf beiden Seiten zu bewahren. Was gibt es auch Schöneres, als Geschichten von früheren Zeiten zu erzählen und dabei in die kindliche Welt der großen Augen und lauschenden Ohren einzutauchen?


 

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